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Neustes Mitglied: Jenna Warren
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Holly
Mensch
Dabei seit: 20.02.2005
Beiträge: 872
Berufung: wissend
Beruf: Polizistin
Alter: 26 Jahre
Char: Charakterbogen
Wissen: Charakterwissen
Augen: fast schwarz
Haare: schwarz-blau
Größe: 168cm
Kleidung: schwarze Stoffhose (einen Riss an der Seite), weiße Bluse (am Ärmel zerissen), Turnschuhe
Aktuell: z.Z.: Holly hat sich die Haare abgeschnitten und sie blond gefärbt.
Schürfwunden am Oberarm und -schenkel
Medals:

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tbc von: Die Rückkehr Teil 2
Es kostete Holly wertvolle Tageslichtstunden, Giulias Adresse ausfindig zu machen. In dieser ganzen Zeit fühlte sich die Polizistin taub, als wäre sie erst jetzt aus einem Fiebertraum erwacht. Ihr Bruder und sie selbst schienen Teil eines großen Ganzen geworden zu sein, und während man Holly einfach nur ruhig gestellte hatte, hatte man Jeremy verwandelt. Und diese Giulia hatte wahrscheinlich Schlimmeres mit ihm vor. Warum hatte ihr Zwilling in Jaynes Haus gestanden? Hatte Giulia ihn soweit schon unter Kontrolle, dass er mordete? Wie mächtig war sie wirklich? Egal, es gab nun keine Zeit mehr zu verlieren. Jeremy musste, ob er Vampir war oder nicht, ob er wollte oder nicht, ob er sie wieder erkennen würde oder nicht, aus diesem Haus heraus. Selbst wenn er dort nicht war, so fand Holly wenigstens jemanden, der ihr sagen konnte, wo er war. Soweit der Plan. Mehr fiel Holly nun nicht mehr ein. Der Grad der Verzweiflung war ins Unerträgliche gestiegen.
Das große Tor versperrte den Blick in das Anwesen, das offensichtlich eine lange Auffahrt verschloss. Holly stopfte die Akten aus der Psychiatrie in die Mülltonne, sie konnte sie schlecht hinein mitnehmen. Später würde sie sie zurückholen - wenn sie ihren Alleingang dieses Mal überlebte. Eine hochgezogene Mauer mit Kameras umgab das ganze Grundstück, Holly benötigte eine ganze Stunde um es zu umrunden, und die Mauer nach Schwachstellen zu untersuchen. Die sie einfach nicht hatte. Nirgendwo gab es ein durchkommen, selbst wenn Holly die Mauer überwunden hätte... die Kameras hätten sie sofort eingefangen. Und was noch schlimmer war: Es wurde wieder Abend. Unschlüssig hockte Holly gegenüber des Eingangs, und wartete auf die Gelegenheit, die ihr das Tor öffnete.
Erst als die Sonne ein zweites Mal unterging, kam endlich Leben in das sonst so stille Anwesen. Es waren Vampire, was hatte Holly erwartet? Möglicherweise hatte Giulia ein paar menschliche Angestellte, doch sicher umgab sie sich lieber mit ihresgleichen. Was die Sache nicht unbedingt einfacher machte. Doch was blieb als ein Alleingang? Niemand wäre so verrückt ihr hierhin zu folgen? Ein schmuckloser, dunkelblauer Van unterbrach ihre Überlegungen. Ein Mann stieg aus, ohne den Motor zum ersterben zu bringen und trat an die Sprechanlage. Das war die Gelegenheit auf die sie gewartet hatte. Ohne zu Zögern lief sie auf den Wagen zu, klammerte sich hinten an die Griffe und stellte einen Fuß auf die Anhängerkupplung. Sie hörte, wie der Mann wieder einstieg und Gas gab. Wenig später befand sie sich innerhalb des Geländes.
Sie sprang kurz danach von dem fahrenden Van ab und huschte hinter den Stamm eines Baumes. Die Auffahrt war alleeartig mit Laubbäumen gesäumt. Unbehelligt kam Holly am Eingang der mondänen Villa an, während der Van hinter das Haus fuhr. Mit zitternden, klammen Fingern griff sie nach ihrer Waffe. Es machte keinen Sinn sich in das Haus schleichen zu wollen. Sie wusste nicht, wie man Auren verbarg, deswegen würde sie schon entdeckt werden, auch ohne gesehen zu werden. Ihre einzige Hoffnung war, dass sie Jeremy fand, bevor ihre Kugeln ausgingen. Zögern hieß nur, dass mehr Vampire auf sie aufmerksam wurden. Also zerschlug sie ein Fenster nahe des Eingangs und bückte sich ins Innere.
Dann ging alles so schnell, dass sie nur noch bruchstückhaft erlebte.
Sofort wurden Stimmen laut, gebrüllte Befehle, Schatten, Verwünschungen. Holly rollte hinter eine Anrichte, schoss und traf zweimal. Staub rieselte. Schritte. Schreie. Jetzt hörte sie Maschinenpistolen und Scheiben zerbarsten. Wieder schoss sie, traf erst beim zweiten Schuss und kurz war es leise. Holly huschte an der ausladenden Treppe vorbei, in einen langen Gang hinein, der mit Amphoren gesäumt war. Sie ging dahinter in Deckung, als eine der Vasen über ihr zersplitterte. Offensichtlich waren es mehr geworden. Schuss fünf und sechs.
Wie viele Schüsse blieben ihr noch? Sie musste weiter. Musste Jeremy finden. Ihn befreien. Durfte nicht zulassen, dass er hier blieb. Hinter ihr peitschten die Schüsse, als sie endlich das Ende des Ganges erreichte.
__________________
"Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben."
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Holly am 25.12.2009 15:53.
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25.12.2009 15:52 |
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Mace
NPC/Vampir
 
Dabei seit: 22.05.2008
Beiträge: 13
Berufung: Absolute Gehorsam
Beruf: Giulias Leibwächter
Alter: 32 (512)
Vampir: 480
Kodex: untreu
Char: Charakterbogen
Speziell: Fähigkeiten
Augen: Schwarz
Haare: Glatze
Größe: 2,17 Meter
1.: Lockruf
2.: Wahnsinn
3.: Tierkontrolle
Kleidung: Ärmelloser, dunkelbrauner Mantel aus brüchigem Leder; Armfreies Kettenhemd; Schwarze Lederhose und dunkler, zerschlissener Rock; Kampfstiefel; Killernietenarmbänder; schwarzer, leichter Schal.
Aktuell: Tiefe, frische Schnittwunden von Glasscherben am kahlen Hinterkopf und den breiten, massigen Schultern.
Frische Schusswunde am linken Unterarm.
Schöpfer: Nikolai Romanov (†)
Organisation: Giulia Ludovica da Vincis namenlose Organisation
Pseudonym: Duncan Deveraux
Gespielt von: Lazarus
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Fortsetzung von: Mummenschanz
Wie immer war Mace einer der ersten, die wach waren, wenn die Sonne unterging. Alleine war er durch das gigantische Anwesen Giulias gestriffen, wie ein hungriger Wolf. Er war durstig, sehr sogar. Doch er mochte keine Blutkonserven trinken, es war ihm immer schon zuwider gewesen. Mace war jemand, der seine Beute riss, wie ein wildes Tier. Seine langen Beine trugen ihn schneller als die meisten anderen, und wenn er sich vom Boden abstieß, um meterweit durch die Luft zu fliegen und anschließend auf dem Rücken des Fortrennenden zu landen, sodass dieser haltlos und hart zu Boden geschmettert wurde, dann trieb er seine spitzen Eckzähne bis zum Anschlag in die pulsierendste Vene am Hals seines machtlosen Opfers. Und er trank und trank, bis der Körper zwischen seinen Klauen zu erkalten begann. Und war ein Mensch blutleer zurückgelassen, brauchte es jeden Abend noch ein oder zwei weitere, um einen Koloss wie ihn zu sättigen.
