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Noctivagus » Ingame-Informationen » Ausgesuchte Szenen » Plot: Mummenschanz 2 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 2 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 2 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 2 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 2 Bewertungen - Durchschnitt: 5.00 » Hallo Fremder! | login | registrieren |
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Cogta Vusin
Vampir-NPC




Dabei seit: 30.10.2005
Beiträge: 97



Berufung:
gute Gesinnung
Beruf: Stadtgründer

Alter:
40-45 (unbekannt) Jahre
Vampir: schon immer

Kodex:
neutral
Char: Charakterbogen
Speziell: Fähigkeiten

Augen:
graublau, graugrün, wechselnd
Haare: schwarz, silbergraue Strähnen, lang
Größe: 182 cm
4.: Alt-Vampir (mehrere Fähigkeiten)

Kleidung:
bei Nikima: elegant gestreifte, beige-grüne Weste mit Taschenuhr, schwarzer Hose, schwarzer Umhang, Stab
bei Hilda: rotkarierte, schottische Hausjacke zu schwarzer, schlichter Anzughose

Aktuell:
gedanklich hin und wieder woanders und ein bisschen übermüdet, was man ihm aber nicht zwingend anmerkt, wenn man ihn nicht kennt

Organisation:
seine eigene
Pseudonym: so viele, das sie kaum zu zählen sind

Gespielt von:
aBraXaS

Plot: Mummenschanz Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP-Information Zum Anfang der Seite springen

Trifft auf: NPC Philipp & anderes Personal

Die dunkeln Gassen schmiegten sich in der nächtlich warmen Sommerluft geschmeidig in das Bild der grün-gelb-beleuchteten alten Gassen, als wäre diese Stadt Venedig selbst und zwar Jahrhunderte bevor der Stadtgründung von Noctivagus.

Das dunkelgrüne Wasser in den Kanälen wogte sacht hin und her. Die Gondolieri warteten geduldig auf die ersten Gäste, denn nur sie, die Stabführer der tiefen Kanäle, kannten den Weg zum Ereignis des Jahres. Dem Maskenball.

Jedes Jahr wurde er abgehalten, an manchen Jahren sogar zwei mal, ganz wie Cogta Vusin es wünschte. Die Menschen glaubten schon lange, wenn sie der Geschichte Venedics Gewahr waren, dass der Stadtgründer schon lange tot war und das Fest nur ihm zu Ehren gegeben wurde, und auch, um seine Stadt zu feiern. Auch wenn es einen Nachfahren gab, der unweit der Stadtgrenzen ein Schloss bewohnte, das niemand wirklich kannte.

Es waren Gerüchte, es waren Legenden, es waren sagenumwobene Geschichten, die sich alles so fantastisch erzählen ließen, dass sie als Grusellegenden dienten oder zur Aufheiterung gedacht waren. Man erzählte sie Kindern und Kindeskindern und war glückselig, ganz eigene Märchen zu berichten zu wissen, ohne auf die großen Schreiber wie Grimm und andere zurückgreifen zu müssen.

Umso schöner waren die Maskenbälle, die einen entführten in längst vergangene Zeiten. Aus dem Boden sprossen Kostümverleiher, obgleich es schon genug in der Stadt von ihnen gab. Es wirkte, als kämen fahrende Händler in die Stadt, die ihre Ware feilboten, solange das Spektakel anhielt und wieder verschwanden, wenn der mehrtägige Reigen sich seinem Ende neigte, dabei ging das Fest selbst nur eine Nacht.

Die Stände der Händler fanden sich im Park auf dem Trödelmarkt wieder, sie fanden sich in der Stadt an versteckten Ständen, überall waren Plakate aufgehangen, die auf den Mummenschanz hinwiesen - alte Plakate, als wären sie der Renaissance entrissen - jener Zeit, in der der Buchdruck in seiner jüngsten und ersten Blütezeit stand. Eigenartige Schausteller besiedelten von einem Tag auf den anderen die Stadt, sie wirkten wie auf Mittelaltermärkten wie die Zuckerstangenverkäufer.

Einige von ihnen gingen langbeinig auf Stelzen, andere waren so klein, das sie kaum die Hüfte eines Normalgewachsenen erreichten. Grüne Zylinder und kleine Wamse bedeckten ihre unförmigen Körper. Clownfrauen und Junker, Narren und Joker, sie allen waren überall, es wirkte wie ein einziger großer Jahrmarktplatz. Es war ein Schauspiel, das die Leute anzog, das Menschen und Vampire gleichsam mit sich brachten.

Die einen aus Neugier, aus dem Abenteuer heraus, die anderen aus Nahrungszwecken, oder auch, weil sie den Maskenball schätzten, der nicht zu ehren Vusins stattfand, sondern zu Ehren aller Vampire, wobei dieser nicht nur für sie zugänglich war. Oberstes Gebot war sicherlich weiter die Verschwiegenheit. Zu viele Anwesende beherrschten die Gabe des Vergessens und so verließ kein Mensch mit einer neuen Erkenntnis dieses Fest, außer er konnte sich gut verbergen und brach nicht in Panik aus - oder aber hatte diese Erkenntnis schon zuvor. Doch im Grunde sollte dort nichts nach Außen dringen, auch nicht an menschliche Besucher.

Cogta hatte sich Mühe gegeben, wie er es immer tat. Doch dieses mal schien er sich wahrlich übertroffen zu haben ... - wie er es immer tat. Er wartete im hellbeleuchteten, mit alten Kronleuchtern und Wandkerzenhaltern behangenen Saal, der Vertäfelungen an Decke, Boden und den Wänden aufwies und festlicher nicht hätte sein können. Schwere dunkel Vorhänge verhangen die Fenster, das Haus war groß, von Außen eher unscheinbar und doch innen wie das Schloss eines Adligen aus alter Zeit. Für jeden war gesorgt, sei es nun Blut, sei es Speis und Trank oder einfach nur Platz für Gespräche und Tanz.

Es wurde einige Gäste erwartet - wie jedes Jahr - und vor allem erwartete Cogta jetzt seinen Freund - den besten, den er in dieser Stadt wusste. Oona hatte für die Sicherheit gesorgt, diese Nolwenn war eingeladen, doch ob sie kommen würde, wusste er nicht. Er hoffte es sehr, denn ihr letztes Treffen war sehr ungeschickt verlaufen und nicht gerade günstig.

Auch Giulia wurde erwartet - vor allem - genau deshalb, weil er wissen musste, auf welchem Stand sie war, was sie vorhatte, wie sie vorging - wie jedes Jahr. Es war ein Spiel, ein böses Spiel zwar, den zuviel hing daran, doch es war ein Spiel und es sollte andauern, bis eine Seite siegte. Cogta glaubte nicht, dass sie diejenige war, doch er unterschätzte dieses boshafte Frauenzimmer in keinem Fall.

Dante war einige Zeit vor der Eröffnung eingeladen, nicht viel, doch lange genug, um sich kurz auszutauschen. Viel zu lange hatten sie sich schon wieder nicht gesehen - bestimmt eine Woche.

18.05.2008 03:04 Cogta Vusin ist offline eMail an Cogta Vusin senden Homepage von Cogta Vusin Nehmen Sie Cogta Vusin in Ihre Freundesliste auf Zum Anfang der Seite springen

Dante Scirea Dante Scirea ist männlich
Vampir




Dabei seit: 20.04.2008
Beiträge: 146



Berufung:
Empath & Diplomat
Beruf: Clubinhaber

Alter:
Ende 30/Anfang 40 (1000+)
Vampir: Unbekannt (1000+)

Kodex:
neutral
Char: Charakterblatt
Wissen: Charakterwissen
Speziell: Fähigkeiten

Augen:
Graugrün
Haare: Dunkelbraun, grau melierte Schläfen
Größe: 1,87 Meter

1.:
Kraft des Entzückens
2.: Heilung
3.: Vorahnung
4.: Alt-Vampir (mehrere Fähigkeiten)

Kleidung:
Schwarze Anzughose und Weste mit weißem, weitärmeligen Hemd; hüftlanger, dunkler und altmodischer Gehrock; schwarze Herrenschuhe; Zylinder

Schöpfer:
(Geborener Vampir)

Gespielt von:
Lazarus

Medals:


Unglaublicher Moderator - Vielen Dank fuer 2 Jahre Beistand, Teamgeist und Engagement

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Trifft auf: Vusin, NPC Rebecca
Fortsetzung von: Freund oder Feind?



"So glaube mir doch, meine Teuerste", sagte Dante Scirea nun bereits zum vierten Mal, "Das Kleid steht Dir einfach wundervoll!" Rebecca Burnstean, die ihn heute Abend zu Vusins diesjährigen Maskenball begleitete - wie bereits die letzten siebzig Jahre - blieb skeptisch, sah missmutig an sich herab. "Sehe ich in diesem Fetzen nicht irgendwie... fett aus?"

Der Italiener lachte leise auf, besänftigte mit seiner samtigen, tiefen Stimme: "Meine liebe Rebecca... das intelligenteste Frauenzimmer, welches mir jemals untergekommen ist und doch unterliegst selbst Du den haltlosen Problemchen des weiblichen Geschlechts." Er seufzte theatralisch und rückte seinen Zylinder zurecht, nur um anschließend noch einmal zu sagen: "Du siehst wunderschön aus, in diesem Kleid. Kein Gramm zu viel. Großes Indianerehrenwort!"

Nun war es an ihr zu lachen, wobei ihr leichte Schamesröte in die hellen Wangen schoss, auf denen sich einige Sommersprossen tummelten. Vergnügt hakte sie sich bei Dante ein und beschleunigte ihren Schritt, wobei sie gluckste: "Na los, wir wollen Cogta nicht warten lassen."
"Wir wären viel früher dran, hättest Du nicht eine geschlagene Stunde versucht, Dir das Haar für den heutigen Abend hochzustecken, was schon allein physikalisch unmöglich ist. Und selbst wenn es Dir gelungen wäre, so hättest Du den ganzen Abend mit Gleichgewichtsstörungen zu kämpfen gehabt."

"Du bist witzig, alter Mann. Sehr witzig." Er grinste strahlend bis über beide Ohren, denn er liebte den neckischen Umgangston, der zwischen ihm und seiner rechten Hand und besten Freundin Rebecca herrschte. "Wir müssen hier nach links, Täubchen." Mit seinem Gehstock wies er in eine schmale Seitenstraße, die in Richtung Anlegestelle der Gondeln führte.

"Wieso gehen wir überhaupt schon wieder zu den Gondeln? Hätte Jeffrey uns nicht fahren können?"
"Jeffrey hat heute frei", lächelte der ehemalige Venezianer vergnügt. "Und außerdem ist es viel gemütlicher."
"Gemütlich?" Sie zog eine Grimasse. "Versuch Du doch mal bitte, in diesen Schuhen gemütlich zu gehen."

"Ich weiß gar nicht, warum Du dermaßen aufbraust, meine Gute" - wie viele Spitznamen hatte er eigentlich für sie? - "Jedes Jahr fällst Du einmal weniger von Deinen hohen Absätzen. Nur Geduld und auf dem Maskenball im Jahre 2097 wirst Du kein einziges Mal den Halt verlieren."
"Wie bitte? Ich bin noch nie-!" Sie stieß ein schnippisches "Ts!" aus und winkte ab: "Wieso hab ich mich überhaupt schon wieder von Dir mitschleifen lassen?"

"Weil...", er führte sich betont nachdenklich die Hand zum Kinn und zur Denkerpose. "Weil Gunther in dem Kleid noch fetter aussah, als Du, wenn ich mich recht entsinne." Sie kicherte leise vor sich hin, auch wenn sie anfangs mit übertrieben ernster Miene versucht hatte, nicht zu lachen. "Ach, Dir kann man einfach nicht böse sein", gab sie milde lächelnd zu. "A propos böse; Was wollte denn Giulia gestern schon wieder im Elysium?"

"Lass mir doch bitte meine gute Laune, bis ich es ohnehin dem alten Vusin erzählen muss, ja?" Zwinkerte er, nicht jedoch ohne zumindest einen Hauch von Ernsthaftigkeit in den Augen. "Ja, okay", verstand sie sofort, legte leicht ihren Kopf an seine Schulter, während am Ende der Straße die Gondel-Anlegestellen erschienen. "Danke, dass Du immer mich mit auf Cogtas Maskenball nimmst. Ich weiß doch, wie wichtig er Dir ist."

"Aber natürlich", lächelte er offen, "wer könnte mir den Abend denn mehr versüßen?" Der Druck ihrer Arme um seine Rechte wurde fester. Hatte er etwas falsches gesagt? Immer wieder gab es Situationen, in welchen es ihm schier unmöglich war, Rebecca einzuschätzen. Gerade wollte er dazu ansetzen, etwas zu sagen, da erkannte er bereits seinen alten Freund Cogta Vusin, kaum zwanzig Meter entfernt.

"Cogta Vusin, alter Haudegen", lächelte Dante, als er etwas näher gekommen war. "Einen wunderschönen guten Abend wünsche ich. Sei doch bitte so gut und mach Rebecca ein Kompliment, ja? Das Kleid war wirklich unfassbar teuer!" Die Rothaarige stieß ihrem Begleiter unsanft mit dem Ellbogen in die Seite, schmunzelte dabei aber. Mittlerweile waren sie direkt vor Cogta angelangt und auch sie begrüßte ihn nun recht herzlich, kannte sie ihn doch auch schon seit weit mehr als einhundert Jahren.

Dante stellte sich seitlich neben Rebecca Burnstean auf, stützte sich leicht auf seinen edlen Gehstock und betrachtete sie noch einmal eindringlich, wie sie da stand und seinen alten Freund Cogta Vusin anstrahlte. Ihr Ballkleid war so rot, wie ihr lockiges, ewig langes Haar, nur dunkler. Es war aufwendig gerafft, mit tiefem Ausschnitt und rückenfrei. Hohe, seidene Handschuhe reichten ihr bis über die Ellbogen.

Genau wie er selbst, trug auch sie ihre Maske zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Beide hatte er unter seinem Frack verborgen, würde sie hervorholen, sobald sie den Festsaal Vusins erreicht hatten. Schon jetzt war Dante sich sicher, dass der Abend großartig werden würde. Er wusste bereits, dass Rebecca allein durch ihre Größe und ihre feurige Haarpracht auffallen und etliche Blicke auf sich ziehen würde. Wie jedes Jahr.

__________________

"Als die Sterne die Speere senkten und mit Tränen den Himmel tränkten
Freute er da des Werkes sich? Schuf er, der das Lamm schuf, Dich?"


~ Aus Der Tiger von William Blake ~

18.05.2008 15:20 Dante Scirea ist offline eMail an Dante Scirea senden Nehmen Sie Dante Scirea in Ihre Freundesliste auf Zum Anfang der Seite springen

Zookie Zookie ist weiblich
Mensch




Dabei seit: 13.09.2004
Beiträge: 530



Berufung:
wissend
Beruf: Hackerin

Alter:
17 Jahre

Kodex:
---
Char: Charakterbogen
Wissen: Charakterwissen

Augen:
tiefgrün
Haare: dunkelblond, lang
Größe: 166cm

Kleidung:
Schwarz: Seitentaschenhose, weites Shirt, Docs, Cappy

Organisation:
Oona

Gespielt von:
Milana

Medals:


5 Jahre Noctivagus - dabei seit 2004 - Treuedank

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Trifft auf (beim Maskenball): NPC Toni
PP: Entspannung auf Abwegen


Zwei Tage vor dem Maskenball
Mit jedem Meter, den der Bus sich von Jaanas Haus in Richtung Rotlichtmilieu bewegte, stieg die Anspannung in Zookie. Sie wollte nicht weg und sie hatte überhaupt null Lust auf irgendeinen Auftrag, der gerade jetzt viel Zeit verlangte. Das Bein des Mädchens stand keine Sekunde still und trippelte unermüdlich auf den rollenden Untersatz. "Ding-ding-ding." Nervös kaute Zookie auf der Unterlippe herum. Als sie dann endlich aus dem Bus steigen und die wenigen Meter zu Oonas Gemischtwarenladen laufen konnte (jedwede Bewegung konnte nur gut tun), schien ihre Anspannung so ernorm gestiegen zu sein, dass sie zu platzen drohte, wenn sie nicht zumindest einmal laut schrie.

Oona, die auf die Kleine wartete, dachte schon die ganze Zeit darüber nach, wie sie die Aufmerksamkeit längere Zeit bei dem 17-jährigen Hyperaktivchen aufrecht erhalten konnte, als auch schon die Türe des Ladens mehr als energiegeladen aufgestoßen wurde. Mit gespielt bösem Blick stand Zookie in der Tür, stemmte die Hände in die Hüfte und klopfte mit dem rechten Fuß auf den Boden, als erwartete sie eine Erklärung für ein ungeheures Verhalten von Oonas Seite. Ihr Blick sprach Bände.
Die Alte hob entschuldigend die Arme und lief auf Zookie zu. "Zookie, Du musst mir glauben, wäre es nicht so ausgesprochen wichtig, hätte ich Dich nicht angerufen. Ich weiß, dass Du im Moment eigentlich viel Zeit für Dich und schöne Sachen benötigst, aber ich kann nicht auf Dich verzichten."

Die Stimmlage, die Zookie erreichte, genügte schon um das Mädchen schwach werden zu lassen und sie stürzte sich in Oonas Arme. "Man, aber wieso ausgerechnet jetzt?", fragte Zookie und schmiegte sich dann eng an die Alte. Oona lachte herzlich auf, sie war die kleinen Stürmereien von dem Mädchen schon gewohnt und so drückte sie ihrerseits den schlanken Körper an sich, fester als sie es bei anderen je getan hätte, denn sie wusste mittlerweile, dass starke Reize dem Mädchen in solch angespannten Momenten gut taten. Die Alte ließ das Mädchen aufgeregt von Jaana erzählen und sie meinte sich dunkel an eine vermeintliche junge Frau zu erinnern, von der Zookie immer mal wieder ansatzweise gesprochen hatte. Nicht immer ohne innerliches grummeln, da sie dachte, dass Jaana damals einfach abgehauen war, ohne sich zu verabschieden. Es hatte dem Mädchen wirklich einen Stich versetzt. Doch jetzt war sie um so glücklicher, wo sie wusste, dass es ganz andere Umstände gewesen waren, welche die zwei Mädchen auseinandergetrieben hatten.

Oona schickte das Hibbelchen nach den Erzählungen nach draußen, jagte sie mit ihren Ersatzskates vor die Türe, um sich auszupowern, bevor sie mit dem Geschäftlichen beginnen wollte und vor allem konnte. Die Kleine war zu allem bereit, aber nicht dazu ihr und Toni jetzt stillschweigend zuzuhören. Zookie gehorchte der älteren Frau und drehte eine energische Runde im Rotlichtmilieu, bei der sie fast eine Professionelle umgefahren hätte. "Pass doch auf, Du kleine Mistgöre.", hatte sie nur hinter sich herschreien hören, als sie kichernder weise weitergefahren war. Keine Zeit für Spaß, fahren, fahren, auspowern.