Ja, er würde auf die Jagd gehen. Bald. Zunächst musste er sich bei Giulia "abmelden". In Momenten wie diesem, wo er mit verschränkten Armen im ersten Obergeschoss der Villa in einem der langen, dunklen Flure stand und aus dem Fenster in den nächtlichen Garten hinabsah, da vermisste er seine Freiheit. Loyalität zu Giula hin oder her, er war kein freier Mann. Seit fünfhundert Jahren nicht mehr.
Draußen, in den Wipfeln der blauschwarzen Bäume - nur noch aus Erinnerungen wusste er, dass sie tagsüber grün waren - nisteten einige Raben. Große, stolze Kolkraben, ihr schwarzes Gefieder unter Mondlicht in nahezu metallenem Glanz. Mace konnte sie wispern hören. In seinem Kopf krähten sie nicht wie Vögel, nein, es war menschenähnliches wenn auch geisterhaftes Geflüster. Er verstand keine wirklichen Worte, konnte nur manchmal Bedürfnisse, Wünsche oder Ängste von ihnen erfahren.
Wenn Menschen oder Vampire mit ihm sprachen fiel es ihm dafür hin und wieder schwer, den Sinn des von ihnen gesagten zu ordnen. Wie oft hatte Giulia ihn schon enerviert angefahren, weil er auf ihre Befehle nicht sofort reagiert hatte?
Ein Teil von ihm war immer noch frei, flog da draußen mit den großen, schwarzen Raben, Wind im Gefieder, fern von irdischen und vampirischen Sorgen. "Freiheit", flüsterten die Raben ihm zu und doch formten sich die Worte in seinem kahlen, schwarzhäutigen Schädel nicht.
KLIRR - ertönte es irgendwo unter ihm, nahe des Eingangs. Eine Scheibe war zu Bruch gegangen. Kurz löste der Hüne seine Arme aus der Verschränkung und horchte nach unten. Befehle wurden gebellt, Aufruhr erhob sich. Hinter ihm schwang eine Tür auf; Zwei Männer in Anzügen eilten auf den langen Flur hinaus, beide hatten sie eine Maschinenpistole um die Schulter gegurget. Sie spurteten an ihm vorüber und auf die Treppen zu.
Mace seufzte tief und folgte ihnen dann. Zunächst trugen seine langen Beine ihn mit weit ausgreifenden Schritten voran, dann war es mehr wie ein Joggen, als er die Treppen hinabstieg, immer vier Stufen auf einmal nehmend. Unten, wo hier und dort Schüsse erklangen, rannte er schließlich los. Giulia durfte nichts geschehen. Irgendwo neben ihm schlug eine Kugel ein, riss eine lange, spröde Wunde in den Holzbalken neben ihm und wirbelte Staub und Späne auf.
Er ließ einen weiteren von Giulias Schergen hinter sich, der gezielte Salven aus seiner Maschinenpistole abfeuerte, sprang über eine helle Couch hinweg und spurtete um die Ecke. Wieder pfiff ein Schuss haarscharf an seinem Ohr vorbei. Dann sah er den Eindringling: Eine Frau, (für ihn) unscheinbar auf den ersten Blick, gehüllt in einfache Turnschuhe, Jeanshosen und ein T-Shirt.
Über ihr zersplitterte eine Vase, getroffen von einem der Hauswächter. Sie sprang auf, sprintete einen Gang des Hauses entlang, der mit weiteren Amphoren gesäumt war. Etliche zersprangen laut klirrend und doch so leise unter all dem Geschieße der Männer mit den Waffen. Seine Verbündeten, pah! Die Kugeln schlugen dicht hinter der Fremden ein, Staub und Putz stoben aus der Wand hervor, wenn sich die Kugeln tief in sie hineinbohrten.
"Giulia will sie lebend, ihr Idioten!", schrie irgend jemand weit hinter ihm, Mace hätte ihn beinahe nicht gehört. Wenn Giulia sie haben wollte, sollte sie sie auch bekommen! Ungestüm drückte er sich zwischen zwei weiteren Schützen hindurch, die die neuen Befehle offensichtlich nicht vernommen hatten, den ihre Pistolen schlugen unter etlichen Schüssen wieder und wieder aus, erhellten den dunklen Gang in flackerndem blassgelben Mündungsfeuer.
Als Mace mittig durch die beiden hindurchrannte, stürzten diese fluchend zu Boden, als wären sie von einem Auto erfasst worden. Er fauchte wie ein wildes Tier, als er dem Eindringling nachsetzte. Nach wenigen Momenten hatte er die Blondine eingeholt, griff mit einer Hand ihre linke Schulter, zog sie grob zurück und packte sie dann mit seiner Rechten an der Hüfte. Mühelos hob er sie hoch, wollte seinen Arm um ihren Hals schlingen, um ihr die Luft abzuschnüren.
Doch die Einbrecherin reagierte geistesgegenwärtig: Sie hob die Beine und stieß sich so fest von der Wand ab, dass Mace, der sie noch immer in seinem Griff hielt, nach hinten stolperte, wo er durch eines der mannshohen Fenster krachte und scheppernd und klirrend auf der Wiese zum Liegen kam, tiefe Schnitte der Scherben an seinem Hinterkopf und den Schultern.
Benommen lockerte sich sein Griff um die Frau für eine Sekunde. Dieser Augenblick genügte ihr, ihm den Ellbogen ins Gesicht zu rammen und sich von ihm zu lösen.
Als er aufgestanden war, hatte sie bereits einige Meter zwischen sich und ihn gebracht und legte in diesem Moment die Pistole an, nahm ihn ins Visier. Blitzschnell hob er seine Arme schützend vor sein Gesicht, wobei er instinktgetrieben auf sie zurannte und knurrte. BAM-BAM-BAMM - zwei Schüsse schlugen in sein Kettenhemd ein und einer, der für seinen Kopf bestimmt gewesen war, drang tief in seinen linken Unterarm ein. All das hielt ihn nicht auf und als er vor der jungen Frau stand, schlug er ihr die Pistole mit einem Rückhandschlag aus den Fingern.
Sie schlug mit voller Kraft nach ihm, doch Mace wich zur Seite aus packte sie im Nacken und wollte sie auf die Wiese niederdrücken; sie riss sich fort von ihm, versetzte ihm einen heftigen und doch so wirkungslosen Tritt in die Magengrube und wandte sich um, um nach ihrer dunklen Pistole zu greifen, die im dichten Gras vor ihr beinahe nicht zu sehen war.
Ein löwenhaftes Brüllen von sich gebend setzte er ihr nach. Wieder hatte sie die Pistole in der Hand, drehte sich um und wollte ein weiteres Mal auf ihn schießen, doch diesmal war er direkt hinter ihr gewesen. Noch während sie sich zu ihm unwandte rammte er ihr seine gewaltige Faust in den Unterleib. Nicht allzu fest, doch genügte dieser Hieb, sie keuchend und würgend vornüber kippen zu lassen. Ihr nun die Pistole aus den Fingern zu ziehen, war so leicht, wie einem kleinen Kind den Lutscher zu stehlen.
Während eine seiner Hände sich über ihren Mund legte, damit sie nicht schreien und fluchen konnte, wand sich sein rechter Arm um ihre Arme und über den Bauch. Dass sie mit ihren Beinen weiterhin umherstrampelte und versuchte ihn zu treten, daran störte Mace sich nicht allzu sehr. Mit leicht schnaubendem Atem trug er seine Gefangene durch das niedrige Fenster, aus dem beide zuvor in den Garten gestürzt waren, zurück in Giulias Villa.
Die Wachen, die dem Spektakel draußen mit gezückten Waffen beigewohnt hatten, wichen andächtig vor ihm zurück, als er sich den Weg durch den verwüsteten Gang zurück in die Haupthalle mit der breiten Treppe und dem großen Deckenleuchter bahnte. "Du hast sie?", fragte eine der ranghöheren Wachen überflüssiger Weise. "Sehr gut. Mir nach, Giulia wartet bereits."