Oona hatte Toni aus dem Keller zu sich hochzitiert, um vorweg kurz noch Kleinigkeiten mit ihm zu besprechen, die sie dann gemeinsam an Zookie weiterleiten wollten. Der Auftrag kam dieses Mal von ganz oben und die beiden überlegten, inwieweit sie das Mädchen mit den Hintergrundinformationen speisen sollten. Wäre es unklug ihr zu sagen, dass Vampire bei diesem Auftrag ebenfalls eine große Rolle spielten? Vielleicht. Aber besser war es, denn es wäre ungeschickt, wenn sie es dort selbst herausfinden würde.

Nach Zookies Rückkehr und einer herzlichen Toni-Begrüßung ging es dann langsam an das Eingemachte. Das Grundgerüst. Es war offensichtlich, dass das Mädchen alle Mühe hatte bei der Sache zu bleiben und nicht immer wieder mit ihren Gedanken und Worten zu dieser Jaana zurückzuwandern. Dennoch prägte sie sich den Grundriss von dem Gebäude ein, um das es ging. Maskenball war die große Überschrift und somit eine Kamera- und Licht-Überwachung mit ständigem Kontakt zu Oona und Toni, für etwaige Anweisungen, die spontan kommen konnten und sofort zu erledigen waren.

Um dem Mädchen etwas Ablenkung zu verschaffen, brachte Toni sie zu zwei verschiedenen Wohnungen, die er für sie ausgesucht hatte. Zookie war sehr aufgeregt, wenn sie daran dachte wirklich aus dem mütterlichen Wattebunker auszuziehen und eigene vier Wände ihr Eigen nennen zu können. Sie fand beide Wohnungen klasse, konnte jedoch noch gar nichts Definitives sagen, sie quietschte lieber munter umher, besah sich alle Zimmer und speicherte die Räumlichkeiten in ihrem Gedächtnis. Zuviel Input die letzten vielen Stunden, sodass Toni irgendwann lachend das Mädchen schnappte, auf seine Schultern lupfte und zurück ins Auto trug. Da es mittlerweile schon recht spät war und Zookie ihr Gähnen nicht mehr unterdrücken konnte, entschieden Oona und Toni sich, dass es besser wäre, wenn sie erst einmal schlafen würde. Morgen wäre ebenfalls wieder ein langer Tag angesagt, doch diesmal mit mehr Praxis, als Theorie.


Ein Tag vor dem Maskenball
Nach einer sehr wirren Nacht, Zookie hatte sich sehr oft von einer Seite auf die andere gewälzt und sich vorgestellt, was Jaana wohl gerade tat. Ob sie Zookie vermisste? Ob es ihr egal war? Nein, niemals egal! Dazu war die Wiedersehensfreude der beiden viel zu ehrlich gewesen.

Nach einer erfrischenden Dusche und dem Druck in sich, hier möglichst schnell fertig werden zu wollen (obwohl sie dies gar nicht beeinflussen konnte, da der Zeitraum des Endes festgelegt war), schob sie ihre blassen Beine in eine schwarze Seitentaschenhose und zog sich ein gleichfarbenes bequemes Shirt über den Kopf. Nachdem sie ihre Docs geschnürt hatte, lief sie in den Keller zu Toni, um ihm mitzuteilen, dass sie Hunger hatte, aber ansonsten soweit startklar war.

Nach einem ausgiebigen Frühstück hatten die beiden Technikfreaks alles Benötigte im Hinterhof des Gemischtwarenladens in den dunklen Van verstaut. Zookie wusste nicht recht ob sie sich freuen oder ärgern sollte. Sie war engagiert worden auf dem diesjährigen Maskenball die "Sicherheit" zu übernehmen. Nunja. Eigentlich mehr die Aufsicht, das Filmen von verräterischen Personen (was auch immer damit gemeint war), derer Auffälligkeiten sie später noch genauer aufgeklärt werden würde und die ständige Kommunikation mit Oona und Toni, die ihrerseits mit jemandem Kontakt hatten, der selbst auf dem Maskenball war und dort sogleich schnell Bescheid geben konnte, sollte irgendetwas aus dem Ruder laufen oder suspekt sein.

Vorerst kämpfte sie aber noch mit der Verarbeitung, dass sie via Videoübertragung mehrere Vampire entdecken würde. Zudem war der Weg zum entsprechenden Gebäude einfach nur elendslang. Da Toni wusste, wo sie hinmussten, hatten sie die Möglichkeit über einen extrem langen Umweg mit dem Van dorthin zu gelangen, ohne die Gondolieri in Anspruch nehmen zu müssen, was sicher auch mit der ganzen technischen Ausrüstung etwas seltsam gewirkt hätte. "Und ich bin wirklich sicher versteckt da vor den ganzen ... Vampiren?" - Toni lachte, nickte wild und bog dann in eine enge Seitenstraße ab, in welcher der Boden mit seinen kleinen Pflastersteinen, die mit der Zeit sehr unterschiedlich hoch aus dem Boden ragten und somit wie grobkörniges Schmirgelpapier unter den Reifen wirkten. Der Van ruckelte jeden Zentimeter und Zookie öffnete leicht ihre Lippen. Sie ließ das Vibrieren in ihren Körper übergehen und gab dabei ein langgezogenes "Aaaaaaaaaaaaaah" von sich, welches durch die Ruckelattacken immer stotternd unterbrochen wurde. Sie kicherte und wiederholte es bis der Van dann schließlich zum Stehen kam.

"Da drin soll ein Maskenball stattfinden?", fragte Zookie ungläubig, als sie zu einem Haus blickte, dass nicht sehr geräumig wirkte. Sie zog die Augenbrauen hoch, deutete dann mit dem Finger darauf und sah nachdrücklich fragend in Tonis Richtung. "Wart's nur ab.", antwortete er trocken und öffnete die beiden großen Türen hinten am Wagen. "Komm, wir sollten uns nicht zuviel Zeit lassen."
Zookie nickte und schnappte sich ein paar Geräte, die sie gut tragen konnte und lief dann hinter Toni her.

Als Zookie sich in einem großen Saal wiederfand, klappte ihre Kinnlade staunend herunter. "Wow-oh!" Toni, der dies sah grinste nur und stellte auf dem Boden ab, was er getragen hatte. Es dauerte einen Moment, bis Zookie sich wieder gefangen hatte, denn ihre Augen scannten den gesamten Raum. Schwere dunkle Samtvorhänge hingen vor den Fenstern, an der Decke waren riesige Kronleuchter angebracht und auch sonst war für viele dezente Lichtquellen an den Wänden in Form von Kerzenhaltern gesorgt. Die marmornen Säulen die hier und da im Raum standen und das Dach zu tragen schienen glänzten im sachten Licht, wie auch der Boden, die Wände und die Decke selbst. Mit einem Kopfschütteln musste Zookie sich aus ihrer Faszination zurückholen, ehe sie selbst auch das Getragene abstellte und rückwärtsgehend zurück zur Türe und somit nach draußen zum Van lief. "Ich ... äh ... hab' nichts gesagt." Toni nickte nur stumm lächelnd und brachte die nächste Ladung ins Haus.

Man konnte sehen, dass die festliche Schmückung schon die ersten Stadien durchlaufen hatte, doch der Feinschliff würde wohl nach ihrer Arbeit getan werden. Nun hieß es perfekte Stellen für winzige kleine Kameras zu finden, die auch nicht mit genauerem Hinsehen einfach entdeckt werden durften. Die dunklen Vorhänge eigneten sich beispielsweise ziemlich perfekt für ein paar von ihnen. Zudem war es wichtig, dass in jede Ecke des Raumes gesehen werden konnte, sodass hier wirklich nichts unentdeckt bleiben würde.

Es dauerte ein paar Stunden, bis sie soweit waren und wirklich alles so arrangiert hatten, bis beide zufrieden waren. Zookie hatte die höheren Lagen übernommen und war für Toni auf die Leiter gestiegen. Toni hatte Höhenangst, sodass er diesbezüglich ohne Zookie ziemlich aufgeschmissen gewesen wäre.

"So. Prima. Das wäre geschafft, Kleine! Ich hätte nicht gewusst, was ich ..." - Zookie fiel ihm frechgrinsend ins Wort - "... ohne Dich getan hätte. Jajajaaa! Ich weiß, ich bin halt toll." Sie streckte ihm zum Nachdruck die Zunge heraus und Toni machte einen ruckartigen großen Schritt auf Zookie zu, als wolle er sie packen und schütteln, doch die Kleine war darauf gefasst gewesen, sprang quietschend zur Seite und lief Richtung der großen Treppe, die am Ende des Saals breit nach oben führte. Sie blickte nach oben, konnte aber nicht wirklich etwas entdecken. "Da müssen wir jetzt hoch, hm?", sie blickte fragend über ihre Schulter und sah das Nicken von Toni, der sich erneut Geräte schnappte und ebenfalls zur Treppe kam.

"Dann mal los, richten wir Dein kleines Reich oben ein.", grinsend ging er an ihr vorbei und stieg die Stufen hinauf. "Kleines Reich." "Kleines Reich, ich geb' Dir gleich kleines Reich - ich will zu Jaana!", rief sie ihm hinterher, doch Toni reagierte nicht darauf, grinste nur leise vor sich her und stellte im zweiten Stock den Monitor und ein kleines Schaltpult vor einer wand ab, die mit großen und kleineren Ahornblättern verziert worden war. Man konnte nicht im Geringsten erahnen, wo die Übergänge der Tapete waren, so gut war sie einst an diese Wand gemacht worden.

Zookie schnappte sich die große Tasche mit den Kabeln und hechtete Toni hinterher bis in den zweiten Stock. Die Etagen waren nicht weniger beeindruckend, als der große Saal unten. Dicke weinrote Läufer lagen hier in langen Bahnen auf dem Gang und hier und da gab es Türen mit schweren gusseisernen Griffen. Zu gerne hätte Zookie sich hier ein wenig umgesehen, aber das war im Moment undenkbar. Jetzt galt es erst einmal die Überwachungsanlage aufzubauen. Dazu hatte man ihr den geheimen Abschnitt im zweiten Stock anvertraut, der hinter einer doppelten Wand mit verstecktem Mechanismus versteckt war. Wie im Film ..., hatte sie gedacht, als Oona davon erzählt hatte und nun stand sie oben neben Toni. "Na? Weißt Du noch, wo und wie?"

Zookie stellte die Tasche ab, blickte die breite Wand an und rief sich den Grundriss ins Gedächtnis. Sie übertrug diesen auf die zwei Meter vor sich und ging zielstrebig auf die Mauer zu. Nach kurzem Tasten und erstauntem Augenbrauenhochziehen fühlte sie, dass eines der Ahornblätter nicht unbeweglich war. Kurzerhand drückte sie darauf und ging leicht erschrocken einen Schritt zurück, als die Wand sich mit einem Knurren in Bewegung setzte. "Wow.", kam es ihr nur über die Lippen, als sie Toni anblinzelte. "Nicht schlecht. Bitte, nach Dir!", sagte sie dann, als sie ganz sicher nicht in diese Dunkelheit vorangehen würde.

Das Blatt war so perfekt als Schalter getarnt, dass man es von den anderen nicht zu unterscheiden vermochte. Toni hatte gleich hinter der Wand einen Lichtschalter betätigt, der Zookie erleichtert aufatmen ließ. Unmittelbar nach dem Durchgang befand sich eine weitere Türe, die sie auch sogleich passierten. Ein geräumiges Zimmer machte sich vor den beiden breit, ein großer Tisch an der einen Seite, ein bequemer Stuhl davor. Die Wände mit schlichter Raufaser behangen, eine alte, aber doch bequemaussehende Couch. Die einzigen beiden Lichtquellen hier waren zwei kleine Lampen links und rechts an der Wand. "Gut, das hier ist also für morgen Nacht Dein Arbeitsplatz. Lass uns schnell das Zeug hier anschließen und dann was essen. Eine große Mütze Schlaf wird uns beiden ebenfalls gut tun."

"Doch, gefällt mir. Sehr geheimnisvoll und zu geil, dass ich alles sehen werde und die Gäste unten keinen blassen Schimmer davon haben, höhö. Naja, bis auf so ein paar einzelne."
Es dauerte noch zwei weitere Stunden, bis sie alle Kabel ordentlich verlegt hatten und die Kameras, sowie die Headset-Verbindung zu Oona getestet hatten. Die vielen Monitore waren teilweise auf dem Tisch, teilweise auch eine Reihe über den anderen an der Wand befestigt worden. Die Konsolen für Licht, Kameraeinstellung und -Richtung fanden vor den Monitoren Platz und auch alles andere war sehr leicht zu erreichen.

"Wir werden Dich morgen schon sehr früh herbringen, da Dich natürlich niemand sehen soll. Nimm' Dir also was zu essen mit und auch was um Zeit totzuschlagen." Zookie seufzte. "Jawohl."


Tag des Maskenballs
Die letzte Nacht vor dem Maskenball war sehr viel entspannender. Kein Wunder nach der ganzen Bewegung und Konzentration gestern. Ausgeruht machte Zookie sich fertig, hatte sich eine kleine Spielkonsole, sowie ein Buch ihres Lieblingsautors eingepackt. Zu essen gab es erst mal ein kräftiges Paket von McDonalds, wie auch Kekse und andere Kleinigkeiten. Zwei geliebte Flaschen Sprite gab es außerdem. Toni brachte sie am Vormittag wieder zum Haus, besprach noch einmal alle Details mit ihr und dann machte er sich auf den Rückweg. Was genau er und Oona noch nebenher zu tun hatten, wusste Zookie nicht. Sie zog sich wieder in den oberen Raum zurück, machte es sich bequem und schaltete schon mal alle Geräte ein. Es lief, wie am Vortag, alles bestens. Jetzt konnte sie damit beginnen, die Zeit totzuschlagen.

Zuerst vergriff sie sich am Buch, danach spielte sie eine Runde und dann war es auch bald schon Abend. Sie genehmigte sich noch ein paar Kekse und einen großen Schluck Sprite und dann hörte sie auch bald schon Oona durchs Headset, wie sie ihren Namen sagte. Zookie stand schnell auf, setzte sich an den Tisch und antwortete. In den nächsten ein bis zwei Stunden wurde wohl mit den ersten Gästen gerechnet. Langsam wurde Zookie nervös. Ob die ersten Gäste Vampire waren? Sie versuchte sich zu entspannen, legte die Füße auf den Tisch und lehnte sich im Chefsessel weit zurück. Die übriggebliebenen Pommes, die schon lange kalt waren, nach und nach in den Mund schiebend, beobachtete sie die Monitore. Wenn das mal kein klassisches Bild war.

Für den ersten Moment dachte Zookie, dass sie spinnen würde und sie beugte sich nach vorne, ganz nah an den Monitor, der soeben noch an einer Stelle des Saales ein Flimmern gezeigt hatte. Doch nein, da - auf dem anderen Monitor - eine andere Stelle im Saal, schon wieder dieses unheimliche Etwas. Zookies Körper überzog eine Gänsehaut und ein "Uaaaah", drang aus ihrer Kehle, als sie sich schüttelte und zur Ruhe anhielt. Sie erinnerte sich an Mackanzies Spiegelbild, dass doch gewisse Ähnlichkeit mit diesem Ding hatte, doch konnte man Mac wenigstens noch annähernd in irgendeiner Art wiedererkennen. Das, was da unten umherlief sah aus wie ein schimmernder Wüstenhighway in brennender Sonne, bei dem man in der Ferne dachte, der Boden wäre feucht.

Zookie kontaktierte Oona, nur um sich zu vergewissern, dass sie nicht durchdrehte, sondern da unten ein Vampir und nicht etwa ein Geist sein Unwesen trieb. Kurz blickte sie Richtung Tür, als sie auf Oonas Antwort wartete. War sie hier oben wirklich sicher? Sie schluckte, als auch schon das Headset rauschte und Oona ihr mitteilte, dass der Stadtherr schon vor Ort sei. "Ach ... stimmt ja, der Stadtherr ... mhm."
Die 17-jährige konnte noch immer nicht glauben, dass dieser Cogta Vusin ein Vampir war und nicht seit ewigen Zeiten tot, wie man es eigentlich dachte. Obwohl, ein bisschen tot war er ja dennoch. Irgendwie ein beunruhigender Gedanke, doch musste sie sich immer wieder vor Augen halten, dass sie heute genau für ihn arbeitete und wie Oona sagte, eine ganz schöne Stange Geld auf sie wartete. Geld. Das, was Zookie nach eigener Meinung doch schon zur Genüge hatte.

Sie schaltete ihren Mp3-Player mit an die Anlage, an die auch das Headset angeschlossen war und drehte die Musik auf. Sollte Oona oder Toni etwas sagen, so würde die Musik unterbrochen. So wie in einem Auto, in dem das Radio lief und für Kurznachrichten umgeschaltet wurde. Der Saal füllte sich so langsam mit Personen, die nicht nur als Flackern wahrzunehmen waren. Bedienstete richteten noch die letzten Kleinigkeiten her und das Buffet wurde aufgetragen. Zookie staunte nicht schlecht und hatte nicht übel Lust sich kurz einmal runterzustehlen und sich das ein oder andere zu stibitzen.

18.05.2008 17:32 Zookie ist offline eMail an Zookie senden Homepage von Zookie Nehmen Sie Zookie in Ihre Freundesliste auf Zum Anfang der Seite springen

Cogta Vusin
Vampir-NPC




Dabei seit: 30.10.2005
Beiträge: 97



Berufung:
gute Gesinnung
Beruf: Stadtgründer

Alter:
40-45 (unbekannt) Jahre
Vampir: schon immer

Kodex:
neutral
Char: Charakterbogen
Speziell: Fähigkeiten

Augen:
graublau, graugrün, wechselnd
Haare: schwarz, silbergraue Strähnen, lang
Größe: 182 cm
4.: Alt-Vampir (mehrere Fähigkeiten)

Kleidung:
bei Nikima: elegant gestreifte, beige-grüne Weste mit Taschenuhr, schwarzer Hose, schwarzer Umhang, Stab
bei Hilda: rotkarierte, schottische Hausjacke zu schwarzer, schlichter Anzughose

Aktuell:
gedanklich hin und wieder woanders und ein bisschen übermüdet, was man ihm aber nicht zwingend anmerkt, wenn man ihn nicht kennt

Organisation:
seine eigene
Pseudonym: so viele, das sie kaum zu zählen sind

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aBraXaS

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Trifft auf: Dante, NPC Rebecca, zuvor NPC Philipp

Cogta war aufgeregt - seit 70 Jahren jedes Mal das gleiche, er war aufgeregt, freute sich, war euphorisch wie ein kleines Kind an Weihnachten und seit Tagen schmunzelte er. Seine Angestellten, die den Saal dekoriert hatten und die Bedienungen, die jetzt bereit standen, um die ersten Gäste zu empfangen, runzelten schon die Stirn. Einige von ihnen arbeiteten seit fünf, manche seit zehn Jahren für ihn.

Andere erst seit dreien oder erst dieses Jahr. Sie alle waren hübsch, er hatte nur die hübschesten Menschen ausgewählt, nur wenige Vampire waren unter ihnen, einige arbeiteten auch im Elysium an der Bar im offenen, wie auch im geschlossenen Bereich und einige von ihnen wussten über Vampire Bescheid, andere nicht. Er fragte stets, ob bei ihnen alles zum besten stand, achtete darauf, dass sie alles bekamen, was sie brauchten, denn er war der Ansicht, nur, wenn es den Angestellten gut ging, konnte sie auch die Gäste gut und zuvorkommend bewirten.