Im Laufschritt eilte er voran, Mace folgte ihm gemächlich. Giula stand erhaben und mit kühlem Blick vor den ausladenden Stufen, der Kronleuchter sandte goldenes Licht zu ihr herab. "Mace, zu mir!", befahl sie. Während der Mann, der Mace zu Giulia geführt hatte, mit seinem Revolver auf die Fremde zielte, ließ der afrikanische Hüne diese nieder. Von hinten trat ein weiterer Anzugträger an die Frau heran, griff grob ihre Arme und drückte sie ihr im Kreuz zusammen, wo er sie festhielt. Eine halbautomatische Pistole steckte in seinem Gürtel, vor seinem Bauch. Langsam trat Mace neben seine Herrin und verschränkte die Arme, gespannt auf das, was sie zu sagen hatte, und wer die Fremde war. Mehr oder minder.
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"Wir müssen uns unsere Macht mit unserem Blut erwerben!"
~ James Monroe ~
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04.01.2010 18:51 |
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Giulia
Vampir-NPC
 
Dabei seit: 03.04.2008
Beiträge: 55
Berufung: bösartig
Beruf: Gegenspielerin Cogta Vusins
Alter: 26-29 (unbekannt) Jahre
Vampir: unbekannt
Kodex: dagegen
Char: Charakterbogen
Speziell: Fähigkeiten
Augen: eisblau (teils: stechend)
Haare: schwarzbraun, lang
Größe: 177cm
1.: Gedankliche Befehle
2.: Illusion
3.: Kraft des Entzückens
4.: Alt-Vampir (mehrere Fähigkeiten)
Kleidung: Ein schlichter, seidigfallender, bis zu den Knien reichender, beigefarbener Rock und eine helle, ebenso seidige Bluse. Weibliche Schuhe mit leichtem Absatz, Perlenohrringe, das Haar nach oben gesteckt.
Organisation: Weltherrschaft über die Vampire und am Liebsten die ganze Welt
Gespielt von: aBraXaS
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PP folgt
Giulia hatte schon etwas länger an ihrem Schreibtisch gesessen und war die Neuigkeiten und das Organisatorische durchgegangen von allem, was in der nächsten Zeit anstand. Langsam bildete sich ein Plan, der hieb- und stichfest war. So lange hatte sie warten müssen, doch jetzt endlich war es gelungen. Es war gelungen und sie konnte kaum begreifen - voller Boshaftigkeit heraus - nicht begreifen, wie erfolgreich sie wirklich gewesen war.
"Und Du weißt das alles noch gar nicht, alter Mann. Welch eine Freude werde ich haben, Dir diese Nachricht persönlich zu überbringen ...", sie flüsterte diabolisch vor sich hin und lachte dann. Oh ja, sie freute sich in der Tat darauf, das Gesicht Vusins zu sehen, wenn sie ihm die neusten Neuigkeiten offenbarte.
Unterbrochen wurde ihr Bad in der Selbstgefälligkeit barsch, als sie ihre Männer im Erdgeschoss in Aufruhr kommen hörte. Noch bevor die ersten Schüsse fielen, wurde ihr Bericht erstattet und sie wusste sofort, mit wem sie es zu tun hatte. "Ich will sie lebend, haben wir uns verstanden?", zischte sie böse funkelnd und schickte mit diesen Worten die Wache zurück.
Wenn sie starb, würde er sterben, und das wusste er. Giulia war es egal, ob er Schuld daran trug oder nicht, er hatte den Befehl, er hatte ihn auszuführen.
Giulia begab sich siegessicher in die Haupthalle, auch wenn es mit einem ärgerlichen Seufzen war. Sie hätte die Dinge gerne, wie sie sie brauchte. Aber gut, wer wusste schon, wofür dieser Zwischenfall jetzt gut war. Die breiten Stufen der Halle unter dem Kronleuchter erreichte sie in dem Augenblick, in dem die Türe aufschwang.
Die Schüsse waren schon verhallt und Mace brachte den Eindringling zu ihr. Sie befahl ihm, zu ihr zu kommen, sodass er die Blondine auf ihre Beine stellen musste und eine der Wachen auf diese zielte, bevor ein weiterer ihr die Hände in den Rücken drehte.
"Wen haben wir denn da? Darf ich raten? Miss Holly Graham nehme ich an. Was verschafft mir die Ehre, Miss Graham?" Giulia ging einen Schritt nach vorn, man hörte das helle Klacken ihres Absatzes auf dem spiegelnden Marmor, und ihr Blick scannte die junge Frau achtsam und stechend, jedoch nicht ohne ein Lächeln auf den Lippen, welches mehr als nur überzeugt davon war, auf der sicheren Seite zu stehen.
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04.01.2010 22:35 |
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Holly
Mensch
Dabei seit: 20.02.2005
Beiträge: 872
Berufung: wissend
Beruf: Polizistin
Alter: 26 Jahre
Char: Charakterbogen
Wissen: Charakterwissen
Augen: fast schwarz
Haare: schwarz-blau
Größe: 168cm
Kleidung: schwarze Stoffhose (einen Riss an der Seite), weiße Bluse (am Ärmel zerissen), Turnschuhe
Aktuell: z.Z.: Holly hat sich die Haare abgeschnitten und sie blond gefärbt.
Schürfwunden am Oberarm und -schenkel
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Im nächsten Gang erwartete sie nur wieder ein weiterer leerer, langer, dunkler Flur, und kein Bruder. Hinter ihr war die Hölle losgebrochen und tatsächlich tat sie einen Moment nichts anderes als enttäuscht in die Schwärze zu starren, die vor ihr aufgetaucht war. Das ganze Himmelfahrtskommando hatte sich nicht mal gelohnt. Gerade wollte sie Jeremys Namen rufen, als sie spürte, wie sich eine Hand groß wie ein Kinderkopf auf ihre Schulter legte und sie zurückzog. Plötzlich verlor sie den Halt unter den Füßen, ihr blieb nicht mal mehr die Zeit zum Schreien. Dann fanden ihre Schuhe die Wand, die von den eingeschlagenen Kugeln schon ganz perforiert war.
Große, schwarze Vögel kreischten entsetzt auf und stoben im Geäst davon, als Holly und ihr Angreifer die Scheibe durchbrachen und im Garten der Villa zum Liegen kamen. Sie war weich gefallen, gönnte sich nicht die Zeit zum ausruhen, sie stieß mit dem Ellbogen nach dem Klumpen Fleisch unter ihr und tatsächlich ließ er sie los. Sie taumelte weg von ihm, ein paar Schritte nur und hob die Waffe. Jetzt rappelte sich auch der andere auf, und Holly nahm ihn das erste Mal in voller Größe wahr, was ihr den Atem verschlug und den Mund offen stehen ließ. Was sich da vor ihr auftürmte, war ein Koloss von einem Mann, riesenhafte Gestalt, Muskeln und Hände, die so groß waren wie Bratpfannen... Panisch schoss Holly, traf mit allen drei Schüssen, doch die Dampflokomotive, die auf sie zustürmte, war nicht mal durch die offensichtliche Blessur am Unterarm aufzuhalten.
Als er vor ihr stand, verdeckte er jegliches Licht. Sie musste ihren Kopf weit in den Nacken legen, was sie vor entsetztem Staunen auch tat, um ihm ins Gesicht blicken zu können. Der Schwarze war ein Vampir, keine Frage. Kein Mensch hätte die Schusswunden so wegstecken können. Ganz zu schweigen davon, dass jeder normale Mensch unter der Last des Kettenhemdes zusammengebrochen wäre! Er holte aus und prellte ihr mit furchtbarer Gewalt die Waffe aus der Hand. Blindlings vor Angst schlug Holly zu, aber sie traf nicht, weil er sich mit übermenschlicher Geschwindigkeit wegduckte.
Als er ihren Nacken packte, handelte sie wieder instinktiv und trat ihn, um sich gleichzeitig aus seinem Griff zu entwinden.
Sie spürte, dass ihr Tritt in die Magengrube völlig wirkungslos und sinnfrei war. Es war so, als würde eine Maus einem Elefanten versuchen, etwas entgegenzusetzen. Trotzdem verschaffte es ihr die Zeit, die sie brauchte, um wieder die Waffe zu greifen. Gegen diesen Hünen hatte sie nur eine Chance: Sie musste direkt in seinen Kopf treffen.