Nach weiteren zehn Minuten, in denen er herumgegeistert war und sich vergewissert hatte, dass es allen gut ging, und er von seinem Hauswirtschafter zu hören bekommen hatte, dass er das Personal nicht aufwühlen solle, entschloss er sich, weiterhin schmunzelnd, auf seinen alten Freund vor dem Gebäude zu warten. Sicherlich würde ihm die frische Abendluft etwas gut tun.

Es war einfach immer wieder ein Heidenspaß. Kopfschüttelnd hatte der Hauswirtschafter ihm nachgesehen, sich dann aber wissend grinsend abgewandt, um bei einer angestellten Dame den Kragen zu richten und bei einem der Kellner, der ein Tablett mit Häppchen vorbeitrug, die Dekoration richtig zu setzen, wenngleich es sich hier nur um Millimeter handelte, die er sie drehte. Eigentlich war alles perfekt, aber es war nun einmal so, dass man glaubte, etwas vergessen zu haben und dann selbst vor Aufregung platzte und hoffte, dass alles gut verlief, doch je aufgeregter sein Herr wurde, desto ruhiger schien er selbst zu sein. Vor allem war jedes Jahr alles gut verlaufen, warum sollte es dieses Mal anders sein?

Kaum war Vusin aus der Tür getreten sah er Dante mit Rebecca auch schon auf sie zulaufen und lief ihnen freudestrahlend und mit offenen Armen entgegen. "Cogta Vusin, alter Haudegen", Dante lächelte ihm entgegen, "Dante mit dem unaussprechlichen Nachnamen, mein Freund ... und Rebecca, schön, dass auch Du meiner Einladung gefolgt bist, sooft schon, wie jedes Jahr und mit jedem Jahr habe ich das Gefühl, Du siehst schöner aus als jemals zu vor", seinem Freund hatte er freundschaftlich die Hand auf die Schulter gelegt, bevor er sich tief vor der rothaarigen Vampiress verbeugte, ihre Hand nahm und einen Kuss auf ihrem Handrücken andeutete. Schelmisch grinsend richtete er sich wieder auf.

"Solch einer Frau kann man nur Komplimente machen," er sah kurz zu Dante und dann wieder in Rebeccas warmen Blick, "Dein Kleid ist ein Traum," sagte Vusin dann und quittierte den Seitenhieb, den sie Dante gab, mit einem Grinsen, bevor er noch einmal sichtbar das Kleid Rebeccas bewunderte, welches sich dunkel von ihrem andersfarbig roten Haar abzeichnete und in feiner Harmonie ihren Teint hervorhob. Ihre Sommersprossen machten ihm Freude, sie wirkten so vergnügt, wie er sich fühlte, doch unterdrückte er es, eine kleine neckische Spitze zu werfen, was er generell aber nicht ganz lassen konnte.

"Oh Becky, meine Teuerste, gewährst Du mir heute einen Tanz, irgendwann an diesem Abend?" Und er wusste zu gut, dass sie ihn ab jetzt hinhalten würde, denn sie hasste diese Abkürzung ihres Namens, er konnte es allerdings nicht lassen, sie damit etwas aufzuziehen. Sie kannten sie sich alle schon so lange, dass er die Jahre schon gar nicht mehr zu zählen vermochte. Sie war einfach eine bezaubernde Frau, und er mochte sie gern. Sie war klug und fleißig, sie stand auf der richtigen Seiten und war immer bereit, sich für das Gute zu engagieren, auch wenn fremde Leute sie vielleicht als etwas unterkühlt einstuften - sie war es mitnichten, zumindest nicht dann, wenn man sie etwas besser kennerlernte.

Cogta hatte sich in einen Frack gezwungen, aus dessen schwarzen Kragen etwas weißes lugte, seine Schuhe waren schwarz, doch er hatte es sich nicht nehmen lassen, die weißen Überzieher darüber zu stülpen, wie sie heute auch die Stepptänzer bevorzugten und welche vor einigen Jahrzehnten einmal "in" gewesen waren.

Er würde das Phantom der Oper darstellen, wenn er seine ebenso weiße halbseitige Maske aufsetzte, doch augenblicks war diese noch in der Innentasche seines Jacketts und er ahnte, dass Dante es ihm gleich getan hatte, wenngleich er nicht hoffte, dass er dieselbe Idee gehabt hatte, wie er. Es war schon einmal vor etlichen Jahren so gewesen, sie hatten einen sehr lustigen Abend gehabt und dennoch wäre es grotesk, wenn es wieder passierte. Die langjährigen Gäste würden glauben, ihnen fiele nichts Neues mehr ein. Wieder schmunzelte der große, schlanke Vampir.

"Nun denn, vielleicht wäre es gut, wenn wir uns noch kurz besprechen. In kaum einer halben Stunden sollten die ersten Gäste eintrudeln, und ich glaube, ich habe Philipp schon etwas gereizt, in dem ich mit meiner ständigen Fürsorge seine Pläne durcheinander gebracht habe," amüsiert lachte Cogta Vusin auf, als er über das Davonscheuchen sprach, das Philipp, der Hauswirtschafter für alle öffentliche Empfänge, mit ihm veranstaltet hatte.

"Allerdings habe ich noch etwas vor. Oona hat heute nicht Toni geschickt, weil das beste Pferd in ihrem Stall nun endlich die Erkenntnis bekam, ihr versteht. Es ist ein junges Ding, wie sie mir sagte, und sie hat schon mehrmals unwissend gute Aufträge für mich erledigt, sodass ich mich von ihrem Können wahrlich überzeugen konnte," er nickte anerkennend, bevor er fortfuhr, "... sie übernimmt für heute die große Aufgabe, das Fest unter ihren Fittichen zu überwachen, und ich habe mich noch nicht vorgestellt," wieder schlich sich etwas Schelmisches in seinen Blick, "Ich habe Oona gebeten, ihr nicht zu sagen, wie sie mich rufen kann, wenn sie jemanden vor Ort benötigt, weil ich dies selbst tun wollte. Natürlich möchte ich auch, dass es ihr gut geht und sie bekommt, was sie braucht. Ich glaube, sie kann uns noch von wichtigem und gutem Nutzen sein in ihrer Loyalität." Er nickte nachdrücklich, bevor er an beide gerichtet weitersprach.

"Wenn Du erlaubst, Rebecca, würde ich Dante kurz entführen und ihn mit mir nehmen. Philipp wird sich um Deine Belange kümmern. Ich glaube, wenn wir zu dritt die Stufen hinauf steigen, dann wird sie noch verunsicherter werden," fragend schaute er die beiden an und hoffte, dass er die Unverfrorenheit besitzen durfte, Rebeccas Begleitung einen Moment zu entführen. Grundsätzlich hätte er dies nie getan, doch Rebecca kannte ihn mittlerweile und er hoffte, sie war nachsichtig mit ihm, wie sie es immer mit ihm war, wenn er ihre neckischen Scherze mit ihr trieb. Niemals war einer von ihnen spitzfindig gewesen und das wusste sie auch, auch wenn sie sehr wohl gespielt böse sein konnte, wenn er es übertrieb.

18.05.2008 20:22 Cogta Vusin ist offline eMail an Cogta Vusin senden Homepage von Cogta Vusin Nehmen Sie Cogta Vusin in Ihre Freundesliste auf Zum Anfang der Seite springen

Rillianoir Rillianoir ist weiblich
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Teilnehmer am Grafikcontest I - Stadtkarte Venedic

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Fast wie Urlaub...

Der große Platz wurde immer leerer. Was sollte Rillianoir nun unternehmen? Sie ging zu ihrem Van und stieg hinein, sie sollte sich vielleicht weiter auf die Suche nach ihrer Schwester machen. „Nocturn was meinst du, wohin sollten wir fahren“? Rillianoir startete den Wagen und fuhr los. Die Straßen waren mittlerweile nur mäßig befahren. Wo wurde sie wohl Lilith auffinden können?

Sie fuhr auf eine Kreuzung zu und der Wagen gab merkwürdige Geräusche von sich, es klang wie ein Hilferuf und plötzlich blieb der Wagen stehen. „Was ist jetzt schon wieder“? Sie schaute auf die Anzeige hinab und sah, dass die Benzinanzeige auf leer stand. “Nocturn, hättest du mir nicht vorher sagen können, dass ich tanken gehen muss“? Nocturn sprang beleidigt von Rillianoir Schultern und verkroch sich in den hinteren Teil des Wagens.

Rillianoir stieg hinaus. Hinter ihr sammelten sich schon die Autos und die Fahrer fingen hupten wie wild. „Was soll denn der Scheiß, geh runter von der Straße“. schrie ein Mann aus dem Wagen, der direkt hinter ihr stand. Rillianoir drehte sich zu ihm. „Typisch Frau erst wollen sie die Gleichberechtigung und dann können sie nicht einmal Auto fahren“. Rillianoir wurde langsam wütend. Dann schrie schon ein anderer Mann „Warum fährst du nicht weiter“? Rillianoir glühte vor Wut. „Ich fahre nicht weiter weil ich die Stadt mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten wollte“. Sie fuhren langsam um sie herum und schrien ihr etliche Beleidigungen hinterher.

Rillianoir hatte versucht sich zu beruhigen. Sie dachte nach, was sollte sie jetzt tun? Da fiel ihr ein Satz ein, der jetzt absolut passend war. „Wer sein Auto liebt der schiebt“. Sie Krämpelte ihre Ärmel hoch, sie tat dies nicht, weil sie Angst hatte schmutzig zu werden, sondern, weil sie es cool fand, wenn es irgend jemand im Fernsehen tat. Sie stellte sich nach hinten und fing an zu schieben. Dies sah schon sehr albern aus, weil der Van ziemlich groß war und sie im Verhältnis sehr klein. Doch auch sie merkte das Gewicht nach einiger Zeit. Die Menschen in den Autos, die an ihr vorbeifuhren, sahen sie erstaunt an, wahrscheinlich weil sie nicht glauben konnten, das sie so eine Kraft hatte.

Sie sah nun endlich eine Tankstelle und schob den Wagen darauf zu. Als sie ankam, kam schon ein junger Bursche rausgerannt, um ihr zu helfen, doch er bewegte ihn keinen Zentimeter. Der Junge fing an rot anzulaufen, dann färbte sich sein Gesicht blau und zuletzt hatte er einen Grünstich. „Vielleicht sollte ich weiterschieben“. Sagte ihm Rillianoir. Als sie ihm an die Zapfsäule stellte, kam der Junge auf sie zu und fragte, ob sie ihren neuen Service ausprobieren wolle, sie stimmte dem zu und ging in die Tankstelle hinein. Der Junge schaute ihr immer noch hechelnd hinterher.

Sie ging zu dem Tankwart und fragte ihn, ob heute irgendetwas in der Stadt los sei. Er drückte ihr eine Zeitschrift in die Hand, oben stand in großer Schrift „Venedic Post“ sie las sich alles durch und entdeckte eine Anzeige. „Ein Maskenball, kann ich mir noch irgendwo ein Kostüm kaufen“? Der Kassierer meinte das ein Laden zwei Straßen weiter sei. „Ihr Gehilfe ist noch mit meinem Wagen zugange, ich komme gleich wieder wenn er fertig ist um zu bezahlen“. Der Mann nickte nur und sie verließ die Tankstelle. Rillianoir folgte der Anweisung des Tankwarts und fand einen Kostümverleih, der ein Plakat auf der Scheibe hängen hatte. „Heute haben wir rund um die Uhr geöffnet“.

Sie betrat das Geschäft und fragte die ältere Dame mit hoch gesteckten grauen Haar, wegen eines Kostüms. Sie sah Rillianoir von oben bis unten an „Ja, Herzchen wir finden bestimmt etwas was dir zusagt“. sie strahte sie an und verschwand zwischen den vollgepackten Regalen die bis zur Decke gingen. Nach kurzer Zeit tauchte die Frau mit einem Auswahl von bunten Kleidern auf. Die Rillianoir nacheinander anprobierte. „Herzchen das ist es“. Rillianoir schaute sich das grüne Kleid mit schwarzer Spitze am oberen Teil an, sie war ein wenig verunsichert weil sie noch nie ein Kleid angezogen hatte. Im Spiegel betrachtet sah es ein wenig gewöhnungsbedürftig aus.

„Sind sie sich sicher“? Die Frau lächelte Rillianoir erneut zu. „Ich weiß was dich verunsichert, setze dich auf den Hocker“. Rillianoir tat was von ihr verlangt wurde. Die Frau holte einen alten gammligen Koffer aus der hintersten Ecke des Ladens und fing an an ihren Haaren herun zu fummeln. Die Frau zog und zehrte an ihren Haaren herum. Sprühte hier ein wenig, dort einwenig. Rillianoir hatte das Gefühl die Frau würde ihr die Kopfhaut abreißen, doch sie blieb tapfer.

Nach einiger Zeit „So Herzchen schau mal mit dem Krönchen ist es perfekt“.Rillianoir schaute sich im Spiegel an und fasste sich ins Gesicht um sicher zu gehen ob das Spiegelbild auch wirklich sie war. Sie fing an zu Grinsen.



„Siehste geht doch“. Rillianoir bezahlte und ging wieder zur Tankstelle. Dort bezahle sie den Service und folgte den Anweisungen zur dunklen Gasse in der nähe der Gondeln. Ihr Auto war startklar, Nocturn war auch nicht mehr sauer auf sie. Er war eher ein wenig verwundert und neugierig auf ihren neuen Aufzug. Das musste er sich genauer anschauen, darum kletterte er direkt unter das Kleid.

„Nach den Angaben von dem Herren, kann diese Gasse nicht weit entfernt sein". Nach kurzem suchen fand sie eine Gasse, die auf die Beschreibung passte. Sie Parkte den Wagen und holte ihren Elektroschocker „Wer weiß was in so einer Gasse alles lauern könnte“. Sie stieg aus dem Wagen und sah schon einige verkleidete Menschen durch die Gasse gehen. Sie folgte ihnen und bemerkte ein Gefühl das sie auch bei ihren Eltern verspürte. „Können das auch Vampire sein“?

Sie kamen nun an den Gondeln an, wo ein Gondoliere sie lächelt hinein bat. Sie fuhren nach kurzer Zeit los. Rillianoir erster Gedanke war hoffentlich würde ihr nicht übel werden. Sie schaute sich um und war fasziniert von dem Farbspiel der Lichter die von den Straßen rundherum ausgingen. Plötzlich sah sie die Pracht einer Villa, sie war überwältigt von diesem Anblick.

Sie stieg aus den Gondeln und blieb vor dem Eingang stehen, um sich alles genau anzuschauen.

Dieser Beitrag wurde schon 5 mal editiert, zum letzten mal von Rillianoir am 19.05.2008 18:42.

18.05.2008 23:16 Rillianoir ist offline eMail an Rillianoir senden Nehmen Sie Rillianoir in Ihre Freundesliste auf Zum Anfang der Seite springen

Dante Scirea Dante Scirea ist männlich
Vampir




Dabei seit: 20.04.2008
Beiträge: 146



Berufung:
Empath & Diplomat
Beruf: Clubinhaber

Alter:
Ende 30/Anfang 40 (1000+)
Vampir: Unbekannt (1000+)

Kodex:
neutral
Char: Charakterblatt
Wissen: Charakterwissen
Speziell: Fähigkeiten

Augen:
Graugrün
Haare: Dunkelbraun, grau melierte Schläfen
Größe: 1,87 Meter

1.:
Kraft des Entzückens
2.: Heilung
3.: Vorahnung
4.: Alt-Vampir (mehrere Fähigkeiten)

Kleidung:
Schwarze Anzughose und Weste mit weißem, weitärmeligen Hemd; hüftlanger, dunkler und altmodischer Gehrock; schwarze Herrenschuhe; Zylinder

Schöpfer:
(Geborener Vampir)

Gespielt von:
Lazarus

Medals:


Unglaublicher Moderator - Vielen Dank fuer 2 Jahre Beistand, Teamgeist und Engagement

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Trifft auf: Vusin, NPC Rebecca


Cogta Vusin und er selbst hatten eine ähnliche Abendgarderobe gewählt. Wie auch er selbst, ließ der Stadtherr sich einen schicken Frack zu Leibe stehen, nur eben mit einem weißen, sichtbaren Hemdkragen und ebenso hellen Steppstulpen über den Schuhen, die dermaßen sorgsam poliert worden waren, dass sich die Sterne über ihnen darin als nur minimal verschwommene Lichtreflexe spiegelten.

Auch das lange, dunkle Haar mit deutlichem Alterseinschlag trugen die beiden Freunde nahezu gleich, mit einem simplen Bändchen zu einem Pferdeschwanz gebunden. Nur, dass man das bei Dante wegen seines Zylinders auf den ersten Blick und von vorne nicht sofort sah. Auch Vusin trug noch keine Maske und Dante vermutete, dass er sie ebenso wie er selbst unter seinem Frack verbarg. Noch.

Die Begrüßung Vusins fiel charmant aus, wie eh und je - zumindest was Rebecca anbelangte. Zwischen ihm und Dante herrschte eine anderes, noch etwas zwangloseres Miteinander, auch wenn er die Begleitung des Italieners kurz mit deren verhassten Kosenamen - Becky - triezte, sie aber gleichwohl auch schon einmal vorweg um einen Tanz im Laufe des Abends bat.

"Wir werden sehen, was der Abend bringt. Ich weiß nicht, ob mein Begleiter es uns gestattet.", schmunzelte die Rothaarige und setzte dann eine gespielt devote Unschuldsmiene auf, sah zu Dante empor, der in das zuvorige Lächeln einstieg und zusprach: "Aber gewiss, meine Lieben. Ich werde schon irgendwo ein Opfer finden, das mit mir das rostige Tanzbein wird schwingen müssen."

"Nun denn, vielleicht wäre es gut, wenn wir uns noch kurz besprechen. In kaum einer halben Stunden sollten die ersten Gäste eintrudeln, und ich glaube, ich habe Philipp schon etwas gereizt, in dem ich mit meiner ständigen Fürsorge seine Pläne durcheinander gebracht habe." Vusin lachte kehlig auf.

Dante schmunzelte schief und mahnte: "Mein lieber Freund, lass den guten Mann doch ein Mal seine Arbeit verrichten, ohne dass Du dazwischenfunkst." Weiterhin erklärte der Stadtgründer, dass dieses Jahr jemand anders für die Überwachung des Maskenballs verantwortlich war, als die letzten Male. Eine junge Dame, scheinbar. Eine, in deren Fähigkeiten Vusin großes Vertrauen hatte und die ihnen mit ihrem Wissen und ihrer Loyalität noch von großem Nutzen sein könnte.

Scirea nickte verstehend, nachdem Vusin das selbe getan hatte - nur eben mit mehr Nachdruck. "Wenn Du erlaubst, Rebecca, würde ich Dante kurz entführen und ihn mit mir nehmen. Philipp wird sich um Deine Belange kümmern. Ich glaube, wenn wir zu dritt die Stufen hinauf steigen, dann wird sie noch verunsicherter werden."
"Natürlich. Ich werde sehen, ob ich Philipp noch ein wenig zur Hand gehen kann", zwinkerte die Frau Cogta Vusin zu, nachdem dieser Dante und sie selbst mit fragendem Blick besehen hatte.