Doch soweit kam es nicht. Plötzlich wich alle Luft aus ihren Lungen, als sich die Faust des Mannes sich in ihren Magen bohrte. Das Brüllen des Anderen hallte noch in ihren Ohren wieder, als sie Sterne sah, und nur am Rande mitbekam, wie die Waffe ihren Fingern entglitt, sie abermals den Boden unter den Füßen verlor und schließlich fast waagerecht über dem Boden schwebte. Erst als ihr bewusst wurde, dass man sie ins Haus brachte, erwachten ihre Lebensgeister, sie trat nach ihrem Angreifer, doch ihre Gegenwehr war völlig zwecklos. Eine Hand auf ihrem Mund, den anderen Arm um ihren Leib geschlungen, einer Boa Constrikor nicht unähnlich, schleppte der Schwarze sie zurück.
"Du hast sie? Sehr gut. Mir nach, Giulia wartet bereits." hörte sie eine fremde Stimme ganz in ihrer Nähe. Dann eine weibliche Stimme, deren Klang so süß und gleichzeitig so grausam Holly die Nackenhaare sich aufstellen ließen: "Mace, zu mir!"
Jetzt, da man sie wieder auf die Füße stellte, kam die Übelkeit wie eine zähe Welle durch ihren Magen. Holly atmete heftig, unterdrückte ein Würgen und blickte zum ersten Mal auf die Frau, die ihren Bruder getötet und damit neu geschaffen hatte. Hass flammte in Holly auf, so stark, dass sie nicht mal mitbekam, dass eine Waffe auf sie gerichtet war, oder dass man ihre Arme festhielt.
Sie hatte Jaynes getötet.
Sie hatte ihr ihr Leben genommen.
Sie war schuld daran, dass sie auf der Flucht lebte.
Sie hatte ihr ihren Zwilling genommen...
- und ihn zu einem Vampir gemacht.
"Wen haben wir denn da? Darf ich raten? Miss Holly Graham nehme ich an. Was verschafft mir die Ehre, Miss Graham?"
Gerne hätte Holly Giulias falsches Grinsen erwidert, aber dazu war sie einfach nicht in der Lage. Einen Moment war Holly sprachlos vor Angst und vor der Erhabenheit dieser Frau. Es war eine der seltenen Momente im Leben der Polizistin, dass sie vor etwas oder jemanden sofort Furcht und Respekt empfand. Erschrocken stellte Holly fest, dass Giulia genau wusste, wer sie war. Und wahrscheinlich wusste die Italienerin auch genau, warum sie hier war. Der Schrecken saß so tief, dass er sich wie eine kalte Hand um ihr Herz schloss und es zusammendrückte.
Doch all das brachte nur eine typische Reaktion Hollys zum Vorschein: Trotz. Sie durfte schließlich nicht aus den Augen verlieren, wen sie da vor sich hatte. Auch wenn das hier tatsächlich das Ende sein sollte. Vorher musste Holly begreifen, was geschehen war. Und vor allen Dingen: Warum?
“Du hast meinen Bruder umgebracht“, stellte Holly mit bissiger Stimme fest. “Wo ist er? Ist er hier? Was hast du mit ihm gemacht?“
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"Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben."
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Holly am 05.01.2010 16:53.
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05.01.2010 14:01 |
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Giulia
Vampir-NPC
 
Dabei seit: 03.04.2008
Beiträge: 55
Berufung: bösartig
Beruf: Gegenspielerin Cogta Vusins
Alter: 26-29 (unbekannt) Jahre
Vampir: unbekannt
Kodex: dagegen
Char: Charakterbogen
Speziell: Fähigkeiten
Augen: eisblau (teils: stechend)
Haare: schwarzbraun, lang
Größe: 177cm
1.: Gedankliche Befehle
2.: Illusion
3.: Kraft des Entzückens
4.: Alt-Vampir (mehrere Fähigkeiten)
Kleidung: Ein schlichter, seidigfallender, bis zu den Knien reichender, beigefarbener Rock und eine helle, ebenso seidige Bluse. Weibliche Schuhe mit leichtem Absatz, Perlenohrringe, das Haar nach oben gesteckt.
Organisation: Weltherrschaft über die Vampire und am Liebsten die ganze Welt
Gespielt von: aBraXaS
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Trotz - reiner, purer Trotz durchwirkte mit einem Mal die Aura des Menschleins, das da stand und glaubte, dieser Situation überlegen zu sein. Vielleicht nicht in Wahrheit, in Wirklichkeit, aber durch diese Auflehnung, durch diesen Trotz im Glauben, Ansprüche stellen zu können. Giulia lachte ob ihrer Fragen, lachte die Polizistin einfach aus.
"Du glaubst, ich hätte ihn getötet?" Wieder lachte die Altvampiress. "Mein Kind, mein liebes, liebes, dummes Kind. Sprich nicht von Dingen, die Du nicht verstehst. Dein Bruder ist ein wahrer Mann, ein Liebhaber sondergleichen. Warum hast Du nichts von ihm, das wundert mich. Sollten Zwillinge nicht dieselben Gene besitzen?" Ihr Blick wirkte wie eine Analyse. "Interessant, meine Liebe, sehr sogar. Möchtest Du Dich nicht für uns untersuchen lassen? Ich wäre Dir wirklich sehr verbunden ...", in Giulias Augen blitzte es auf.
Die "Wissenden" lachten leise auf, diese Art von Verbundenheit war ihnen bekannt. Die Verbundenheit, die auch Jeremy einst mit ihr hatte. Mittlerweile war er so frei wie ein Vogel, und ihr so hörig, ohne, dass sie etwas dafür tun musste. Sie konnte aber auch nicht abstreiten, in ihm tatsächlich einen Mann gefunden zu haben, der voll und ganz ihrer Kragenweite entsprach.
"Findest Du es nicht auch paradox von Mord zu sprechen, und im gleichen Atemzug zu fragen, wo er ist, ob er sich hier befindet? Möchtest Du ihn vielleicht gerne suchen?" Mit einem scharfen Kopfnicken ordnete sie an, dass die Wache sie losließ. Sie blieb in ihrer Nähe stehen, aber halten sollte sie sie nicht mehr. Holly Graham konnte gehen, wohin auch immer sie wollte. Es war gleichgültig, was sie hier zu sehen fand, ob sie ihn fand, oder auch nicht. Es machte keinen Unterschied.
"Ich würde Dir tatsächlich alles bieten, wenn Du für mich arbeiten würdest. Du könntest alles haben ... Macht, Ansehen, Geld, jeden Mann, den Du Dir wünscht, jede Frau, wenn Du eine begehrst. Mit einem Fingerschnippen wäre alles Dein, mein Herz. Nie wieder auf der ... Flucht." Sie sprach das Wort aus, als wissen sie sehr genau, was Holly wünschte. "Wie hört sich das an? Du könntest wieder in Deinen Job zurückkehren, wenn Du es Dir wünschst, oder in jeden anderen, der Dir vorschwebt. Auch als englische Königin könnte ich Dich einsetzen - und ... Du wärst Deinem Bruder nah. So nah, wie Du es willst." Giulia beobachtete jede Bewegung der jungen Frau.
Diese Verbindung, eine Zwillingsverbindung, in der ein Part Mensch, der andere Vampir, der eine für das Gute, der andere für das Böse einstand ... was konnte es besseres geben, als eine Forschung dieser Unikate. Niemals würden sie soweit kommen, und diese Voraussetzungen künstlich erschaffen können - egal wie erfolgreich sie mit ihren Forschungen, ihrem Menschenhandel, ihren Wissenschaften auch schon gewesen sein mochten. Es gab nichts perfekteres als diese Konstellation ... die Konstellation Jeremy und Holly Graham.
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05.01.2010 20:40 |
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Holly
Mensch
Dabei seit: 20.02.2005
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Alter: 26 Jahre
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Wissen: Charakterwissen
Augen: fast schwarz
Haare: schwarz-blau
Größe: 168cm
Kleidung: schwarze Stoffhose (einen Riss an der Seite), weiße Bluse (am Ärmel zerissen), Turnschuhe
Aktuell: z.Z.: Holly hat sich die Haare abgeschnitten und sie blond gefärbt.
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Giulias Lachen war glockenhell und volltönend. Sie sprach von ihrem Bruder als Mann und Liebhaber, und doch wie über jemanden, den Holly nicht kannte. Wenn Freunde von ihrem Bruder gesprochen hätten, so hätten sie wohl als erstes seine Charaktersstärken benannt, seine Warmherzigkeit, Freundlichkeit, Loyalität und Witz. Sicherlich Dinge, die Holly gerade in letzter Zeit vollkommen abgingen. Es traf Holly, mehr als sie es sich eingestehen wollte, oder besser: konnte in jenem Moment. Lauernd bat Giulia darum, dass Holly einer Untersuchung zustimmte, sicherlich nicht, um die Zwillingsforschung weiterzubringen. Holly wollte gar nicht wissen, welche Art uUntersuchung sie meinte.
Als die umstehenden Männer lachten, wandte Holly irritiert den Blick zu jedem einzelnen, um aber sogleich ihre Augen wieder auf Giulia zu richten. Was wussten sie, was sie nicht wusste? Was war an der Bemerkung so... amüsant gewesen? Es verunsicherte Holly ungemein, zeigte es doch nur mit furchtbarer Klarheit, wie wenig sie wirklich verstanden hatte, von dem, was diese Frau ausmachte. War es das? Ging es eigentlich darum, Menschen zu untersuchen? Mit ihnen zu... experimentieren? War Jeremy Opfer eines solchen Menschenversuches geworden? Holly überlief es eisig.
Nolwenn hatte sie nicht getäuscht, Giulia hatte Jeremy verwandelt, allerdings sah diese das nicht als Mord an. Oder – was wahrscheinlicher war – sie spielte ein grausames Spiel mit Holly. Das Herz der Polizistin schlug jetzt sehr schnell, während sie von einem Gefühl in das nächste getaucht wurde. Hass und Panik, wechselte sich genauso schnell ab wie die Hoffnung, ihrem Ziel und einem Wiedersehen mit ihrem Bruder jetzt sehr nahe zu sein.
Giulia bot ihr an, Jeremy in ihrem Haus suchen zu gehen. Ihr Blick war immer noch lauernd, Holly bewegte sich nicht von der Stelle, obwohl man sie jetzt los ließ. Ihr Blick huschte kurz zu dem Schwarzen, wild angezogenem Kerl. Ihre Chancen, Giulia zu überwältigen und lebend dieses Anwesen zu verlassen, standen vorsichtig ausgedrückt, Schwindel erregend hoch – gegen sie.
“Natürlich hast du sein Leben beendet“, erklärte Holly mit fester Stimme, und rieb ihre schmerzende Schulter. “Jemanden in einen Vampir zu verwandeln, zählt nach meinem moralischen Empfinden auch als Mord. Also: Wo ist er?“
Giulia umgarnte sie, spann ihre Fäden wie eine Spinne ihre Beute umwickelte. Ihre Stimme war lockend und schmeichelnd, Holly fiel es schwer, sich diesem Bann zu entziehen. Macht, Ansehen, Geld, jeden Mann, jede Frau... Wünschen... Begehren...Herz...nah sein...nie mehr Flucht... Jedes Wort hallte wie durch Lautsprecher verstärkt hinter ihren Schläfen, vielleicht nur, weil Holly nichts, rein gar nichts gegen diese Frau in der Hand hatte. Jedenfalls nichts, was Giulia wirklich schaden könnte, und ihr das Handwerk legen könnte. Oder was sich nicht mit einem "Fingerschnippen" aus dem Weg räumen ließ. Am liebsten hätte Holly die Hände auf ihre Ohren gelegt.
Wieso sollte sie eigentlich nicht darauf eingehen? fragte eine leise Stimme hinter ihrer Stirn plötzlich. Sie hatte längst alles verloren, Giulia konnte ihr alles und mehr wiedergeben. Wieso sich noch Feinde machen? Möglicherweise konnte sie ihr sogar helfen, Brandas Mörder zu stellen. Keine Albträume mehr, und kein Kämpfen gegen Windmühlen. Die Sorgen mit einem Mal los zu sein, erschien in ihrer Situation so verlockend. Wer konnte es ihr also übel nehmen? Seltsamerweise war es Nolwenns Bild, dass ihr durch den Kopf schoss und die Stimme der Bretonin, bissig und zynisch wie eh und je, die Holly wieder zur Vernuft brachte: „Glücklicherweise habe ich diese Entscheidung nie treffen müssen, aber du musst da jetzt durch, ob du willst oder nicht.“ Und dieses Bild ließ Hollys Trotz neu aufflammen.
“Vielleicht solltest du nicht über Dinge reden, von denen du nichts verstehst, Giulia, Herzchen. Und meine Wünsche gehören definitiv dazu“, erwiderte die Polizistin und verschränkte die Arme vor der Brust. “Da wir das jetzt geklärt haben, warum erzählst du mir nicht etwas von Doktor Jaynes und eurem kleinen Abkommen? Was sind das für Listen in seinem Büro? Und was passiert mit den Menschen, die du in die Finger bekommst? Was willst du von Jeremy und mir?“
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"Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben."
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06.01.2010 00:11 |
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Giulia
Vampir-NPC
 
Dabei seit: 03.04.2008
Beiträge: 55
Berufung: bösartig
Beruf: Gegenspielerin Cogta Vusins
Alter: 26-29 (unbekannt) Jahre
Vampir: unbekannt
Kodex: dagegen
Char: Charakterbogen
Speziell: Fähigkeiten
Augen: eisblau (teils: stechend)
Haare: schwarzbraun, lang
Größe: 177cm
1.: Gedankliche Befehle
2.: Illusion
3.: Kraft des Entzückens
4.: Alt-Vampir (mehrere Fähigkeiten)
Kleidung: Ein schlichter, seidigfallender, bis zu den Knien reichender, beigefarbener Rock und eine helle, ebenso seidige Bluse. Weibliche Schuhe mit leichtem Absatz, Perlenohrringe, das Haar nach oben gesteckt.
Organisation: Weltherrschaft über die Vampire und am Liebsten die ganze Welt
Gespielt von: aBraXaS
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Für die Vampiress war es ein Leichtes, Hollys Gefühlsschwankungen, das Auf und Ab, mitzubekommen, nahezu hautnah mitzuerleben und sich daran, vor allem an der Panik zu nähren. Langsam schritt sie einen Schritt nach dem anderen die wenigen weiten Stufen hinab. Jeder hallte in der großen Halle nach, der Marmor glänzte beigeweiß, als könnte man sich darin spiegeln. Dementsprechend laut waren Giulias Absätze auf ihm zu hören. Wirklich langsam, ein Schritt nach dem anderen, wie die tickende Lebensuhr. Mace hatte seine Arme vor der Brust geöffnet, wollte ihr folgen, doch Giulia hielt ihn mit einer einzigen Handbewegung zurück ohne sich umdrehen zu müssen.
"Ich habe sein Leben verändert ... nicht beendet", lächelte Giulia umschmeichelnd. Moral mit einer Blutstaufe zu verbinden hatte fast schon etwas Philosophisches. Anerkennend, ohne, dass ihre Gegenüber wusste, wieso, nickte Giulia Holly zu. "Wo er ist? Nirgendwo und irgendwo ... such' ihn doch, kleines Kätzchen, such ..." Giulia stand jetzt direkt vor Holly und stupste mit ihren Finger leicht die Nase der jungen Frau an. "Willst Du ihn nicht finden? Warum stehst Du noch hier? Fühle Dich wie zu Hause, es soll Dein sein, wenn Du es wünschst."