"Nun denn, alter Freund", setzte Dante an. "Du zeigst den Weg, ich folge." Kurz wandte er sich noch einmal an Rebecca, zog ihre Maske unter seinem Frack hervor und reichte sie ihr. Gerade als sie danach greifen wollte zog er sie noch einmal zurück und spreizte tadelnd den Finger vom erhobenen Gehstock ab: "Wage es ja nicht, einem anderen den ersten Tanz zu gönnen!"

Er lächelte dabei liebevoll, seinen Worten jedwede Drohung stehlend, reichte ihr ein zweites Mal ihre typisch venezianische Flügelmaske aus steifer Spitze und Rebecca setzte diese sofort auf, wobei sie das Lächeln sanft erwiderte. Der goldfarbene Stoff, welcher nur Nasenrücken und Augenpartie, sowie mit seinen Flügeln die Schläfen verbarg, war mit aufwendigen Mustern bestickt und lieferte in seiner edlen Farbe den perfekten Akzent zu dem Rot ihrer Haare und des wallenden Ballkleides, verschmolz mit dem crémigen Bernsteinton ihrer großen Mandelaugen, einen Hauch von Magie versprühend.

"Ich fühle mich gerade ins sechzehnte Jahrhundert und in meine Heimat zurückversetzt", sprach Dante ungewohnt leise und andächtig, als er Rebecca mit ihrem sachten Lächeln auf den Lippen und dem atemberaubenden Kleid betrachtete. "Vielleicht überlege ich es mir doch noch, ob ich Dich heute Abend mit diesem alten Zausel" - sein Gehstock deutete auf Cogta Vusin - "teilen möchte, mein Täubchen..."
"Du hast Dir soeben den ersten Tanz verdient", lächelte sie dünkelhaft.

Dante verneigte sich tief vor ihr, nahm dabei ihre Hand und hauchte ihr einen galanten Kuss auf die dezent schimmernde Seide, genau so, wie Vusin es bei ihrer Begrüßung getan hatte. "Also los", er räusperte sich und wandte sich wieder seinem alten Freund zu. "Lass uns Deiner... Sicherheitsexpertin einen Besuch abstatten."

__________________

"Als die Sterne die Speere senkten und mit Tränen den Himmel tränkten
Freute er da des Werkes sich? Schuf er, der das Lamm schuf, Dich?"


~ Aus Der Tiger von William Blake ~

19.05.2008 18:19 Dante Scirea ist offline eMail an Dante Scirea senden Nehmen Sie Dante Scirea in Ihre Freundesliste auf Zum Anfang der Seite springen

Cogta Vusin
Vampir-NPC




Dabei seit: 30.10.2005
Beiträge: 97



Berufung:
gute Gesinnung
Beruf: Stadtgründer

Alter:
40-45 (unbekannt) Jahre
Vampir: schon immer

Kodex:
neutral
Char: Charakterbogen
Speziell: Fähigkeiten

Augen:
graublau, graugrün, wechselnd
Haare: schwarz, silbergraue Strähnen, lang
Größe: 182 cm
4.: Alt-Vampir (mehrere Fähigkeiten)

Kleidung:
bei Nikima: elegant gestreifte, beige-grüne Weste mit Taschenuhr, schwarzer Hose, schwarzer Umhang, Stab
bei Hilda: rotkarierte, schottische Hausjacke zu schwarzer, schlichter Anzughose

Aktuell:
gedanklich hin und wieder woanders und ein bisschen übermüdet, was man ihm aber nicht zwingend anmerkt, wenn man ihn nicht kennt

Organisation:
seine eigene
Pseudonym: so viele, das sie kaum zu zählen sind

Gespielt von:
aBraXaS

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Trifft auf: Dante, kurzzeitige "Verabschiedung" von: NPC Rebecca & NPC Philipp

Sogleich konterte Rebecca kokett zurück und spielte charmant die Willenlose, woraufhin Dante ihnen einen Tanz genehmigte. Vusin schmunzelte und deutete eine Verneigung an, als Dante auch schon bezüglich Philipp antwortete. "Du kennst mich einfach zu gut, alter Freund," sagte er darauf hin nur. Er konnte einfach nicht aus seiner Haut - und er wollte es auch gar nicht.

Rebecca wollte Philipp nun sogleich auch zur Hand gehen und Vusin konnte sich ein Kopfschütteln nicht verwehren. "Na, na, na, Du bist hier Gast, nicht Angestellte," und ein kleines Seitenhiebflunkern war in Richtung Dante zu sehen, während dieser die hübsche gespielt tadelnd ermahnte, niemand anderem außer sich selbst den ersten Tanz zu schenken.

Als er ihr ihre Maske gab, wenngleich mit einer neckischen Verzögerung, setzte Rebecca diese sogleich auf, und Cogta wusste, was Dante meinte, als er sagte, er fühle sich ins 16. Jahrhundert zurückversetzt. Sie war der Inbegriff einer sündhaften Schönheit, die man auf die Entfernung betrachten wollte - zumindest er. Sie wirkte so unnahbar schön, dass er sich nicht getraut hätte, das Traumbild dieser Frau zu berühren, um es nicht wie eine Seifenblase zerplatzen zu lassen. Sie neckten sich wie Altverliebte, auch wenn Vusin es besser wusste, er musste auch darüber schmunzeln. Seine Laune würde ihm heute niemand verderben können, wie er in diesem Moment dachte, auch eine Giulia nicht, da war er sich sicher.

"Ich danke Dir vielmals, Rebecca, sagte er dann noch bezüglich ihrer Bereitwilligkeit, ihm ihren Begleiter auszuleihen, als Dante sich vor ihr tief verbeugte, Vusin den nicht vorhandenen Hut hob und sie sich in Bewegung setzen. Für einen Moment noch in die gleiche Richtung, doch gleich nach der Türe verschwand Rebecca nach rechts in den Saal, nicht ohne dass Vusin ihr noch einmal zuzwinkerte, als Philipp fast schon abwehrend glaubte, sein Herr würde zurück in den Saal kehren und ihn weiterhin bei seiner Arbeit stören.

"Dann wollen wir doch mal sehen, wen wir hier oben vorfinden," sagte er fast schon murmelnd grinsend, trat gleich nach den Treppen im zweiten Stock in einen Raum, der mit einer alten Ahornblättertapete bestückt war. Zielstrebig drückte er eines der Blätter, das sich überhaupt nicht von den anderen abhob, jedoch einen Mechanismus in Gang setzte und sie zu einem kleinen Vorraum führte, der noch eine weitere geschlossene Tür versteckt gehalten hatte.

Zwei Schritte weiter drückte er sacht die Türklinke und das schwere Holz nach innen auf. Leicht knarrte das alte Holz, das Scharnier quietschte und man hätte glauben können, dass das Mädchen, welches Oona Zookie genannt hatte, sie hätte hören können, doch Vusin sah sehr schnell, dass ihr Bein zum Takt einer Musik aus ihrem Headset tribbelte, welche er ebenso hören konnte. Es war nicht ganz sein Geschmack, eigentlich so überhaupt nicht, doch er musste sich die Ohren damit ja nicht verderben. Die jungen Leute hatten einfach andere Vorlieben und er respektierte diese ebenso, wie Ansichten sehr alter Vampire, die seine Positionsstufe teilten, von der er generell sowieso nicht wirklich etwas hielt.

Das Mädchen, blonde lange Haare und ein schwarzes Cappy auf diesen, strahlte eine wahrliche Jugend aus. Sie konnte nicht älter als 18 Jahre alt sein. "Bewundernswert, so schnell so hoch aufzusteigen," dachte er bei sich. Die junge Frau hatte sie noch immer nicht gehört, als Vusin noch einen Schritt näher in den Raum trat, der voller Monitore stand. Er räusperte sich, doch auch hierauf bekam er keine Reaktion. Er roch leckere Erdnüsse, auch wenn er nicht wusste, wie diese schmeckten, so mochte er den Geruch und hätte zu gerne einmal eine probiert.

Da sie sie weiterhin nicht bemerkte, trat er noch einen Schritt auf sie zu und legte vorsichtig seine Hand auf ihre mit schwarzem Shirt bedeckte Schulter, bereitete derweil schon ein Lächeln vor, damit sie gleich sehen konnte, dass er ihr nichts Böses wollte, und zog sogleich galant seine Hand auch wieder zurück, damit er aufrecht stehen konnte, wie es sich für einen Mann der alten Schule gehörte, wenn er schon die Grenze einer jungen Dame überschreiten musste, um auf sich aufmerksam zu machen. Er hatte die Hände nun vor seinem Schoss gefaltet sah stolz und freundlich aus, zumindest glaube er selbst, dass er freundlich wirkte. Das freundliche Aussehen eines gegenwärtigen Menschen war nicht ganz so adlig wirkend. Er selbst glaubte sich jugendlich darzustellen, wie er es immer glaubte in seinem alten Denken, das jedoch immer versucht war, modern zu sein.

20.05.2008 00:13 Cogta Vusin ist offline eMail an Cogta Vusin senden Homepage von Cogta Vusin Nehmen Sie Cogta Vusin in Ihre Freundesliste auf Zum Anfang der Seite springen

Joakim
Gast


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Fortsetzung von: Der krönende Abschluss einer Stadterkundungstour

Nach längerem Suchen und einigen Flüchen, die er leise ausstieß und die wohl der Dame im Informationscenter galten, fand der Vampir dennoch das gewünschte Geschäft, welches ihm hoffentlich zusagen würde, und in dem er ein interessantes Kostüm finden würde. In seinem Geiste hatten sich schon ein paar Bilder eingenistet, die ihn in einem eleganten Anzug zeigten der jedoch sehr an das alte Venedig und dessen Kleidung erinnerte. Vielleicht smaragdgrüner Brokatstoff der bei dem richtigen Lichteinfall schön schimmern würde, oder tiefroter Samt.

Voller Erwartungen betrat der Schwede das Geschäft, wobei er ein leises Klingeln auslöste, dass den Verkäuferin oder den Verkäufer darauf hinweisen würde, dass ein Kunde den Laden betreten hatte. Er fühlte sich wie ein kleines Kind, dass soeben auf das erste Karnevalsfest eingeladen wurde und nun das schönste Kostüm suchte, dass zu haben war. Bei diesem albernen Gedanken hätte er beinahe losgelacht doch dies wäre der Verkäuferin wohl ein wenig seltsam vorgekommen. Die Madame fragte nun nach den Wünschen des Blutsaugers, der ihr sein Anliegen vortrug. Ein wissendes Lächeln legte sich auf die Lippen der Verkäuferin und sie führte ihn nun in einen der Hinterräume des Geschäftes.

Vor den Augen des Schweden taten sich große offene Schränke auf, die gefüllt waren mit den interessantesten Anzügen und Kleidern, die dem venezianisch und barocken Stil entsprachen. Also genau das was er gesucht hatte. Ohne weiters auf die Madame zu achten, durchsuchten die bleichen Hände jeden Schrank, auf der Suche nach den passenden Utensilien, die diesen Abend nahezu perfekt machen würden. Nach längerer Suche, in der die Verkäuferin es nicht wagte den Fremden zu unterbrechen, da ein eigenartiges Funkeln in dessen hellen Augen lag, fand der Schwede nun einen schwarzen Gehrock aus schwarzem Brokatstoff, sowie ein dazupassendes schwarzes Hemd, welches die damals üblichen Rüschen aufwies.

Die Hose die er sich dazu aussuchte war aus schwarzem Samt und ließ das Outfit umso edler wirken. Nun brauchte er nur noch die passenden Accesoirs. Gedacht hatte er an einen schwarzen Zylinder und möglicherweise einen Gehstock, wobei er diesen vielleicht auch aus dem Konzept streichen würde. Es würde wohl ein wenig zu unpraktisch werden. Nun wendete sich der Vampir der Verkäuferin zu die ihm bis jetzt nur stumm zugesehen hatte. Ihr Blick verriet ihm so einiges denn es schien als wäre ihr, seine unbändige Begeisterung ein wenig unheimlich. Der Schwede setzte nun ein charmantes Lächeln auf und fragte die Lady ob sie nicht vielleicht auch Zylinder hätte und eventuell eine Maske die zu diesem Outfit, welches er sich soeben zusammengesucht hätte passen würde. “Achja…Schuhe wären auch nicht schlecht!” Die hätte er beinahe vergessen.

Endlich hatte er alles was er brauchte und zu seiner eigenen Freude fand der Ball schon heute Abend statt sodass er nicht einmal lange warten musste bis er die Gewandstücke an sich selber im Spiegel sehen konnte. Mit einem Taxi fuhr der junge Mann in das Hotel, wo er sich duschte, die langen Haare wusch und föhnte. Schließlich zog er beinah schon feierlich die venezianischen Gewänder an und umrahmte die Augen mit dunklem Kajalstift, der ihm einen verruchten Look brachte. Zufrieden verließ er das Hotel, verfolgt von dem seltsamen Blick dieses verfluchten Rezeptionisten, dem offensichtlich auch dieser Schuppen gehörte. Gedanklich notierte er sich, dass er am nächsten Tag unbedingt nach einer Wohnung suchen musste. Er hatte in dem letzten Jahr genug Geld angehäuft um sich ein kleines Apartment leisten zu können.

Vorsichtig stieg der junge Vampir nun in eine der vielen Gondeln, die sich an den Kanälen gesammelt hatten, um die Gäste des Maskenballs zu empfangen und zu dem Veranstaltungsort zu bringen. “Hoffentlich kentert dieses Ding nicht und mein Kostüm wird nass!” schoss es dem Blutsauger durch den Kopf, doch die Angst war unbegründet, denn der Gondolier brachte ihn, ohne sichtliche Probleme, an seinen Bestimmungsort. Dieser stellte sich als eine schöne Villa heraus, die auf den ersten Blick nicht unbedingt riesig wirkte, um einen großen Maskenball zu beherbergen. Doch der junge Vampir wusste, dass der erste, äußere Eindruck meiste täuscht, vor allem wenn man bei einem Vampir geladen war.

Mit langsamen, eleganten Schritten die einem Raubtier glichen, näherte er sich dem Eingangstor und verharrte einen Augenblick. Er war nicht der einzige, der zu dem Tor strebte, denn mehr und mehr Menschen schienen der Einladung gefolgt zu sein, auch wenn es nicht so viele waren, wie er es sich vorgestellt hatte. Dies war umso besser, denn allzu viele Menschen, waren nicht nach seinem Geschmack. Apropos Geschmack: Er hoffte, dass der Stadtherr auch warmen Lebenssaft ausschenkte, denn das eine Glas im “Six Feet Under” hatte zwar kurzfristig seinen Durst gestillt, doch war nicht ausreichend gewesen.

Dieser Beitrag wurde schon 4 mal editiert, zum letzten mal von Joakim am 22.05.2008 13:15.

20.05.2008 00:35 Zum Anfang der Seite springen

Zookie Zookie ist weiblich
Mensch




Dabei seit: 13.09.2004
Beiträge: 530



Berufung:
wissend
Beruf: Hackerin

Alter:
17 Jahre

Kodex:
---
Char: Charakterbogen
Wissen: Charakterwissen

Augen:
tiefgrün
Haare: dunkelblond, lang
Größe: 166cm

Kleidung:
Schwarz: Seitentaschenhose, weites Shirt, Docs, Cappy

Organisation:
Oona

Gespielt von:
Milana

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5 Jahre Noctivagus - dabei seit 2004 - Treuedank

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Trifft auf: Dante, Vusin

Zookie hatte es sich wieder bequem gemacht, nachdem sie sich die Erdnüsse aus ihrer Tasche geholt und ihren Laptop angeschlossen hatte. Der handliche Taschencomputer bot noch ein wenig mehr Auswahl an Musik, als ihr Mp3-Player. Mittlerweile war im Saal unten schon munteres Treiben angesagt. Die Bediensteten schienen alles wichtige an Dekoration endlich zufriedenstellend hergerichtet zu haben und vereinzelte Gäste blickten sich hier und da um, erforschten den Raum und grüßten den ein oder anderen, egal ob bekannt oder fremd. Elegante Knickse von den Herren, verspielt schüchternes Lächeln und Kopfsenken von den Damen.

Ab und zu fixierte die 17-jährige einen Monitor und die Augen darauf, die schienen, als würden sie geradewegs in die Kamera schauen. Seltsames Phänomen, wie sie immer wieder feststellen musste, denn die kleinen Übertragungsgeräte waren definitiv nicht zu entdecken und dennoch sah es hin und wieder mal so aus, als hätte es jemand gesehen und würde nun genau darauf starren. Jedes Mal, wenn die Blicke dann wieder abgewendet und sich um ein neues Glas Champagner gekümmert wurde, schüttelte Zookie grinsend den Kopf. Sie versuchte bei einigen vermeintlichen Menschen darauf zu achten, ob sie sich ein Getränk zur Zierde nahmen, um anderen vorzugaukeln, dass sie ebenfalls tranken. Ausschließlich bei einer Person hatte sie ein Glas entdeckt, welches er schon seit geschlagenen fünf Minuten herumtrug und noch nicht einmal daran getrunken hatte. Aber war das wirklich schon eindeutig? Wohl kaum.

Der Blondschopf entdeckte einen jungen Mann, der sie unterdrückt prusten ließ. Er trug ein rosafarbenes Gefiederkostüm, was Zookie sofort an Bibo aus der Sesamstraße erinnerte. Ein beige-gelber Schnabel war mit einem dünnen Gummiband über Mund und Nase gespannt und in seinem Haar trug er einen Federkopfputz mit so langen pinkleuchtenden Federn, die in einem unmöglichen Winkel abstanden, wie sie noch nie welche gesehen hatte. Zookie wollte überhaupt nicht wissen, was für ein Vogel eigentlich an diesen flauschigaussehenden Federn hing, denn unecht sahen sie bei weitem nicht aus. Sie zoomte ein wenig an ihn heran und musste feststellen, dass der Schnabel doch weiter geöffnet war, als man zuerst vermutete und das wirkte nicht nur dümmlich, sondern lud geradewegs dazu ein, etwas hineinzuwerfen. "Ich würd's sowas von tun.", kicherte sie, als sie mit Tränen in den Augen, vom unterdrückten Lachen, wieder wegzoomte und versuchte sich auf etwas anderes zu konzentrieren.

"Uah-ah-ah-ah!", drönte es aus dem Headset, als der Mp3-Player Disturbed - Down With The Sickness anspielte. "Uhya.", dachte die Junge, als ihre Füße im Takt zur Musik mitwippten und sie sich eine weitere Erdnuss in den Mund steckte. Plötzlich spürte sie einen sachten Druck auf ihrer Schulter.
Zookie sog erschrocken und geräuschvoll die Luft tief in ihre Lungen, samt Nuss, riss die Beine vom Tisch, sprang auf, ruckte herum und stieß dabei den Chefsessel zurück. Der Stuhl rollte in die Zimmerecke, die Sitzfläche drehte sich noch einmal im Kreis, dann stand er still stand. Zookie stand mit dem Rücken zum Tisch, krallte sich mit den Händen hinter sich an der Tischkante fest und starrte geradewegs in ein Augenpaar, dass mit dem Lächeln auf seinen Lippen strahlte. Das Mädchen hatte im Schock die Luft angehalten und erst, als sie auch in die Augen der zweiten Person blickte, die ebenso für den Moment nichts bedrohliches ausstrahlten, wagte sie einen Atemzug. Das war allerdings ein Fehler, denn die Erdnuss hatte sich ungeschickt in ihrer Lunge verfangen, was sie mitten in einen krampfhaften Hustenanfall trieb. Sie hielt die linke Hand abwehrend in Richtung der Zwei, als wollte sie vorbeugen, dass man sie anfasste und der Husten beugte ihren Oberkörper nach vorne. Sie drehte sich seitlich etwas weg und hielt die andere Hand vor den Mund.

Es dauerte nur einen Augenblick lang, da hatte sie ihre Lunge freigehustet. Die Anstrengung hatte ihr die Tränen in die Augen getrieben. Sie versuchte sich zu beruhigen, straffte ihren Körper, gab dem letzten Hustenreiz nach und spürte, wie die Panik, die sie gefühlt hatte, als etwas ihre Schulter berührte von ihr abfiel und sie erleichtert ihren Kopf etwas hängen ließ, doch die Restanspannung puschte sie sogleich wieder hoch. "Heilige Scheiße!!", presste sie hervor und zog das Cappy, wie sie es gerne tat etwas tiefer in ihre Stirn. Dann sah sie von einem zum anderen. Unmengen von Fragen formten sich in ihrem Kopf, doch keine wollte sich recht greifen lassen. Zentral wichtig jedoch waren eindeutig: Wer waren die beiden und was wollten sie von ihr und warum in der Welt wussten sie, wie man hier hochkam?

Eine Frage jedoch konnte sie sich recht schnell beantworten, als sie den größeren der beiden anblickte und sich in ihrem Kopf Zeitungsartikel mit Bildern in den Vordergrund drängten. "Oh mein Gott. Cogta Vusin.", ihre Augen weiteten sich wiedererkennend etwas und Schamesröte trat ihr auf die Wangen. "Wie alt ist der?! - Haha! - und Du fluchst wie ein ungehobeltes Monster.", ein regelrechtes Hin und Her brach in ihr aus. "Ja, selbst Schuld, wenn der auch so unverschämt daher kommt." - "Erklär das mal Oona, sie wird Dir den Kopf abreißen. Oder Toni, weil sie es nicht schafft."
Sie ging blitzschnell die wüstesten Gedanken durch. Wie hatte sie hier gesessen, als die beiden reinkamen? Hatte sie etwas getan, dass danach aussah, als würde sie ihre Arbeit nicht gut machen? Sie waren doch nur zur Kontrolle hier oben? Wieso war Cogta Vusin nicht alleine und wer verflucht war nun der andere?

Das Mädchen blickte den anderen Herren an, bemerkte nicht, wie sie ihn kurz von oben bis unten musterte. Sie ähnelten sich beide und doch hatte Zookie keinen blassen Schimmer, wieso die beiden hier waren und vor allem, was sie von ihr wollten. "Der Kerl will mich doch nicht nach getaner Arbeit an den anderen da "verschenken"? Nein, da hat Oona doch sicher noch mitzusprechen ... oder nicht? Himmel!" - In der Aufregung dachte sie nicht eine Sekunde lang an die Fähigkeiten der Vampire und daran, dass Mackanzie ihr versucht hatte beizubringen, wie sie ihre Gedanken verbarg.

Unsicher durch ihr Verhalten und ihre wirren Gedanken, räusperte sie sich und kicherte ungehalten verlegen. "Te-he. Äh - hi."

20.05.2008 15:20 Zookie ist offline eMail an Zookie senden Homepage von Zookie Nehmen Sie Zookie in Ihre Freundesliste auf Zum Anfang der Seite springen

Rillianoir Rillianoir ist weiblich
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Teilnehmer am Grafikcontest I - Stadtkarte Venedic

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Als die ersten Gäste in die Villa gingen folgte ihnen Rillianoir. Mit einem Knicks betrat sie den Haupteingang, von innen sah alles ein wenig anders aus als es der äußere Schein herab. Sie hörte wie sich zwei Frauen unterhielten, das Thema waren ihre unbequemen Schuhe. Rillianoir hatte ein wenig Schadenfreude und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, denn sie trug unter dem langen Kleid ihre Sportschuhe. "Sie sind zwar nicht die schönsten, aber sehen konnte man sie ja sowieso nicht". Dachte sich Rillianoir.

Nach kurzem Weg war sie in einer großen Halle. Einige geladene Gäste unterhielten sich über unwichtige Dinge, es war ein gemischter Haufen von Mensch und Vampir. Rillianoir Gedanken kreisten anscheinend war es möglich das Mensch und Vampir zusammenleben. Sie strahlte, denn dadurch kam die Hoffnung ihre Schwester würde zu Vernunft kommen.

Sie sah ein riesiges Buffet und ging direkt darauf zu, vielleicht hat Nocturn ja Hunger. Sie nahm einen Teller und packte einige Lebensmittel daraus. Sie ging in eine unbeobachteten Ecke. Sie rief leise zu Nocturn er möge aus dem Kleid schlüpfen, doch solle er das langsam tun, damit es nicht auffällt. Sie hielt ihn das Essen entgegen und er bediente sich. Er schien ziemlichen Hunger zu haben so wie er schlang.

Während Nocturn aß beobachte sie das bunte Treiben. „Ob man hier nie alleine ist, seit unserer Ankunft sind wir in Gesellschaft, hier ist es doch anders als in Europa“. Rillianoir fragte sich wann der Gastgeber sich zeigen würde.

Nachdem sich Nocturn satt gegessen hatte, schlüpfte er wieder in ihr Kleid und sie trat wieder zu den anderen. Sie trat auf die Leute zu und versuchte ein Gespräch zu beginnen. Was nicht ganz einfach war denn viele kannten sich bereits und waren vertieft in eigene Gespräche. Sie sah einen Mann der sehr schön und elegant war, sie ging auf ihm zu. Er war ein Vampire, sie konnte es fühlen. Doch als sie einige Meter vor ihm stand drehte sie eine Kurve und ging auf die Sitzplätze zu. Sie setzte sich hin, denn sie war völlig verunsichert, wie sollte sie mit einem Vampir sprechen, kannte sie doch keine außer ihre Eltern.

Sie legte ihre Ellbogen auf den Tisch der vor ihr stand und vergrub den Kopf in ihren Händen. Wie sollte sie bloß ihre Schwester finden, ist sie Freund oder Feind. Wie sind Vampire? Wie sollte sie mit ihnen Reden? Ihre Eltern erzählten ihr mal das sie oft andere Denkweisen haben als Menschen.

Warum muss alles so kompliziert sein dachte sie sich. „Warum habe ich ihn nicht angesprochen, warum? Warum? Warum? Was hätte er getan mir den Kopf abgebissen? Wahrscheinlich nicht“.
Sie nahm eine Serviette und begann sie in kleine Streifen zu reißen, immer und immer wieder.

20.05.2008 21:07 Rillianoir ist offline eMail an Rillianoir senden Nehmen Sie Rillianoir in Ihre Freundesliste auf Zum Anfang der Seite springen

Dante Scirea Dante Scirea ist männlich
Vampir




Dabei seit: 20.04.2008
Beiträge: 146



Berufung:
Empath & Diplomat
Beruf: Clubinhaber

Alter:
Ende 30/Anfang 40 (1000+)
Vampir: Unbekannt (1000+)

Kodex:
neutral
Char: Charakterblatt
Wissen: Charakterwissen
Speziell: Fähigkeiten

Augen:
Graugrün
Haare: Dunkelbraun, grau melierte Schläfen
Größe: 1,87 Meter

1.:
Kraft des Entzückens
2.: Heilung
3.: Vorahnung
4.: Alt-Vampir (mehrere Fähigkeiten)

Kleidung:
Schwarze Anzughose und Weste mit weißem, weitärmeligen Hemd; hüftlanger, dunkler und altmodischer Gehrock; schwarze Herrenschuhe; Zylinder

Schöpfer:
(Geborener Vampir)

Gespielt von:
Lazarus

Medals:


Unglaublicher Moderator - Vielen Dank fuer 2 Jahre Beistand, Teamgeist und Engagement

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Trifft auf: Cogta Vusin & Zookie Valentine

Als Vusin und Dante die alte Villa betraten, stockte letzterem nahezu der Atem. "Wie gelingt es Dir nur Jahr für Jahr, Dich selbst zu übertrumpfen, alter Freund?" Was von außen nicht sonderlich viel hergemacht hatte, raubte einem nahezu die Sinne, war man erst einmal im Innern angekommen.

Antike Säulen trugen die hohe, gewölbte Decke, prunkvolle Kronleuchter hingen von den Gewölben herab und schimmernde Kandelaber waren an den filigran vertäfelten Wänden angebracht. Sie tauchten die düsterschönen Gefilde, abgedunkelt durch die schweren, dunklen Samtvorhänge, in ein warmes, altertümlich wirkendes Orangerot.

Dante folgte seinem Jahrhunderte alten Gefährten die gewendelten Stufen hinauf zum höheren Stockwerk, das sich hoch über dem Saal abhob, antike Säulengeländer prägten die hüfthohen Halbbalköne. Wegbewusst trat Vusin in ein Zimmer ein, drückte einen verborgenen Schalter, eingelassen in die alte Tapete und öffnete einen geheimen Gang.

Gemeinsam durchschritten sie diesen und fanden die junge Dame, welche der Stadtgründer angesprochen hatte. Sie war höchst beschäftigt, bemerkte weder ihre Anwesenheit, noch nahm sie Vusins höfliches Räuspern wahr, sodass dieser die Frau tatsächlich an der Schulter berühren musste, um auf sich aufmerksam zu machen.

Ein Unding! Das wusste Scirea ebenso, wie sein alter Freund; "Aber früher hatte man ja auch zumindest den Anstand, nicht so laut Musik zu hören, dass man sein Umfeld so ganz und gar nicht mehr wahrnimmt!" Natürlich hätte er ebenso auf sich aufmerksam machen müssen, wie Vusin es getan hatte.

Allerdings erschrak das junge Ding mehr noch, als Scirea es sich hätte ausmalen können; Wie ein Wirbelwind riss das Mädchen die Beine vom Tisch, fegte beim Aufspringen ihren Stuhl zur Seite und verhakte sich nahezu raubvogelartig an der Tischkante hinter ihr, als sie in die Gesichter der beiden Altehrwürdigen sah.

Nur, dass ein Raubvogel nicht ganz so verdutzt ausgesehen hätte. Und er wäre auch keinem Hustenanfall erlegen, wie das junge Ding es sogleich tat. Konnten Vögel überhaupt husten? Dante wusste es nicht, fand die Frage in diesem Zeitpunkt aber auch einfach lächerlich, musste allerdings trotzdem schmunzeln, bei der Vorstellung eines hustenden Habicht.

Nein, die junge Frau vor ihnen hatte in der Tat herzlich wenig mit einem Raubvogel gemein. Sie hätte sogar sehr professionell und auf technischer Ebene vertrauenserweckend wirken können, mit ihrem schwarzen, unauffälligen Outfit, der Baseballkappe auf dem Kopf, doch dieses Gehuste und Gefuchtel, ihr ja nicht zu helfen wirkte nicht sonderlich professionell, fand Dante.

"Heilige Scheiße!", entfuhr es der Überwachungsexpertin, ehe sie sich die Kappe tiefer in das hübsche Gesicht zog und ihre großen grünen Augen Vusin und Dante aus den Schatten heraus musterten. "Na, na, na, mein Kind. Das geziemt sich aber nicht, so daherzureden", schmunzelte Dante vergnügt, ohne jeglichen Tadel in der Stimmlage, wobei sich seine Augen zu sympathischen Sichelmonden verformten, denen man die harmlose Belustigung durchaus abnehmen mochte.

Ein wahrer Gedankenstrom prasselte plötzlich und so deutlich auf sein geistiges Auge nieder, dass Scirea zunächst beinahe glaubte, die junge Frau spreche ihn direkt an. Ihm war klar, dass Vusin das alles ebenso "hören" würde, darum unterließ er es tunlichst, auf irgendetwas einzugehen, was ihr durch das schnell schaltende Köpfchen fuhr.

"Te-he. Äh - hi", machte das Kind - sie war natürlich kein Kind mehr, aber selbst Rebecca nannte der Venezianer in Gedanken oft noch "Kind" - etwas ungeschickt. "Einen wunderschönen guten Abend wünsche ich", lächelte Scirea amüsiert weiter, deutete eine leichte Verbeugung an und hob dabei seinen Chapeau Claque an. "Mein Name ist Dante Scirea. Ich bin ein alter Freund Vusins. Fühle Dich bitte von meiner Anwesenheit nicht gestört."

__________________

"Als die Sterne die Speere senkten und mit Tränen den Himmel tränkten
Freute er da des Werkes sich? Schuf er, der das Lamm schuf, Dich?"


~ Aus Der Tiger von William Blake ~

21.05.2008 03:13 Dante Scirea ist offline eMail an Dante Scirea senden Nehmen Sie Dante Scirea in Ihre Freundesliste auf Zum Anfang der Seite springen

Cogta Vusin
Vampir-NPC




Dabei seit: 30.10.2005
Beiträge: 97



Berufung:
gute Gesinnung
Beruf: Stadtgründer

Alter:
40-45 (unbekannt) Jahre
Vampir: schon immer

Kodex:
neutral
Char: Charakterbogen
Speziell: Fähigkeiten

Augen:
graublau, graugrün, wechselnd
Haare: schwarz, silbergraue Strähnen, lang
Größe: 182 cm
4.: Alt-Vampir (mehrere Fähigkeiten)

Kleidung:
bei Nikima: elegant gestreifte, beige-grüne Weste mit Taschenuhr, schwarzer Hose, schwarzer Umhang, Stab
bei Hilda: rotkarierte, schottische Hausjacke zu schwarzer, schlichter Anzughose

Aktuell:
gedanklich hin und wieder woanders und ein bisschen übermüdet, was man ihm aber nicht zwingend anmerkt, wenn man ihn nicht kennt

Organisation:
seine eigene
Pseudonym: so viele, das sie kaum zu zählen sind

Gespielt von:
aBraXaS

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Trifft auf: Dante & Zookie


"Wie gelingt es Dir nur Jahr für Jahr, Dich selbst zu übertrumpfen, alter Freund?", sie waren gerade noch die Treppen hinaufgestiegen, als Dante ihn dies fragte. Vusin lächelte daraufhin nur vielsagend, da sie dann auch schon angekommen waren. "Es ist einfach eine Sache der Erinnerung, will ich mal sagen. Ich liebe unsere alten Zeiten, als wir gemeinsam in Venedic die Maskenbälle besuchten und diese Zeiten inspirieren mein Innerstes, ich freue mich, dass es Dir ebenso gut gefällt, doch muss ich zugeben, dass ich nur in Auftrag gebe und Bühnenbildner meine Vorstellungen umsetzen."

++++

Vusin hatte damit gerechnet, dass sie erschrak, aber dass sie so sehr erschrak, dass sie herumwirbelte und nahezu vom Stuhl fiel, dieser dann, nach ihrem Aufspringen, in die nächste Ecke rollte, bis er an der Wand anstieß und sie sich dann auch an der Tischkante festhalten musste, bis sie wieder Luftholen konnte, was allerdings zu einem mittelschweren Hustenanfall wurde, damit hatte er nicht gerechnet. Selbst etwas überrascht hob er die Augenbrauen, sein Lächeln gefror und er wäre ihr zu Hilfe geeilt, wenn sie nicht mit wedelnden Bewegungen bedeutet hatte, dass es gleich wieder ginge und sie nicht wollte, dass ihr jemand zu Hilfe kam.

Er nach diesen ersten Schrecksekunden, kam sein Lächeln wieder auf seine Lippen zurück, langsam legte sich ihr Husten und Vusin schwieg, bis sie selbst wieder reden konnte. Seine helfende Hand hatte sich wieder in seine andere vor seinem Schoß eingefunden und es wirkte fast, als gebe es nichts Besonderes, sondern, als würde er nur darauf warten, eine Antwort zu bekommen, auch wenn er noch gar nichts hatte sagen können.

Tränen der Anstrengung traten dann in ihre grünen Augen, als sie sie endlich ansah, und anstatt einer Begrüßung fluchte, wie es in dieser Neuzeit nicht unüblich war, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Cogtas Mimik bekam einen leicht amüsierten Touch, als auch klar war, dass es ihr wirklich wieder besser ging. Vor allem auch deshalb, weil Dante es sich nicht verwehren konnte, sie zurechtzuweisen, doch er hörte sein eigenes Schmunzeln in Dantes Worte und es war kein Tadel in seiner Stimme festzustellen. Ganz so, wie er ihn auch kannte. Er brauchte sich nicht einmal zu ihm drehen, um zu wissen, wie sein Gesicht nun belustigte Züge annahm.

Ihre nachfolgenden Gedanken kamen so schnell, dass die Zeit, in der nichts gesagt wurde, angenehm überbrückt war, ohne ein betretenes Schweigen auszulösen. Sie erkannte ihn sofort, ermahnte sich selbst, dann ihn ... Cogtas Schmunzeln wurde breiter, vor allem dann, als er mitbekam, dass sie einberechnete, er würde sie nach getaner Arbeit seinem Freund geben und hier gerade eine Fleischbeschau veranstalten. Dann kam ein doch gekichertes "Hi" über ihre Lippen, begleitet von Unsicherheit und einigen Geräuschen, die diese unterstrichen.

"Guten Abend, Miss Zookie," sagte Vusin nur ihren Vornamen wissend und deutete mit dem Kopf eine leichte Verbeugung an. Dante grüßte sie ebenso und stellte sich sogleich auch vor, in dem er seinen Zylinder anhob und ebenso eine leichte Verbeugung andeutete, jedoch mit dem gänzlichen Oberkörper. "Und unschwer zu erkennen, Cogta Vusin, angenehm," eigentlich hätte er sich wirklich nicht mehr vorstellen müssen, doch es gehörte einfach dazu.

"Gerne wollten wir sehen, ob es Euch gut geht, Miss Zookie, ob Ihr einen Wunsch habt und natürlich eine kurze Vorstellung wollte ich mir nicht nehmen lassen. Es sind nur wenige Augenblicke, die wir hier verweilen können, denn die Gäste benötigen einer Begrüßung, nicht, dass sie im nächsten Jahr nicht wieder kehren, weil der Gastgeber nicht den nötigen Anstand zeigte," er grinste das junge Ding an und war sichtlich von ihr angetan. Sie gefiel ihm, sie hatte etwas Eigenes und einen Sturkopf, es war nur all zu deutlich, auch wenn es diese Situation nicht zeigte, "Und solltet Ihr weiterhin etwas benötigen, wenn nicht gleich, dann findet Ihr einen feuerroten und einen dunkelblauen Knopf unterhalb der Tischkante. Ich habe mir Mühe mit der Auswahl der Farben gegeben, und dunkelblau für Wünsche aller Art genommen und das Feuerrot für die Dringlichkeitsstufe des roten Telefons des Präsidenten ausgewählt." Er machte nur eine unbedeutend kurze, aber wohl gewählte Pause, bevor er weitersprach.

"Wobei ich glaube, dass ein Wunsch von Hunger oder Durst sicherlich auch ins Unermessliche steigen kann, so dass ich verstehen könnte, wenn Euch der Drang danach ist, den roten, anstatt dem blauen zu drücken, um mich zu rufen. Dennoch bedenkt bitte, dass ich nicht weiß, dass es Euer Hunger ist, der so sehr drängt und ich Euch in Not glauben werde, so wäre ich dankbar, trotz allem den blauen Knopf zu drücken, wenn keine Gefahr besteht, so dass ich meine Unterhaltung sittsam unterbrechen und mich unauffällig entschuldigen lassen kann."