Giulia las in ihr wie in einem Buch. Was das Mädchen zu verbergen wusste, würde sie nie erfahren, alles andere schien deutlich vor ihrem inneren Auge. "Vielleicht ist Jeremy ja gar kein Vampir, vielleicht glaubtest Du das nur, weil ich wollte, dass Du es glaubst. Ist Dir das je in den Sinn gekommen? Was brächte mir die Forschung an Euch, wenn er doch gar nicht mehr mit Dir zu vergleichen wäre? Mein liebes Kind ...," jetzt begann sie Hochmütige langsam um Holly herum zu gehen, "... ihm wird niemals etwas geschehen, wenn Du Dich fügst. Glaub mir, Du hättest hier ein wunderbares Leben. Niemand könnte Dir mehr bieten, als ich. Ich kann Dir sogar all Deine Schuldgefühle nehmen. Ich kann Dir Deine Kollegin nicht wiedergeben, aber ich kann dafür sorgen, dass sie Dir vergibt und Du nie wieder ein schlechtes Gefühl beim Gedanken an sie haben musst. Du wirst nicht mehr glauben, dass sie wegen Dir hatte sterben müssen ..."
Giulia ignorierte einfach, was Holly über ihre Wünsche äußerte. Es war nur eine Schutzreaktion. Giulia zu treffen, war nicht möglich. Zumindest schien es so. "Der liebe Doktor Jaynes ... ja, er war zu unzuverlässig geworden, weißt Du ...", ihre Stimme war sonor, einlullend, leise. Gekonnte Ohren wussten, dass Holly einen Punkt getroffen hatte, der es verbot, sie jemals wieder lebend aus diesen Gemäuern zu entlassen.
Mace spannte sich kaum merklich an. "Hast Du die Listen aus seinem Büro, vielleicht irgendwo versteckt? Vielleicht in irgendeiner Mülltonne?", fragte sie fast wie beiläuft, nicht wissend, dass sie möglicherweise ins Schwarze traf, es war nur eine Idee. Nun stand sie wieder vor ihr, direkt in die fast schwarzen Augen blickend, die ihr auf ihre besondere Art und Weise so vertraut waren. Das war es, was Jeremy so faszinierend machte ... man konnte so tief in seine Augen sehen und doch kaum etwas erkennen, außer sich selbst.
"Und was mit den Menschen passiert, möchtest Du wissen? Das kann ich Dir bei Zeiten gerne zeigen ... ich habe Dich schon mehrmals in diesen Minuten eingeladen, Dich hier umzusehen. Allerdings ...", eine künstliche, aber gekonnte kurze Pause unterbrach ihren Satz, "Du solltest es unterlassen, Dich mit Jeremy in einem Satz zu erwähnen. Ihr seid vielleicht gleichzeitig geschlüpft aus der roten Hitze Eurer Mutter, blutig und schmierig, voller Schleim und Falten, aber ihr könntet Euch nicht unähnlicher sein. Er so stark, so überaus mächtig, so voller Charme und Witz. Und Du? Wo ist Deine Stärke, die doch nur unter den Fittichen Deiner Hunterin zum Vorschein kommt. Diese Französin, die Dir mehr zu sagen hat, als Du Dir selbst ...", jetzt lachte Giulia wieder, als sie sich abwandte und einige Schritte im Raum umher ging und sich dann wieder zu Holly drehte. "Nun?"
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06.01.2010 18:13 |
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Holly
Mensch
Dabei seit: 20.02.2005
Beiträge: 872
Berufung: wissend
Beruf: Polizistin
Alter: 26 Jahre
Char: Charakterbogen
Wissen: Charakterwissen
Augen: fast schwarz
Haare: schwarz-blau
Größe: 168cm
Kleidung: schwarze Stoffhose (einen Riss an der Seite), weiße Bluse (am Ärmel zerissen), Turnschuhe
Aktuell: z.Z.: Holly hat sich die Haare abgeschnitten und sie blond gefärbt.
Schürfwunden am Oberarm und -schenkel
Medals:

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Um ein Haar hätte Holly Reißaus genommen, als Giulia sich mit fast schwebenden Schritten näherte. Jeder Ton ihrer Absätze ließ in Holly das Gefühl wachsen, einen schlimmen Fehler begangen zu haben. Alleingänge waren gar nicht gut, das wusste sie doch mittlerweile zu genüge. Und jetzt? Jetzt würde sie sterben, ohne dem Rätsel wirklich auf den Grund gegangen zu sein. Dieser Mace machte sich schon bereit, ihr den Garaus zu machen... Doch anscheinend war die Vampiress noch nicht fertig mit Holly.
Es klang wie ein sanfter Tadel, als Giulia meinte, Jeremys Leben lediglich verändert zu haben. In Giulias Blick lag für einen winzigen Moment etwas Anerkennendes, aber das wurde sogleich wieder durch eine Geste des Unterwerfens von Giulia zunichte gemacht. Ihre langen, schlanken Finger näherten sich Hollys Gesicht, und Holly zuckte zurück, als diese sie fast sanft berührten. Sie war jetzt so nah, dass Holly den Duft ihres Parfums riechen konnte. Wenn sie nur etwas in der Hand hätte... eine Waffe... irgendetwas
Kätzchen hatte sie sie genannt. Gefährlicher schätze sie Holly nicht ein. Ein Spielzeug, ein harmloses Haustier, dessen Krallen höchstens unangenehm werden konnten. Und das man, wenn man wollte, zähmen konnte.
Widerspenstig erwiderte Holly den Blick, und blieb, wo sie war, obwohl Giulia sie ein weiteres Mal provozierend aufforderte, ihren Bruder im Haus suchen zu gehen. Doch Holly wusste, dass Jeremy nicht hier war und sie Giulia nur zusätzlich den Triumph geben würde, wenn ihre Hoffnung von Zimmer zu Zimmer mehr sank.
"Vielleicht ist Jeremy ja gar kein Vampir, vielleicht glaubtest Du das nur, weil ich wollte, dass Du es glaubst. Ist Dir das je in den Sinn gekommen? Was brächte mir die Forschung an Euch, wenn er doch gar nicht mehr mit Dir zu vergleichen wäre? Mein liebes Kind ...,"
Giulia löste sich und begann um Holly herumzuschleichen, einer Raubkatze gleich. Hollys Herz begann lauter und schneller zu schlagen. Giulias Worte zogen sie sofort in ihren Bann. Jeremy... war kein Vampir? Nicht verwandelt? Nicht... tot? Wilde Hoffnung keimte in der Polizistin und breitete sich wie Gift in ihrem Körper aus. Sie würde alles, wirklich alles für ihren Bruder tun. Wenn sie sich fügte... Holly starrte geradeaus, während sie spürte, wie die Vampiress sich nah ihrem Ohr regte.
"...Niemand könnte Dir mehr bieten, als ich. Ich kann Dir sogar all Deine Schuldgefühle nehmen. Ich kann Dir Deine Kollegin nicht wiedergeben, aber ich kann dafür sorgen, dass sie Dir vergibt und Du nie wieder ein schlechtes Gefühl beim Gedanken an sie haben musst. Du wirst nicht mehr glauben, dass sie wegen Dir hatte sterben müssen ..."
Unter diesen Worten zuckte Holly zurück, wie unter Peitschenhieben. Sie wusste alles! Alles von ihrem Leben. Das Leben ohne Brandas Gesicht vor Augen zu haben, und diesen furchtbaren Tag im Kaufhaus zu vergessen... Längst hatte sich Giulias Giftstachel in ihrem Herzen festgesetzt, es fehlte nicht mehr viel, und Holly musste ihr nachgeben. Die Polizistin ballte die Fäuste, als Giulia wieder in ihr Gesichtsfeld trat und ihr in die Augen sah. Ihre Schönheit schmerzte Hollys Augen. Sie war eine Mörderin, ein Biest, das Monster, das ihren Bruder auf dem Gewissen hatte. Sie durfte sich nicht manipulieren lassen, unter keinen Umständen!
Fest sah Holly in die eisblauen Augen über ihr, dann war es als hätte jemand einen Eimer eiskalten Wassers über sie ausgeschüttet.