Vusin war ein Meister der Worte, entweder sprach er nur wenig und gezielt oder aber, wenn er Gefallen an seinem Gegenüber gefunden hatte, ausschweifend und scherzend, obgleich nicht sicher war, ob seine Scherze in heutiger Zeit auch wirklich als solche aufgefasst wurden - beziehungsweise war der Erzähler dieser Geschichte sich dessen nicht bewusst, denn Vusin selbst war überzeugt davon, überaus witzig zu sein.

Nebenbei überlegte er, ob er das Mädchen darauf hinweisen sollte, dass es noch lernen musste, seine Gedanken unter Kontrolle zu behalten. Allerdings war er sicher, dass Oona für ihre Unterweisung sorgte, dennoch schien das Mädchen ihm auch bei einer eindeutigen Einweisung in diese Sicherheiten ihrerselbst noch nicht wirklich darauf bedacht zu sein und nur nach Lust und Laune dem zu erliegen.

Dass sie ihre Einweisung bekommen haben musste, war ihm zugetragen worden und natürlich verlangte er keine Perfektion, nicht nach so wenigen Tagen, vor allem war es nicht seine Angelegenheit, und dennoch, sollte er noch einem Gedanken von ihr Gewahr werden, würde er sie mit der Nase darauf stoßen, denn so amüsierend es im Augenblick für die beiden Vampire war, so gefährlich war es für das Mädchen, wenn ein anderer ihr gegenüberstand.

21.05.2008 14:36 Cogta Vusin ist offline eMail an Cogta Vusin senden Homepage von Cogta Vusin Nehmen Sie Cogta Vusin in Ihre Freundesliste auf Zum Anfang der Seite springen

Lazarus Lazarus ist männlich
Vampir




Dabei seit: 18.03.2007
Beiträge: 890



Berufung:
Vampir der alten Schule
Beruf: Sein Erbe reicht aus

Alter:
Mitte 20 (170) Jahre
Vampir: 170 Jahre

Kodex:
treu
Char: Charakterbogen
Wissen: Charakterwissen
Speziell: Fähigkeiten

Augen:
Eisblau
Haare: Schwarz/lang
Größe: 192 cm

1.:
Schattenmantel
2.: Auraunterdrückung
3.: Gedankenlesen
4.: Vergessen

Kleidung:
Komplett in schwarz: Jeanshosen; 14-Loch-Shelly's-Lederstiefel; eng anliegendes Longsleeve mit breitem V-Ausschnitt; ellenlange Stulpen mit silbernen Schnallen

Aktuell:
Deutlicher, englischer Akzent.

Schöpfer:
(Geborener Vampir)

Organisation:
Cogta Vusin & Dante Scirea

Medals:


Unglaublicher Moderator - Vielen Dank fuer 2 Jahre Beistand, Teamgeist und Engagement

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Trifft auf: Kitty (NPC/Lazarus' Begleitung - Outfit hier beschrieben [Abschnitte 5-9]) & Rillianoir Liberator
Fortsetzung von: Drei Monate später...



Es hatte etwas von der "Eroberung des Paradieses", wie Lazarus am Bug der Gondel stand, als diese anlegte, sein rechtes Bein auf der niederen Reling abgestellt, die linke seinen Hut haltend, der durch einen scharfen Windzug beinahe von seinem Haupt gerissen wurde. Festen Schrittes stieg er aus, trat ans Ufer und reichte seiner bildschönen Begleiterin zuvorkommend die Hand, der es mit dem langen Kleid und den hohen Stöckelschuhen sichtlich schwerer fiel, das schmale Wassergefährt zu verlassen.

Der verkleidete Engländer bezahlte den Gondoliere für die Überfahrt und trat dann mit abschätzendem Blick auf die große Villa zu, in welcher der Maskenball statt finden musste. "Ich hatte pompöseres erwartet...", gab er etwas missmutig zu. "Ach, jetzt sei doch nicht so ein Schwarzmaler", verzog Kitty ihr hübsches Gesicht und fuhr dann mit einem Zwinkern fort: "Bestimmt zählt bei diesem alten Gemäuer die innere Schönheit mehr, als die äußere."

Und die Weißblonde sollte Recht behalten: Kaum war man in die alte Villa eingetreten, traf einen so viel Pracht und Prunk, dass es auf den ersten Blick deutlich an Reizüberflutung grenzte. Die Decke war viel höher, als es von außen den Anschein gehabt hatte, war gewölbt und wundervolle Kronleuchter hingen von ihr herab und war getragen von hohen, starken Marmorsäulen, die eine dichte, tiefe Kannelierung aufwiesen.

Ihre Kapitelle waren mit aufwendigen Rollwerkmustern verziert. Boden und Wände waren wunderbar kunstvoll getäfelt, seitlich waren schwere Kerzenhalter befestigt, den Festsaal in eine heimisch romantische Atmosphäre malend. "Na, siehst Du?", schmunzelte Kitty ihn von unten herab an, kommentierte damit seinen leicht geöffneten Mund, der sein Erstaunen unterzeichnete. "Es ist einfach großartig hier!"

"Jaah...", murmelte er nur überwältigt, ließ sein eisblaues Augenpaar noch einige Momente voller Andacht über die Innenausstattung der Villa gleiten. Ein riesiges, reich geschmücktes Buffet war an einer Flanke der Halle gedeckt, bot so ziemlich jede nur vorstellbare Köstlichkeit für jeden Geschmack. Nur für den speziellen Vampirgeschmack entdeckte er auf Anhieb nichts. Aber das wäre vom Gastgeber auch mehr als nur unvorsichtig gewesen.

Eine Handvoll Gäste hatte sich bereits versammelt, zwei Damen unterhielten sich angeregt neben dem Eingang, während eine weitere etwas einsam wirkend auf einer Bank nahe des Buffets saß und dort eine Serviette fein säuberlich in schmale Streifen riss, wie Lazarus zu erkennen glaubte. Er runzelte etwas irritiert die Stirn - was man unter der kalkigen Vollmaske ohnehin nicht sehen konnte - ließ sein Augenmerk aber zunächst weiter über die Gewänder und verschleierten Gesichter der anderen Gäste schweifen.

Mensch und Vampir waren hier beinahe in gleichem Maße vertreten, vermutete er, nicht wissend, wie viele Gäste beider Parteien noch hinzukommen würden. Ein besonders lächerlich aussehender Gast hatte sich in ein rosafarbenes Federkostum gezwängt. Kitty war dies ebenso aufgefallen, denn sie deutete mit dem Finger auf ihn, als wolle sie ihren Begleiter auf den "Paradiesvogel" aufmerksam machen und kicherte leise: "Schau Dir den albernen Buntspecht an!"

"Was für eine Witzfigur...", grummelte er abwertend unter seiner Maske hervor, doch auch seiner dunklen Klangfarbe haftete etwas Belustigung an, auch wenn ihm die aufwendig und schön verkleideten Gäste bei weitem lieber waren. "Weißt Du, wann der Gastgeber sich die Ehre gibt?" Fragte Kitty neben ihm so leise, dass er sie durch das allgegenwärtige Gemurmel und Stimmgewirr kaum gehört hatte.

"Nein."
"Dann lass uns erst mal zu den Bänken gehen, ja? Diese verdammten High-Heels bringen mich sonst noch um!"
"Ganz wie Du magst", schmunzelte er. Sie hatte ja auch unbedingt für diesen Abend um zehn Zentimeter wachsen wollen. Falls es ihr aber zu blöd wurde, würde sie die unbequemen schwarzen Pumps einfach ausziehen und barfuß gehen. Das erkannte man unter dem bodenlangen Saum ihres schwarzen Damstkleides dann ohnehin nicht und er traute es der unkomplizierten Vampiress auch ansonsten zu.

Langsam bahnten sie sich ihren Weg durch die geladenen Gäste, deren Zahl allmählich scheinbar mit jeder Minute deutlich anschwoll. Lange durfte der Gastgeber nun wahrhaftig nicht mehr auf sich warten lassen, ohne unhöflich zu erscheinen und somit seinen guten Ruf auf die Probe zu stellen. Unweit der Frau, die noch immer an einer Serviette herumzupfte ließen sich die beiden Vampire schließlich nieder.

Sie schien in Gedanken versunken und Lazarus konnte nur mutmaßen, warum sie so abwesend war. War sie vielleicht von ihrem Begleiter versetzt worden? Hübsch anzusehen war sie in jedem Fall, in ihrem schwarzen Spitzenoberkleid über dem malachitgrünen, langen Rock, der ihre natürliche Augenfarbe betonte. "Junge Vampiress, jünger noch als Kitty", spürte er sogleich.

Vielleicht war sie trübsälig, weil sie ihre Maske vergessen hatte? Zumindest trug sie keine, wie ihm verwundert auffiel. Dafür aber ein krönchenhaftes Diadem, welches wohl ihre hochgesteckte Frisur irgendwie stabilisierte, aber mit so etwas kannte er sich natürlich nicht wirklich aus. Auch Kitty sah offenbar zu der Frau herüber und Lazarus fragte sich, ob diese sich wohl beobachtet fühlte, wo sie beide doch Masken trugen...

Gerade wollte der Brite sich weiter umsehen, da hob die Weißblonde neben ihm ihre Halbmaske mit dem hohen, schwarzen Federfächer am Stirnende an und sah der Frau in dem schwarzgrünen Ballkleid offen ins Gesicht, wobei sie mit sanfter Stimme fragte: "Hey, 'tschuldige, wenn ich Dich einfach so frech von der Seite frage, aber bist Du in Ordnung? Bist Du allein hier oder wartest Du auf jemanden?"

__________________


"Die Zeit gibt einem Schlachtfeld Poesie"
~ Graham Greene ~

21.05.2008 16:03 Lazarus ist offline eMail an Lazarus senden Nehmen Sie Lazarus in Ihre Freundesliste auf Füge Lazarus in deine Contact-Liste ein Zum Anfang der Seite springen

Zookie Zookie ist weiblich
Mensch




Dabei seit: 13.09.2004
Beiträge: 530



Berufung:
wissend
Beruf: Hackerin

Alter:
17 Jahre

Kodex:
---
Char: Charakterbogen
Wissen: Charakterwissen

Augen:
tiefgrün
Haare: dunkelblond, lang
Größe: 166cm

Kleidung:
Schwarz: Seitentaschenhose, weites Shirt, Docs, Cappy

Organisation:
Oona

Gespielt von:
Milana

Medals:


5 Jahre Noctivagus - dabei seit 2004 - Treuedank

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Trifft auf: Cogta Vusin & Dante Scirea

Das Einzige, das Zookie auf ihre ungehaltene Art erntete, war eine nicht sehr ermahnend wirkende Antwort auf ihr anfängliches Gefluche und amüsierte Gesichtszüge der beiden eleganten Vampire. Sie sahen beide nicht mehr so jung aus, wie beispielsweise Mackanzie, was Zookie abermals daran erinnerte, dass beide schon ein erstaunlich hohes Alter erreicht haben mussten.

Ihr Körperhaltung hatte sich etwas entspannt, als die beiden sich mit freundlichen und sehr gewählten Worten vorstellten und sie ganz gemäß eines Gentleman der alten Schule ihren Respekt mit einer Verbeugung abrundeten. Das Mädchen räusperte sich verlegen, als ihr nun selbst bewusst wurde, wie albern ihr Verhalten ausgesehen haben musste. Und dennoch: Zookie war nun einmal ungeahnt schreckhaft, dass ihr so manches mal wirkliche Kleinigkeiten einen Riesenschrecken versetzt hatten.

Nachdem sie in ein graugrünes Augenpaar geblickt hatte, welches sich mit dem Lächeln auf den Lippen zu einer Einheit freundlicher Worte verbündete, nickte sie ihm aufmerksam zu. Dante, wie er sich vorstellte. Dante mit dem nie zuvor gehörten Nachnamen. Zookie war sicher, sie würde sich die Zunge brechen, wenn sie versuchte diesen auszusprechen. Ein Zucken huschte über ihre Mundwinkel, als sie diesen Gedanken schnell beiseite legte und sich Cogta Vusin zuwandte, der nun das Wort ergriff.

"Guten Abend, Miss Zookie", begann er und nachdem er noch einmal bestätigt hatte, dass er war, wen sie erkannt hatte, brach ein wahrer Redeschwall auf sie herein, wie sie ihm einen solchen niemals zugetraut hätte. Kurz zog sie eine Augenbraue hoch, weil er sie altmodisch siezte, er schien also noch viel älter zu sein, als dieser Dante Sc... Scri... Sci... ach, wie Dante eben. Er hatte sie ohne weiteres geduzt. Zookie wuschelte sich unangenehm berührt durch ihren Blondschopf im Nacken. Sie wusste nicht recht, wie sie damit umgehen sollte, geschweige denn, wie sie reagieren sollte, als es ihr sehr entgegen kam, dass er immer "Miss Zookie" sagte, auch wenn sie versuchte dieses Miss dezent zu überhören, so fiel sie in einer Pause schnell mit einem schiefen Lächeln ein: "Valentine. Zookie Valentine." und ihr Mundwerk schneller, als ihre Gedanken. "Aber kannst ruhig weiter Zookie sagen." "Oops." Jetzt aufrichtig lächelnd, ihn regelrecht verzeihend anstrahlend ließ sie ihre Lippen lieber geschlossen und lauschte weiterhin seiner angenehm ruhigen Stimme, welche hier und da von einem Grinsen geschmückt wurde.

Er sprach von Wünschen und davon, dass er nur wissen wollte, ob es ihr gut ginge. Einen kurzen Moment legte Zookie abschätzend ihren Kopf schräg und musterte den alten Vampir eindringlich. "Und deswegen kommt Ihr hier hoch und erschreckt mich fast zu Tode?!", fragte sie mehr sich selbst an ihn, als sie aufhorchte. Er sprach von zwei versteckten Knöpfen unterhalb der Tischkante, was Zookie dazu brachte sich dezent etwas vorzubeugen und seitlich unter die Tischplatte zu schielen. "Hoppla! Tatsache.", dachte sie, wobei sich das restliche seltsame Gefühl in ihrer Magengegend abstellte. Hier schien vorerst wohl wirklich keine Gefahr zu lauern und wenn sie jetzt auch noch etwas mehr Selbstbewusstsein zeigte, so würde das mit Sicherheit nicht ungeschickt sein.

Es dauerte noch einige Sätze und Kommentare, von denen Zookie nicht recht einschätzen konnte, ob er einfach nur redete, weil es ihm Spaß machte und er immer viel sprach, oder ob der Verdacht, dass er versuchte vor ihr witzig zu wirken stimmte. Wie dem auch sein mochte, Zookie straffte ihre Schultern, festigte ihren Stand und grinste den alten Stadtherren fesch an. "Darf ich das gleich testen, wenn Du ... äh, Entschuldigung, wenn Sie wieder unten sind?" Vielleicht war das der Versuch ihm zu zeigen, dass sie verstanden hatte, dass der rote Knopf wirklich nur im Ausnahmezustand zu drücken sei und sie seinen unterschwelligen Witz doch verstanden hatte.

Die Musik im Headset verstummte und das funktypische rauschen trat ein. "Zookie?", vernahm sie leise Oonas Stimme und sie deutete mit dem Zeigefinger an, dass er einen Augenblick lang warten sollte und ihr Blick entschuldigte sich dafür. Ob nun Auftraggeber, alter Vampir und Stadtherr mit oder ohne Freund, die Arbeit ging vor und diese wollte gewissenhaft erledigt werden. Sie hob das Headset an ihr Ohr und drückte den Gegensprechknopf. "Bin da Oona, habe aber gerade ...", sie drehte ihren Kopf unmerklich in Richtung der beiden Herren, bevor sie weitersprach. "Besuch."
Kurze Pause. "Oh, entschuldige Kleine, ich dachte, Du wärst schon wieder alleine. Bestelle bitte einen lieben Gruß, ich melde mich später noch mal."

Zookie blickte mit hochgezogener Augenbraue auf das Headset, bevor sie es langsam wieder auf den Tisch sinken ließ. Oona wusste also davon, dass Cogta zu ihr kommen wollte. "Oooh, das wirst Du büßen!", schwor sie sich, mehr aus Erinnerung an den Schreck, als aus Ernsthaftigkeit, doch war sie der Meinung hätte Oona sie wahrlich vorwarnen können, sodass sie sich nicht so hätte zum Affen machen müssen. Außerdem hätte man sie dann in einer etwas anderen Haltung wiedergefunden. Aber das spielte nun keine Rolle mehr. Die beiden Herren schienen nicht so weltfremd zu sein, was ihre Freundlichkeit und ihre Amüsiertheit gezeigt hatte.

"Na warte.", grinste sie dann noch frech in sich hinein und es war klar, dass Zookie würde lernen müssen in ihrer kleinen und manchmal größeren Impulsivität und Unbedachtheit ihre Gedanken verbergen zu müssen. Wenn sie ruhig war, gelang ihr dies mittlerweile doch recht gut. Als sie sich wieder an die beiden Vampire wandte, zog sie abermals ein wenig am Schirm ihrer Kappe und entschuldigte sich abermals mit einem vielsagenden Blick. "Also gut, ich glaube, ich habe das alles verstanden. Der Rote Knopf für den Hunger und der blaue für den Notfall. Alles klar. Den lieben Gruß haben Sie ja sicher beide selbst mitbekommen."

Keine Regung in ihrer Mimik, kein verräterisches Zucken ihrer Mundwinkel, als sie zu ihrem Stuhl lief und ihn zurück zum Tisch schob. Erst als sie dann wieder in Cogta Vusins Richtung blicken konnte, zeichnete sich allmählich ein immer breiter werdendes Grinsen ab. "Also eine Sache gibt es da noch, bevor ich heute Abend dann doch eher den blauen Knopf drücken werde, wenn ich Hunger bekommen sollte.", sie setzte sich auf den Stuhl, legte einen Hebel am Schaltpult um und schob einen Regler nach oben, wobei auf einem der Monitore zum Buffet gezoomt wurde. "Das da,", sie sah über ihre Schulter zu Cogta auf "würde ich zu gerne probieren." Ein herzliches Lächeln untermalte ihre Bitte und sie sah ihn fragend an. Das was dort auf dem Bildschirm zu sehen war, wirkte wie ein zartes Hähnchenbrustfilet, doch war es in einer solch unwirklich grünschimmernden Marinade eingelegt, dass es wahrhaft außerirdisch auf Zookie wirkte.

21.05.2008 17:04 Zookie ist offline eMail an Zookie senden Homepage von Zookie Nehmen Sie Zookie in Ihre Freundesliste auf Zum Anfang der Seite springen

Sinister Sinister ist männlich
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Berufung:
Vampirjägerin
Beruf: Auftragsmörderin

Alter:
21 Jahre
Char: Charakterbogen
Wissen: Charakterwissen

Augen:
Graublau
Haare: Dunkelblond/Schneckenzöpfe
Größe: 1,58 Meter

Vampirjäger-Fähigkeiten:
Schleichen & Schnelligkeit
Reflexe & Reaktion
Willensstärke

Menschliche Fähigkeiten:
Sehr beweglich, fingerfertig & ausdauernd
Scharfschützin
Hacker- und Einbrecher-Kenntnisse
Ausgezeichnete Fahrerin
Schlüpft leicht in andere Rollen

Kleidung:
In Schwarz: hautenger Elasthan-Catsuit mit Frontreißverschluss; Sneakers; dünne "Killer"-Handschuhe; Nylongürtel mit vielen Täschchen.

Aktuell:
Lediglich mit drei ihrer sieben Standartwaffen ausgerüstet:
"Calamity Cain" (schwarze 9mm-Pistole mit Schalldämpfer)
"Lurking Leprechaun" (Kleinkaliber-Notfallpistole)
"Raging Reaver" (Kampfmesser mit Silberklinge)

Organisation:
Merces Letifer & Pinneberger Pakt

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Fortsetzung von: La Cosa Nostra X - Der Abspann, Teil 2 (Ein kleines Andenken/Der Clou)



"Na, das ist aber nicht besonders damenhaft, sich so viel auf den Teller zu packen", sagte eine Stimme neben ihr. Betont langsam drehte sich Saga-Linnéa zu dem Mann um, der sie um anderthalb Köpfe überragte, ein süffisantes Schmunzeln im eingebildeten Gesicht und ein hohes Sektglas in der Hand trug. Seine goldene Halbmaske steigerte seine Arroganz nur noch weiter ins Unermessliche.

Böse funkelten ihre riesigen, graublauen Augen unter ihrer eigenen schwarzen Maske hervor, die ebenfalls nur die obere Gesichtshälfte bedeckte, aus fester Spitze gefertigt und mit kunstvollen Ornamenten bestickt war. In schmalen Zacken ging des steife Gewebe in ihr ordentlich zurückgelegtes, blondes Haar über, welches ihr bis zum Gesäß herabreichte.

"Na sowas", erwiderte sie zynisch und gespielt überrascht. "Dir mit meinen spitzen Stifeletten in den Unterleib zu treten wäre dann wohl auch... nicht besonders damenhaft, oder?" Sie ließ dem aufdringlichen Kerl ein, zwei Sekunden des Schocks, ehe sie fies schmunzelnd abschloss: "Ich werd's trotzdem tun, wenn Du mich nochmal so blöd von der Seite anmachst!"

Hastig trat der hochgewachsene Kerl einen Schritt zurück, räusperte sich nervös und suchte dann schleunigst das Weite. "Und Abfuhr Nummer zwei...", murmelte sie genervt, während sie sich noch ein paar der Käse- und Schinkenhäppchen auf den Teller lud, der schwerer und schwerer wurde. "Was war denn das?", fragte ihr Bruder sie, mit welchem sie über ihr winziges Earpiece in stetem Funkkontakt stand.

"Ach", machte sie verächtlich, "da hat man einmal ein Kleid mit Ausschnitt an und schon kommen die Kerle wie die Ratten aus den Kanälen gekrochen. Erinner mich doch bitte nochmal daran, warum zur Hölle ich auf dieser Freakshow hier bin!"
"Mit Deinen Worten? Um wenigstens einem beschiss'nem Blutsauger in den untoten Arsch zu treten!"
"Und Männer können doch zuhören", schmunzelte sie sarkastisch.

"Weißt Du noch, was Aldous Dir übers Unauffälligsein beigebracht hat?"
"Ich neige zur Amnesie, wenn's um Dinge geht, die mir scheißegal sind."
"Sehr charmant. Du bist ja mal wieder in Bestlaune...", seufzte Kjell ihr ins Ohr, an welchem lange, silberne Gehänge baumelten. "Hast Du wenigstens schon was gefunden?"
"Schön wär's", grollte die Schwedin weiter, "dieses Zeug, das hier auf dem Buffet rumliegt taugt höchstens als Hasenfutter."
"Ich meinte Vampire, Schwesterherz, hast Du schon einen auffälligen Vampir gefunden?"

"Achso", sie kicherte kurz, warf eines der Käsehäppchen in die Luft und ließ es direkt in ihren Rachen fallen. "Nö, bisher benehmen sich die Blutsauger noch ganz artig. Aber wenn einer rumstänkert, dann schnapp ich ihn mir!"
"Okay, alles klar. Pass auf Dich auf und lass Deine Wut bitte nicht weiterhin an den harmlosen Gästen aus, die nur ein bisschen Smalltalk pflegen wollen, ja? Ich melde mich in 'ner halben Stunde wieder bei Dir."
"Ja ja, stell Du Dich doch hier unten hin und lass Dir die ganze Zeit von den Typen auf die Möpse sabbern", dachte sie verärgert und sah an sich herab.

Auffälliger hatte sie in ihrem Leben nie ausgesehen und doch war es so unauffällig, wie man auf einem Maskenball nur sein konnte. Ihr bodenlanges, purpurfarbenes Seidenkleid war auf linker Hand bis zum Oberschenkel hin aufgeschlitzt - so kam sie schnell an ihren verdeckten Pistolenhalfter - und gewährte Einblick auf ihre langen Beine, die in dichten Netzstrümpfen und ihren vertrauten Lederstiefeletten steckten.

Somit hatte sie auch ihr Stiefelstilett bei sich, genau wie ihre große Desert-Eagle-Pistole, welche, mit einem Schalldämpfer und Reflexvisier modifiziert, in ihrem schwarzen Handtäschchen versteckt und mit Silbermunition geladen war. Mehr Waffen hatte sie nicht mit sich genommen, doch es sollte reichen, so hoffte sie, falls es denn wirklich zu Ausschreitungen kommen würde.

Wo hätte sie zusätzliche Schießeisen denn auch unterbringen sollen? Im tiefen Ausschnitt ihres schulterfreien Kleides, der durch die schwarze Corsage noch gepusht wurde? Wohl kaum. Sie krempelte gedankenverloren ihren rechten, schulterhohen Seidenhandschuh etwas herunter, biss dabei die Zähne zusammen und schaute nach, ob der Verband um ihre Schusswunde noch richtig saß.

Auch ihre geprellten Rippen waren nach wie vor bandagiert, was man jedoch ihrer heutigen Garderobe nicht ansah, auch wenn das Kleid bis knapp unter die Schulterblätter freilag. Nur unter ihrem linken Schlüsselbein sah man noch die alte Revolverschusswunde als kleine, blasse, kreuzförmige Narbe, dies jedoch auch nur bei genauerem Hinsehen.

Saga erinnerte sich an den gestrigen Tag zurück, wie sie auf ihrem Krankenbett gesessen hatte, den Büstenhalter geöffnet und ihren Busen mit den Händen so gut wie möglich verdeckend, als ihr behandelnder Arzt ihr quittiert hatte, dass die Rippen und ihre Schusswunde am Oberarm bestens heilten und sie zumindest die Schlinge nicht länger tragen musste.

Größeren Anstrenungen und Gefahren sollte sie sich zwar noch zumindest drei Wochen lang nicht aussetzen, doch das kam für sie überhaupt nicht in Frage. Heute Abend lenkte sie sich ab, indem sie sich unauffällig unters Volk mischte und versuchte, einen gefährlichen Vampir ausfindig und unschädlich zu machen. Noch war sie nicht fündig geworden, aber das konnte ja noch kommen.

Sie war bereits seit einer halben Stunde auf dem Maskenball, war einer der ersten Gäste gewesen, nachdem sie sich beinahe eine Woche lang im William Harvey Memorial Hospital auskuriert hatte, so gut es ihr möglich gewesen war. Deputy Chief Foster und Detective Waingrowe vom Venedic Police Department hatten ihr Versprechen gehalten:

Sie hatte ihnen Vincent Gray und Kieran MacLeod ans Messer geliefert und dafür eine blanke Akte und ihre Waffen zurückbekommen. In den kommenden Tagen würde sie die beiden Briten wieder aus dem Gefängnis befreien, und das ganze ohne Gewalt anwenden zu müssen. Sie schmunzelte leicht, als sie die Snacks auf ihrem Teller verschlang und freute sich bereits auf die nächste Woche.

Scheppernd stellte sie ihren Teller ab, nahm einem vorübergehenden Kellner ein langstieliges Sektglas vom Tablett, leerte es in einem Zug, stellte es ihm wieder vor die Nase, nur um sich dann ein weiteres zu nehmen und sich in Richtung der Sitzbänke zu begeben. Dabei ignorierte sie das empörte Kopfschütteln des Kellners geflissentlich, denn allmählich setzte ein Sättigungsgefühl und somit bessere Laune ein.

Beim Gehen klimperte ihr schwarzer Perlenchoker leise vor sich hin, der um ihren schlanken Hals hing und ihr Aufsehen erregendes Décolleté betonte, auf welchem man die leichten Kratzer bereits nicht mehr sah. Sie zwang sich dazu, elegant die langen Beine übereinander zu schlagen, als sie sich schließlich setzte und drückte ihr Kreuz durch, sich in eine ungewohnt stolz wirkende Haltung bringend. "Hoffentlich passiert hier bald was", murmelte sie in sich hinein, "sonst besauf ich mich mit dem Sekt, bevor auch nur ein Vampir negativ auffällt!"

__________________

"Wer Waffen schmiedet, bereitet Krieg
Und muss davon der Zither Klang nicht erwarten."

~ Johann Wolfgang Goethe ~

21.05.2008 17:15 Sinister ist offline eMail an Sinister senden Nehmen Sie Sinister in Ihre Freundesliste auf Füge Sinister in deine Contact-Liste ein Zum Anfang der Seite springen

Mackanzie Mackanzie ist weiblich
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Dabei seit: 30.11.2004
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Big Mäc



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Beruf: Meisterdiebin

Alter:
27 (113) Jahre
Vampir: 86 Jahre

Kodex:
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Char: Charakterbogen
Wissen: Charakterwissen
Speziell: Fähigkeiten

Augen:
froschgrün
Haare: schwarzbraun, lang
Größe: 177cm

1.:
Kraft des Entzückens
2.: kleiner Schattenmantel
3.: Aura verändern

Kleidung:
schwarze Klamotten, enganliegend und so *hust*

Aktuell:
benutzt gerade gegenüber Jeremy den Namen: Mary-Louise

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Oona
Pseudonym: Triangle (Presse)

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PP: Die Königin der Mondgras-Allee
Trifft auf: alle die im Ballsaal sind, aber noch niemandem Bestimmtes


Es war Monate her, dass sie Zookie gesehen hatte - und auch Lazarus, irgendwie hatte sich der Alltag wieder eingestellt. Von Oona waren keine nennenswerten Aufträge reingekommen und so war Mackanzie ihren Gedanken nachgehangen, hatte hier und da etwas im Haus erledigt, war ausgegangen, aber auch hier auf niemanden getroffen, der wirklich nennenswert interessant gewesen wäre.

Der einzige Unterschied, den es zu geben schien, war, dass sie vermisste. Nicht fortwehrend und ständig, sondern hin und wieder - genau dann, wenn sie allein zuhause war, das Buch weglegte und den Sternenhimmel betrachtete. Die wuselnde Zookie mit ihren vielen Fragen, die doch noch so viel zu lernen hatte, und auch Lazarus, der nun mit seiner Liebsten, die er wiedergefunden hatte, ein glückliches Leben verlebte - zumindest hoffte sie das für ihn. Sie wusste nicht, ob es ihm mit seinem Schützling gut ergangen war, den er doch auf so unliebsame Weise hatte freigeben müssen und auch ihr letztes Treffen war nicht wirklich so geendet, dass Mackanzie hätte sagen wollen, dass es wundervoll gewesen war. Im Gegenteil.

Dennoch - sie hatte verdrängt, wie sie es immer tat, und sie hatte auch hier wieder einmal Perfektionismus bewiesen. Geblieben war lediglich das leichte Gefühl der Sehnsucht nach Gesellschaft, nicht aber Gedanken darüber, was alles geschehen war, vor allem nicht in ihrer Gefühlswelt. Und immer dann, wenn die Sehnsucht wirklich spürbar wurde, verdrängte sie auch diese, klappte ihr Buch wieder auf und las weiter. Zumindest glaubte sie, zu lesen, denn auch wenn sie in regelmäßigen Abständen die Seiten umblätterte und auch tatsächlich Wort für Wort und Zeile für Zeile aufnahm, so drangen die Aussagen dieser Zeilen so gar nicht zu ihr durch. Es fiel ihr erst auf, als sie das Buch Tage später wieder zur Hand nahm und merkte, dass sie überhaupt nicht wusste, welche Handlungen in der Geschichte vorangeschritten waren und sie einige Seiten zurückblättern und diese noch mal lesen musste.

Kurze Zeit später kündigte sich der - zumindest unter Vampiren sehr berühmte - Maskenball des Stadtherren an. Oona hatte ihr eine Mail geschrieben und sie darüber informiert, weil sie wohl glaubte, dass Mackanzie diese Abwechslung sicherlich gut tat, wenn es denn derzeit mit Aufträgen so ruhig bestellt war. Vielleicht schonte Oona sie auch nur, das konnte sie nicht mit Sicherheit sagen.

Und sie hatte wahrlich Lust auf dieses Fest zu gehen, nicht, um sich Ablenkung zu verschaffen, sondern vor allem deshalb, weil es wirklich ein hochangesehenes Fest war, von dem sie schon gehört hatte. Sie konnte wieder etwas zurück in die Zeit reisen, auch wenn viel weiter, als sie je gelebt hatte und dennoch, es war genau das, was sie gerne tun wollte und so hatte sie schon Tage vorher ein Kleid maßschneidern lassen, welches sie zu tragen gedachte und bei der Lieferung auch sorgfältig verwahrte, damit sich an ihm kein Staubkorn anhing.

Als der Abend gekommen war, stand sie schon am späten Nachmittag auf. Die Rollläden waren noch dicht geschlossen, als sie duschte und sich das Haar richtete, welches sie gekonnt nach oben steckte, jedoch einige verspielte Locken daraus hervorzupfte, noch einmal etwas eindrehte, damit sie auch wirklich lockig blieben und diese dann zurechtdrapierte.

Einige Stunden später, als eine von Oona bestellte Limousine sie abgeholt hatte und zu den Gondeln fuhr, stieg eine wahre Pracht aus diesem Wagen. Das Kleid war so lang, dass es ihre hübschen, dunkelblauen Schuhe mit der einfachen, silbernen Schnalle komplett verdeckte. Ein weicher, aber weiter Reif ließ es zu, sich gekonnt zu bewegen und sich auch zu setzen, ließ den Saum im Stand allerdings leicht weiten. Es war nicht breit wie in der Barockzeit, und auch nicht so rund und weit, wie man es die Zeit davor getragen hatte, doch wirkte es dennoch fast schon adlig.

Der tiefblauschimmernde Samtstoff wogte leicht mit jeder Bewegung und band sich fest mit einer seidenen Schärpe um ihre Taille, von wo aus ein korsettähnliches Oberteil ihre Brüste nach oben spannte, deren Ansätze frei lagen und sich bei jedem tiefen Atemzug merklich hoben und auch wieder senkten. Filigranspitze verzierte beige den vorderen Teil des Kleides und sacht auch den hinteren, an dem das Mieder geschnürt worden war. Dass sie dafür Hilfe benötigt hatte, würde sie keinem erzählen, war der Schneiderin allerdings überaus dankbar gewesen, die dafür extra vorbeigefahren war.

Ihre Schultern lagen frei und ihr Dekollete bedeckte eine dezent diamantene Kette, die im Lichtschein funkelte und an dessen Ende das Herz des Meeres ruhte als blauer, ebenso funkelnder Saphir. Es war ein Stück, das vor etlichen Jahren einmal gestohlen "wurde", doch es machte ihr nichts aus, wenn man es wiedererkannte, im Gegenteil. Es würde niemanden - aber auch rein gar niemanden auf diesem Ball geben, der sich an die Polizei wenden würde, dessen war sie sich sicher.

Und falls doch, hatte sie einen reichen Gönner gehabt, der vor einigen Jahren gestorben war. Ihm durfte die Hehlerei dann untergeschoben werden. Sie liebte dieses Schmuckstück und sie liebte es noch mehr, weil es Stunden gedauert hatte, es von seinen Sicherheitsvorkehrungen zu befreien - ihm selbst wieder die Freiheit zu schenken. Sie hatte es sich einfach nicht nehmen lassen können, diesen Schatz ebenfalls mit sich zu nehmen, als sie ein anderes Juwel für einen Klienten hatte "besorgen" müssen.

Kleine Ohrringe im selben Stil hingen ihr von den Ohrläppchen, allerdings weitaus weniger wertvoll als die Kette selbst, dennoch passend und kaum voneinander zu unterscheiden, ebenso wie ein passender Ring. Mackanzie mochte das Funkeln von echten Steinen, doch sie mochte ihn nicht prunkvoll, dick und auffällig, somit blieb alles dennoch dezent und im Rahmen. Ein ebenso filigranes Diamantendiadem zierte ihr Haupthaar, von den herausgezupften Locken umrahmt, wie es auch ihr Gesicht war.

Ein seidenes, fast durchsichtiges Tuch trug sie über den Schultern leicht um die Oberarme geschlungen und ihr Handgelenk zierte ein leichtes, dünnes und sehr einfaches Silberkettchen, dessen einziges Augenmerk ein weiterer winziger Saphir war, der an ihm herunterhing, was jedoch erst bei genauem Hinsehen auffiel. Ihre helle Haut und das schwarzbraune Haar gaben einen wundervollen Kontrast und wärmten ihre Aura, unterstützt durch das Blau, welches in seiner tiefdunklen Farbe an seiner Kälte verloren hatte. Der Samtschimmer des Kleides unterstrich dieses Aussehen noch einmal.

Mackanzie ließ sich in die Gondel helfen und zum Zielort führen. Sie fühlte sich gut und als sie angekommen das alte Haus sah, das so gar nicht nach Maskenball aussehen mochte, lächelte sie. Sie hörte schon die ersten gemurmelten Gespräche und die Musik des Orchesters und ahnte, dass es größer aussehen musste, als es eigentlich war. Viel zu oft hatte sie schon Aufträge gehabt, bei denen das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes Fragen aufwarf, ob man darin wirklich Wertvolles finden würde und sie war nicht überrascht, dass es so war, wie vermutet, als sie eintrat und kurz stehen blieb, um sich einen Überblick zu verschaffen. Nichtsdestotrotz fühlte sie eine große Bewunderung für den wirklichen Prunk, der hier gestaltet worden war.

In der Hoffnung, heute vielleicht persönlich auf Cogta Vusin treffen zu können, wo sie doch schon oft voneinander gehört und füreinander gearbeitet hatten - oder eher, sie für ihn - trat sie ein und wurde sogleich von einem der Bediensteten angesprochen, ob er ihr etwas bringen könne. "Etwas Besonderes," sagte sie nur, denn Oona hatte ihr verraten, dass genau das die Aufforderung war, ihr ein Glas des besten Blutes zu bringen, das in Venedic auf diese Weise angeboten wurde. Sofort nickte der Angestellte und ging einige Schritte weiter zu einem weiteren.

Er hatte offensichtlich Anweisung, solche Wünsche nicht selbst auszuführen, da er vermutlich nichts über den Inhalt des Glases wusste und somit auch nicht mit der Nase darauf gestoßen werden sollte. Der zweite nickte, auch in Richtung Mackanzie, ging rasch davon und kam alsbald mit dem wieder, das sie bestellt hatte. Ein Lächeln lag auf seinen Lippen und sie dankte ihm, als sie das Glas vom silbernen Tablett nahm und dann weiter in die Menge streifte.