"Hast Du die Listen aus seinem Büro, vielleicht irgendwo versteckt? Vielleicht in irgendeiner Mülltonne?"
Holly biss sich auf die Unterlippe, und verlor jedes bisschen Farbe aus dem Gesicht. Wie hatte sie das wissen können? War sie für Giulia wie aus Glas? Holly blieb stumm, dem Abgrund der Verzweiflung jetzt sehr nahe. Was konnte sie noch tun, wie konnte man Giulia beikommen, wenn die Vampiress jeden ihrer Schritte kannte... vorausahnte?
"Und was mit den Menschen passiert, möchtest Du wissen? Das kann ich Dir bei Zeiten gerne zeigen ... ich habe Dich schon mehrmals in diesen Minuten eingeladen, Dich hier umzusehen. Allerdings...Du solltest es unterlassen, Dich mit Jeremy in einem Satz zu erwähnen. Ihr seid vielleicht gleichzeitig geschlüpft aus der roten Hitze Eurer Mutter, blutig und schmierig, voller Schleim und Falten, aber ihr könntet Euch nicht unähnlicher sein. Er so stark, so überaus mächtig, so voller Charme und Witz. Und Du?“
Halt den Mund! Halt deinen verdammten Mund!, schrie es in Holly. Nicht nur, dass Giulia ihre Familie beleidigte. Nicht nur, dass sie Hollys Schwächen ausbreitete, und sie wie in einem Museum zur Schau stellte. Tatsächlich war sie verletzlicher, schutzloser und verzweifelter denn je. Jetzt brachte sie auch noch Nolwenn ins Spiel. „Wo ist Deine Stärke, die doch nur unter den Fittichen Deiner Hunterin zum Vorschein kommt. Diese Französin, die Dir mehr zu sagen hat, als Du Dir selbst ...", Giulias Lachen ließ Hollys Wut auf den Siedepunkt kommen. Und wenn Nolwenn jetzt aus einer dieser vielen Türen trat mit einem breiten Grinsen, letzten Endes den absoluten Triumph über Holly ins Gesicht geschrieben. Nichts hätte Holly mehr aus diesem Wahnsinn befreien können. Vermutlich wäre sie freiwillig in die Psychiatrie zurückgekehrt. Nein, Nolwenn war und blieb ihre einzige, traurige Konstante in ihrem Leben. Sie hatte sie nie angelogen, sie sogar befreit. In jenem Moment wusste Holly, dass sie ihr wohl am ehesten von allen anderen in Venedic hätte trauen sollen. Jetzt war es wohl zu spät dafür. Für immer. Trotzdem: unter ihren Fittichen stand sie noch dreimal nicht.
"Nun?"
Holly atmete schnell und tief, als hätte sie einen Marathonlauf hinter sich gebracht. Niemals würde sie sich Giulias Macht unterwerfen, in einer Million Jahre nicht. Und sei es nur, um Nolwenn zu beweisen, dass sie sehr wohl die Kraft dazu hatte, sich einer Vampiress gegenüber zu behaupten.
“Das ist es also... Du hast Jeremy mit deinen Vampirtricks und –spielchen gefügig gemacht. Freiwillig hätte er sich mit so etwas wie dir niemals eingelassen.“ Sie musste jetzt zurückbeißen, um ihrer Wut ein Ventil geben zu können. “Ich mag keine Ähnlichkeit mit Jeremy besitzen, aber er ist mein Bruder und bleibt es auch. Und er wird mir immer mehr Zuneigung entgegenbringen, als dir. Und das ganz ohne Tricks.“ Hollys Augen verengten sich zu Schlitzen, sie lächelte, obwohl ihr nicht danach zu mute war. Giulia würde es ohnehin durchschauen, das war jetzt allerdings auch einerlei. “Ich frage mich, warum du so viel Angst davor hast, mir die Antworten auf meine Fragen vorzuenthalten. Wenn ich doch im Grunde frei bin und eigentlich gehen kann, wohin ich will.“
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"Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben."
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06.01.2010 21:11 |
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Giulia
Vampir-NPC
 
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Berufung: bösartig
Beruf: Gegenspielerin Cogta Vusins
Alter: 26-29 (unbekannt) Jahre
Vampir: unbekannt
Kodex: dagegen
Char: Charakterbogen
Speziell: Fähigkeiten
Augen: eisblau (teils: stechend)
Haare: schwarzbraun, lang
Größe: 177cm
1.: Gedankliche Befehle
2.: Illusion
3.: Kraft des Entzückens
4.: Alt-Vampir (mehrere Fähigkeiten)
Kleidung: Ein schlichter, seidigfallender, bis zu den Knien reichender, beigefarbener Rock und eine helle, ebenso seidige Bluse. Weibliche Schuhe mit leichtem Absatz, Perlenohrringe, das Haar nach oben gesteckt.
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Giulia badete in den Gefühlen, die Holly aussandte, ohne, dass sie es vielleicht wusste, und ohne es offensichtlich unterdrücken zu können. Eine Ausbildung bei der so hoch im Kurs stehenden Hunterin schien sie nicht genossen zu haben. Zu gerne hätte Giulia die Ex-Polizistin dazu verwendet, an diese Jägerin heran zu kommen. Holly nahm einen relevanten Part ein. Sie war das Universalwerkzeug, ein Dreh- und Angelpunkt sondergleichen.
Zum einen war sie ein Zwilling, Jeremys Zwilling, der so viel hartnäckiger war, als Jeremy es gewesen war. Der so viel widerspenstiger war, obwohl sie - so glaubte Giulia - die gleiche Kindheit hinter sich gebracht haben mussten. Details waren den Psychotypen überlassen, damit beschäftigte sie sich nicht. Es interessierte sie auch nicht. Allein die Tatsache, dass sie hier Unikate, in diesem Moment eines davon, vor sich hatte, war relevant. Sie musste, sie wollte sie haben.
Gleichwohl dann diese Hunterin ... Holly Graham war der Schlüssel zu dieser Frau, Giulia war sicher, dass es so war. Sie würde diese Frau auf ihre Seite ziehen können, wenn sie Holly nur richtig als Lockvogel einsetzen konnte. Viele hätten Holly nur für ein Mittel zum Zweck gesehen, aber die Blondine war mehr, als das. Sie war wichtig. Mit ihr konnte sich alles entscheiden. Giulia stellte sich vor, wie sie den Ex-Cop mit ihrem derzeit noch parallel laufenden Plan verband, um Vusin endlich zurückzahlen zu können, was sie all die Jahre vorbereitet hatte.
Jetzt hatte sie tatsächlich eine Person vor sich, die sie lieber gestern als morgen auf ihre Seite gezogen hätte. So viele Dinge, die sie dieser Frau zutragen konnte. Sie konnte sie auch zurück in den Polizeidienst versetzen, und dort konnte sie dann von innen heraus intervenieren ... Pläne noch und nöcher eröffneten sich Giulia, schon bevor Holly in ihr Haus eingedrungen war. Jetzt aber nahm all das sagenhafte Formen an. Doch alles würde daran scheitern, wenn sie nicht mit ihr zusammenarbeiten wollte. Alles. Bis auf das, dass der Zwillingsaspekt überaus wertvoll für die Forschung war.
Als Giulia auf die Listen ansprach und lediglich eine Idee äußerte, bestätigte allein Hollys körperliche Reaktion, dass sie tatsächlich ins Schwarze getroffen hatte. Mit einem Fingerschnippen liefen zwei Wachen aus dem Raum. Sie würden alle Mülltonnen der Umgebung durchforsten, in der Hoffnung, dass sie die Listen fanden.
Nur Augenblicke später hatte sie Holly so sehr gereizt, dass diese zu explodieren drohte, was sich in ihren Worten, die sie von sich gab, widerspiegelte. Giulia hörte sich alles mit einem Lächeln an, drehte sich irgendwann während der Sätze um und ging die Treppen wieder nach oben, als würde sie sich gleich von Holly verabschieden wollen. Auf der Zwischenplattform angekommen, wandte sie sich um und schenkte Holly einen Blick, der fragte, ob sie nun endlich fertig war. Offensichtlich war sie fast, nur noch ein Fazit schien gezogen werden zu müssen.