__________________

Anfang und Ende der Dinge
werden dem Menschen immer ein Geheimnis bleiben.
Er ist ebenso unfähig, das Nichts zu sehen,
aus dem er stammt,
wie die Unendlichkeit zu erkennen,
die ihn verschlingen wird.


- Pascal -

21.05.2008 18:22 Mackanzie ist offline eMail an Mackanzie senden Homepage von Mackanzie Nehmen Sie Mackanzie in Ihre Freundesliste auf Zum Anfang der Seite springen

Isabelle Vormith
Gast


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Überall hingen diese auf alt getrimmten Plakate an den Wänden der Häuser. Überall treiben sich, als Spielleute, Verkleidete herum. Es war wieder mal soweit. Der Mummenschanz.
Und es war wieder mal die Gelegenheit für Isabelle sich dort um zusehen. Wer alles neu dazugekommen. Und damit meinte sie neue Vampire. Es war offensichtlich, dass dieses Schauspiel viele von ihnen anzog. Es würden die Alten da sein, die sich so, wie in ihrer Zeit der Entstehung zurückgeführt fühlen würden. Und die Neuen, die Jungen, die sich dieses Spektakel, schon alleine wegen des Nahrungsangebots nicht entgegen lassen würden. Denn es wurden genauso auch die Menschen von diesem Ball angezogen, die sich gern verkleideten.
Isabelle würde auch wieder dieses Mal im Hintergrund bleiben.
Unauffällig umherschleichen und beobachten.

Sie ging an ihren Kleiderschrank im Schlafzimmer und holte eine mittelgroße Kartonkiste hervor. Darin lag ein dunkelroter Gehrock aus Samt, schwarze Samthosen, ein schwarzes seidenes Hemd mit diesen, für damalige Zeit typischen, Rüschen. Ein Zylinder und ein ausziehbarer schwarzer hölzerner Gehstock mit silbernen Knauf ergänzten das Outfit. Alles zusammen angezogen ergab einen jungen Mann. Unauffällig, kaum sich abhebbar von den anderen männlichen Wesen an diesem Abend. Nicht so, wie die Damen in ihrem ach so üppigen Kleider und Schmuckpracht, die jedes Auge auf sich zogen.
So konnte Isabelle einfach nur zwischen allen Anwesenden umher gehen und brauchte sich nicht um bewunderte oder verwunderte Blicke über ihre Kleidung sorgen machen. Ihr selbst gefielen diese Kleider, sie sah sie gerne an, doch sie fühlte sich einfach immer noch nicht wohl in Kleidern oder Röcken.

Und so machte Isabelle sich zurecht. Vergaß doch nicht ein Teil ihrer Ausrüstung unter den Kleider zu verstecken. Ihre Beretta im Hosenbund am Rücken und die Klingen an ihren Knöchel durften nicht fehlen. Das müsste ausreichen, wenn ausgerechnet sie ein Vampir zum Opfer auserkoren würde. Es würde jedenfalls fürs Erste für etwas Ablenkung sorgen. Fürs Erste
Die letzten Jahre gingen zum Glück ohne derartige Zwischenfälle an ihr vorbei.

Der junge Mann, würde nur nach genauerem Hinsehen, als Frau erkannt werden, bestieg eine der vielen Gondeln, welche die Besucher zum Ball brachte.
Als Isabelle auf den Eingang zuging musste sie feststellen, dass sich ebenfalls schon einige Leute auf den Weg hierher gemacht hatten.
Ein paar Menschen. Ein paar Vampire - und sofort fiel Isabelle jemand ins Auge, der sich hier ebenso um zusehen schien, wie sie. Ein Neuer. Jedenfalls hatte sie ihn noch nie in einer dieser für Vampir üblichen Bars oder Clubs gesehen. Ein blonder junger Mann mit langen Haaren, die unter einen Zylinder hervorlugten. Recht hübsch anzusehen. Aber waren sie das nicht Alle? Hübsch um zu betören?
Sich jedenfalls nicht anmerken zu lassen, dass sie jemanden beobachtete durchschritt Isabelle den Eingang. Eine große eindrucksvolle Halle empfing sie. Kurz fuhr ihr ein Schauer über den Rücken, als sie all die Vampire um sich herum bemerkte und sich der unmittelbaren Gefahr wieder mal so richtig bewusst wurde. Isabelle fragte sich, wie viele der heute hier anwesenden Menschen sterben müssten oder einfach nur benutzt würden.
Nach einem kurzen verharren schüttelte sie diese Gedanken wieder von sich und ging langsam weiter, suchte sich einem Platz nahe der Tür für ihre Beobachtungen, dort wo sie sich auch nicht durch Menschenmengen durch quetschen musste. Keinem der Anwesenden, egal ob Mensch oder Vampir, unnötig zu nahe kam.
Isabelle musste feststellen, dass es wieder einmal ganz verrückte Verkleidungen unter den vielen Leuten hier gab. Ein rosafarbener Vogel - oder was immer das darstellen sollte - sorgte etwas länger für ihre Aufmerksamkeit.
Viele trugen Kleider aus dem Barrock oder irgendeiner der anderen vergangenen Epoche: es gab voluminöse Kleider, turmartige Hochsteckfrisuren aber es gab auch Fracks und etwas simplere Formen der Verkleidung. Alles im einem sehr angenehm anzusehen.
Isabelle ließ ihren Blick durch gie genze Menge gleiten.

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21.05.2008 18:44 Zum Anfang der Seite springen

Rillianoir Rillianoir ist weiblich
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Teilnehmer am Grafikcontest I - Stadtkarte Venedic

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Trifft auf Lazarus und Kitty

"Hey, 'tschuldige, wenn ich Dich einfach so frech von der Seite frage, aber bist Du in Ordnung? Bist Du allein hier oder wartest Du auf jemanden?" Rillianoir erschrack, eine bildhübsche Frau die mit einer Begleitung unterwegs war, fragte sie das eben. Sie war ein Vampir, sollte sie ihr antworten? Wenn sie nicht antwortet wäre es unhöflich. Sie sah auf den Tisch und versuchte unauffällig den Tisch von den Schnippseln zu reinigen. "Ja mit mir ist alles in Ordnung, man kann schon sagen, das ich irgendwie alleine bin". Es wäre unangebracht Nocturn zu erwähnen.

"Ich bin nur ein wenig verunsichert, das ist alles so neu für mich, ich bin erst seit kurzem hier in Venedic." Sie schaute beide an, sie scheinen zuneigung zueinander zu haben, sie war sich aber nicht sicher. Sie sah sich dann ein wenig im Saal um, der Raum füllte sich allmählich. "Es ist aber interessant den anderen zu zuschauen. Einige Frauen haben leicht schmerzverzerrte Gesichter, das liegt an den Schuhen". sie grinste die beiden an. Dann hob sie ihr ein Kleid kleines Stück, so das man ihre Turnschuhe sehen konnte. Und zog es Kleid runter damit niemand anders es merkte. "Ich kenne ja nicht die Kleidervorschriften aber, wenn es keiner weiß." Sie nickte mit den Schultern.

Rillianoir viel nun auf, dass sie immer noch in einer Hand die Schnippseln hatte, wo sollte sie hin damit, wahrscheinlich waren sie der Grund warum die Frau fragte, ob alles in Ordnung sei. Sie schaute sich um, alles war so Pompös und groß doch kein Mülleimer weit und breit. Sie grinste beide an, sie war sich nicht sicher wie sie ihnen, gegenübertreten sollte. Wie sie sprechen sollte, welche Haltung sie haben sollte, sie kann nur schwer Schauspielern doch bis jetzt hat sie sich auch nicht verstellt. Ein Mann ging an Rillianoir vorbei, sie hob die vorsichtig die Hand und steckte die Papierschnippsel in seine Tasche. Sie war guter Hoffnung das ihre Tischnachbarn nichts bemerkt haben.

Sie musste im Gespräch bleiben dachte sie, wenn sie etwas über ihre Schwester erfahren wollte. „Kennt ihr den Gastgeber? Da fällt mir gerade auf, gibt es den nichts für uns zu Trinken?“ Rillianoir war sich nicht sicher ob sie das richtige fragte.

Rillianoir schaute sich erneut im Saal um, dort sah sie den Mann, dem sie die Schnippsel zusteckte. Eine Frau stand mit ihm eng umschlungen, ihre Hände glitten hinunter und berührten nun seine Hüften, sie schaute ihn ein wenig verdutzt an und Griff in sein Jackett und holte die Schnippsel raus. Rillianoir versuchte sich zu konzentrieren um zu hören was sie sagte. „Hast du irgendwelche Geheimnisse vor mir, oder warum sind Papierfetzen in deinen Tasche.“ er schaute völlig irritiert wegen dem Inhalt in seiner Tasche. „Du wolltest wohl einen Liebesbrief vernichten“ Rillianoir hörte auf zu lauschen und verzog ihr Gesicht, das wollte sie wirklich nicht.

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Rillianoir am 22.05.2008 21:06.

21.05.2008 23:40 Rillianoir ist offline eMail an Rillianoir senden Nehmen Sie Rillianoir in Ihre Freundesliste auf Zum Anfang der Seite springen

Joakim
Gast


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Trifft auf: Mackanzie aufgrund eines sehr eindeutigen Duftes...

Für einen kurzen Augenblick verspürte er einen Blick auf seiner Gestalt und so glitten die Iriden suchend durch die Menge. Dennoch erblickte er niemanden, der ihn selbst aufmerksam beobachtete und so zuckte der Schwede lediglich mit den Schultern und machte sich auf den Weg ins Innere des Gebäudes. Neugierde stieg in Joakim hoch. Neugierde auf die Dekoration, die Leute, die Vampire und natürlich Neugierde auf den Gastgeber, Cogta Vusin, dem Stadtgründer. Sowohl hinter ihm, als auch vor ihm, traten Menschen und Vampire in den großen Saal, der die Erwartungen des Schweden sogar noch übertraf.

Welch ein herrlicher Anblick diese Kerzenleuchter waren und die roten Samtvorhänge. So als wäre man tatsächlich auf einem venezianischen Maskenball angekommen, der vor vielen Jahren stattgefunden hatte. Die eisblauen Augen schwenkten beeindruckt durch den Saal, in dem sich schon einige Personen eingefunden hatten und sich auch schon an den Köstlichkeiten, die am Rande des Saals aufgetürmt waren, gütlich taten. Für wenige Sekunden bedauerte er es, dass er kein menschliches Leben mehr hatte, und somit keinen Bissen dieser Essenstürme zu sich nehmen könnte. Doch sein neues Leben war wesentlich aufregender und so verdrängte er den Gedanken rasch.

Die Gäste hatten sich bei ihren Kostümen wahrlich Mühe gegeben, vor allem die Damen, welche sich teilweise in edle Korsagenkleider gezwängt hatten, um so ihre Dekolletès zu präsentieren und ihre Vorzüge heraus zu kehren. Nicht dass es ihn stören würde, denn der Anblick war sehr reizvoll und so blieb sein Blick, hie und da etwas länger an besagten Damen hängen, jedoch nicht so, dass es unhöflich wirkte. Plötzlich stieg ihm der betörende Duft warmen Blutes in die Nase und ein leichtes Funkeln huschte durch die hellblauen Iriden. Er musste dringend herausfinden, wo die kostbare Flüssigkeit zu haben war, denn Cogta Vusin würde Blut wohl nicht so einfach neben den Sekt stellen.

Unauffällig folgte der Schwede dem anziehenden Duft und die Augen erblickten nun eine Lady, in einer wunderschön, tiefblauen Robe und extravagantem Schmuck, die ein Glas in den Händen hielt, aus dem jener Duft strömte, der den Vampir angelockt hatte. Er spürte, dass sie derselben Rasse angehörte wie er selbst. Nur noch wenige Meter trennten die beiden Wesen voneinander und Joakim setzte ein charmantes Lächeln auf, lüftete seinen Zylinder und sprach ebenjene Lady an, die das Begehrte in den Händen hielt. “ Schönen Abend Madame! Ich möchte nicht viel eurer Zeit in Anspruch nehmen und lediglich erfragen, woher er diese Kostbarkeit in euren Händen habt?”

Er wählte absichtlich die Höflichkeitsform längst vergangener Tage, weil es so perfekt in dieses Ambiente passte und alles andere so furchtbar langweilig erschienen wäre, an solch einem Ort. Weiterhin lag der Blick auf der Fremden, von der er sich eine Antwort erhoffte, denn langsam aber doch verspürte er den unbarmherzigen Hunger in sich aufsteigen, der ihn zu dem wilden Tier machte, dass er meist unterdrückte.

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22.05.2008 13:09 Zum Anfang der Seite springen

Lazarus Lazarus ist männlich
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Berufung:
Vampir der alten Schule
Beruf: Sein Erbe reicht aus

Alter:
Mitte 20 (170) Jahre
Vampir: 170 Jahre

Kodex:
treu
Char: Charakterbogen
Wissen: Charakterwissen
Speziell: Fähigkeiten

Augen:
Eisblau
Haare: Schwarz/lang
Größe: 192 cm

1.:
Schattenmantel
2.: Auraunterdrückung
3.: Gedankenlesen
4.: Vergessen

Kleidung:
Komplett in schwarz: Jeanshosen; 14-Loch-Shelly's-Lederstiefel; eng anliegendes Longsleeve mit breitem V-Ausschnitt; ellenlange Stulpen mit silbernen Schnallen

Aktuell:
Deutlicher, englischer Akzent.

Schöpfer:
(Geborener Vampir)

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Cogta Vusin & Dante Scirea

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Unglaublicher Moderator - Vielen Dank fuer 2 Jahre Beistand, Teamgeist und Engagement

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Trifft auf: Kitty (NPC/Lazarus' Begleitung - Outfit hier beschrieben [Abschnitte 5-9]) & Rillianoir Liberator


"Ja mit mir ist alles in Ordnung", antwortete die Frau in Schwarz und Grün neben ihnen, wobei sie mit ihrem Gesprochenen wohl versuchte, davon abzulenken, dass sie langsam die Serviettenschnipsel vom Tisch fegte. "Man kann schon sagen, dass ich irgendwie alleine bin." Lustig war dabei, dass in der Hand der hübschen Dame beim Sprechen unentwegt weitere längliche Streifen der zerrupften Serviette hin und her wogen, deren Existenz sie scheinbar einfach vergessen hatte.

Lazarus schmunzelte leicht amüsiert, rang sich dann - genau wie Kitty - auch dazu durch, seine Maske kurzweilig abzunehmen, solange noch nicht so viel los war. Es musste auf die wohl etwas neben sich stehende Tischnachbarin schon recht abweisend wirken, wenn sie beide vermummt waren, wobei sie selbst doch gar keine Maske trug. Freundlich nickte er ihr zu und zeigte ein seichtes Lächeln, als sie fortfuhr:

"Ich bin nur ein wenig verunsichert, das ist alles so neu für mich, ich bin erst seit kurzem hier in Venedic."
"Macht Euch bitte diesbezüglich keine Sorgen", brachte Lazarus sich mit seinem markanten, englischen Akzent in das Gespräch ein, an diesem Abend selten gut gelaunt. "Auch mir ist es noch nicht lange vergönnt in dieser Stadt zu verweilen, aber wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat, ist Venedic doch ein sehr hübsches und aufregendes Pflaster."

"Genau", nickte Kitty neben ihm sanft. "Ich bin seit zwanzig Jahren hier und bin trotzdem zum ersten Mal auf diesem Maskenball. Der findet nämlich so ziemlich jedes Jahr statt - manchmal sogar gleich zweimal!"
"Es ist aber interessant, den anderen zuzuschauen", fand die Dunkelhaarige, nachdem sie sich für die Dauer einiger Lidschläge im Saal umgesehen hatte. "Einige Frauen haben leicht schmerzverzerrte Gesichter, das liegt an den Schuhen"

Ein breites, unglaublich sympathisches Grinsen trat auf die ebenen Züge ihres Gesichts, als sie den smaragdgrünen Untersaum ihres Kleides leicht anhob und zu seiner Überraschung einfache Turnschuhe zum Vorschein kamen. "Ich kenne ja nicht die Kleidervorschriften, aber wenn es keiner weiß..."
"Das ist ja genial!", lachte Kitty herzlich auf, deutete dann aber mit angriffslustiger Miene auf die eigenen, hohen Stöckelschuhe, wobei sie maulte: "Ja, richtig; Ich bin eine von denen, mit den schmerzverzerrten Gesichtern", sie lachte trotzdem kurz, "aber ohne diese Foltergeräte bin ich nur 1,64 Meter groß! Da hab ich mich dann doch irgendwie für die masochistische Variante entschieden, ich Trottel... aber nächstes Mal guck ich mir diesen tollen Trick von Dir ab, ja?"

Kitty lächelte der Fremden abermals freundlich zu, während Lazarus ihr mit seinen langen Fingernägeln zärtlich über den blanken Rücken fuhr, liebevoll das flaumige Haar in ihrem Nacken streichelte. Doch wahrscheinlich fiel ersteres ihrer Gesprächspartnerin überhaupt nicht auf, dafür aber, dass sie noch immer die Serviettenschnipsel in der Hand hielt.

Verdutzt - nichtsdestominder aber auch gleichwohl sichtlich amüsiert - beobachtete der Engländer, wie sie sich der Fetzen einfach entledigte, indem sie sie einem vorübergehenden Gast höchst unauffällig und geschickt in die Seitentasche seines Sakkos steckte. Kitty war das scheinbar nicht aufgefallen, denn sie hätte ansonsten sicher laut ausgelacht, weil eine solche Aktion genau ihren Humor traf, wie er wusste.

Aber nicht nur der unterhaltsame Versuch "Beweismittel" verschwinden zu lassen war ihm an der Fremden aufgefallen, sondern auch, dass sie ein leichtes Narbennetz auf ihren Unterarmen trug, welches, in so weit er das beurteilen konnte, von Verbrennungen stammte. Mehr und mehr Fragen über die Frau, deren schwarzes Haar im Kerzenschein mit bläulicher Magie schimmerte, taten sich in Lazarus auf:

Woher kam sie? War sie gebissen oder als Vampiress geboren worden? Wie war sie zu den Narben gekommen? Warum war sie-? Weiter dachte er nicht, da ergriff sie bereits wieder das Wort: "Kennt ihr den Gastgeber? Da fällt mir gerade auf, gibt es den nichts für uns zu Trinken?"
"Der Gastgeber ist ein uralter Vampir namens Cogta Vusin", wusste Kitty. Lazarus hatte keine Ahnung, war aber auch nicht sonderlich überrascht. "Aber von kennen kann man in meinem Fall nicht reden..."
"Und wenn Ihr etwas spezielles zu trinken sucht", schlug Lazarus vor, "dann könnt Ihr einfach dem Geruch folgen und fragen. Ich habe den kostbaren Lebenssaft bereits in mindestens vier Gläsern verschiedener Gäste gerochen."

__________________


"Die Zeit gibt einem Schlachtfeld Poesie"
~ Graham Greene ~

22.05.2008 14:50 Lazarus ist offline eMail an Lazarus senden Nehmen Sie Lazarus in Ihre Freundesliste auf Füge Lazarus in deine Contact-Liste ein Zum Anfang der Seite springen

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