"Frei in meinem Sinne, ja, da hast Du wohl recht ... Glaube nicht, dass Du hier entkommen könntest, wie Jaynes Dich hat entkommen lassen. Du siehst, was mit ihm passierte, wenn man versagt, nicht wahr?", diabolisch funkelten Giulias eiskalte Iriden. Jetzt war offensichtlich, dass sie verantwortlich dafür gewesen war, dass Holly dort gelandet war, wo man sie mit Drogen vollgepumpt hatte. "Er war zumindest sehr schnell freiwillig dabei, Dein Bruder, meine ich," jetzt lachte sie ihr böses, helles Lachen - es war eine Ironie in sich. "Du hast vielleicht früher seine Zuneigung besessen, in diesem Falle ist mein Blut mit seinem dicker, als das, welches Eure Eltern Euch gespendet haben." Sie fühlte sich sicher auf ihrer Seite. "Und Du glaubst doch nicht, dass es irgendetwas gibt, das mich reizen, mir gar Angst machen würde, oder? Deine Inneres hofft auf eine Gefühlsschwester? Diese kann ich Dir nicht bieten, es tut mir ja so aufrichtig leid." Es klang boshaft sarkastisch.
"Wenn Du nicht für mich oder mit mir arbeiten möchtest, kleines Menschlein, dann wirst Du diese Gemäuer nicht verlassen. Vielleicht wäre es klug von Dir, auf meine Angebote zum Schein einzugehen, damit Du noch die Möglichkeit hast, diese Liste, die Du gefunden hast, mit der richtigen Villa in Venedic übereinzubringen, mit dem richtigen Schiff. Vielleicht kommst Du tatsächlich selbst nach Russland und sieht, wo all die Menschen sind, die Du suchst und nicht einmal kennst. Ich werde Dir dafür genügend Zeit geben," folgerte sie auf sie hinabsehend.
"Sag, musst Du auch weinen, wenn die Nachrichten vom Krieg berichten, in dem Tausende Soldaten sterben? Eigenartig, dass Du es tust, indem Du nur eine Liste mit Namen vor Dir hast und überhaupt gar nichts weißt. Du hast keine Ahnung, kleines Mädchen, geh doch nach Haus zu Mama Hunterin. Vielleicht gibt sie Dir die Brust. Oder viel besser noch ... winde Dich in den Armen des Grafen. Cogta Vusin braucht ein neues Kind, eines ist im abhanden gekommen ..." Giulia wandte sich um und wollte an Mace vorbei in ihre Räumlichkeiten gehen. Mace würde von selbst wissen, dass er Holly in den Keller zu bringen hatte.
Dennoch wollte sie Holly nicht im Dunkeln stehen lassen, es war viel schöner, wenn das Opfer wusste, dass etwas passierte: "Wir sprechen uns in ein paar Wochen noch mal. Im Keller, - oder sollte ich Kerker sagen? - findest Du sicherlich dunkle Gesellschaft. Wenn Du es Dir anders überlegst, kannst Du Dich ja bei der Wache melden." Dort konnte sie schmoren, wie einige andere dort schon schmorten. Irgendwann hätte sie auch diese Zicke weich, sie hatte noch jeden klein bekommen. Notfalls mit Jeremys Hilfe. Wo war er nur schon wieder?
Hier endet Giulias Weg.
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07.01.2010 16:17 |
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Holly
Mensch
Dabei seit: 20.02.2005
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Berufung: wissend
Beruf: Polizistin
Alter: 26 Jahre
Char: Charakterbogen
Wissen: Charakterwissen
Augen: fast schwarz
Haare: schwarz-blau
Größe: 168cm
Kleidung: schwarze Stoffhose (einen Riss an der Seite), weiße Bluse (am Ärmel zerissen), Turnschuhe
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OT.: Folgende Szene wurde mit Giulia und Mace vorher abgesprochen.
Als die Männer die Eingangshalle verließen, um die Papiere zu holen, sank Hollys Herz. Sie waren zu viele und die bestimmte Mülltonne war zu nah, als dass sie sie hätten nicht finden können. Es war lediglich eine Frage der Zeit. Zurück blieb einzig die Wache an Hollys Seite. Die Polizistin schloss resigniert die Augen. Jetzt war alles aus. Wenn ihr die Beweismittel fehlten, dann gab es für sie keine Chance mehr, wenn sie hier lebend herauskam, ihr altes Leben neu zu beginnen.
"Frei in meinem Sinne, ja, da hast Du wohl recht ... Glaube nicht, dass Du hier entkommen könntest, wie Jaynes Dich hat entkommen lassen. Du siehst, was mit ihm passierte, wenn man versagt, nicht wahr?" Erschrocken atmete Holly aus. Es war also tatsächlich Giulias Verdienst, dass Holly in der Psychatrie geblieben war, und von Vorneherein keine Chance gahabt hatte, dort aus eigener Kraft und mit Vernunft wieder herauszukommen. Holly spürte, wie erneut die Wut in ihr hochkochte. Jaynes war also gestorben, weil Holly entkommen war...
Giulia lachte erneut. Doch dieses Mal gab sich die Vampiress nicht die Mühe, ihre Boshaftigkeit zu verbergen.
"Du hast vielleicht früher seine Zuneigung besessen, in diesem Falle ist mein Blut mit seinem dicker, als das, welches Eure Eltern Euch gespendet haben." Das ist nicht wahr, das ist nicht wahr! Sie lügt! Sie durfte Giulia keinen Glauben schenken. Jeremy war verhext, im ältesten und reinsten Sinn des Wortes. Er musste nur von Giulias Gift geheilt werden! Holly wusste nur nicht wie... Sie konnte sich der Vampiress ja selbst kaum entziehen.
"Und Du glaubst doch nicht, dass es irgendetwas gibt, das mich reizen, mir gar Angst machen würde, oder? Deine Inneres hofft auf eine Gefühlsschwester? Diese kann ich Dir nicht bieten, es tut mir ja so aufrichtig leid."
Oh ja, Holly hatte Angst, Todesangst sogar. Aber noch mehr überwog ihr Hass und der dringende Wunsch, Giulia nicht zu zeigen, wie geschlagen sich Holly wirklich fühlte. Auch wenn sie es gerade wohl ziemlich deutlich ausstrahlte.
"Wenn Du nicht für mich oder mit mir arbeiten möchtest, kleines Menschlein, dann wirst Du diese Gemäuer nicht verlassen. Vielleicht wäre es klug von Dir, auf meine Angebote zum Schein einzugehen, damit Du noch die Möglichkeit hast, diese Liste, die Du gefunden hast, mit der richtigen Villa in Venedic übereinzubringen, mit dem richtigen Schiff. Vielleicht kommst Du tatsächlich selbst nach Russland und sieht, wo all die Menschen sind, die Du suchst und nicht einmal kennst. Ich werde Dir dafür genügend Zeit geben. Sag, musst Du auch weinen, wenn die Nachrichten vom Krieg berichten, in dem Tausende Soldaten sterben? Eigenartig, dass Du es tust, indem Du nur eine Liste mit Namen vor Dir hast und überhaupt gar nichts weißt. Du hast keine Ahnung, kleines Mädchen, geh doch nach Haus zu Mama Hunterin. Vielleicht gibt sie Dir die Brust. Oder viel besser noch ... winde Dich in den Armen des Grafen. Cogta Vusin braucht ein neues Kind, eines ist im abhanden gekommen."
In diesem Moment hätte Holly normalerweise explodieren sollen, doch ihr Gehirn verarbeitete nur zaghaft die vielen Informationen, die Giulia ihr gegeben hatte, so dass nicht mal die erneute Nennung des Hunters sie zu einer Reaktion veranlassen konnte. Verschifft? Nach Russland? Das war viel furchtbarer, viel weitgreifender als Holly befürchtet hatte! Was sollte sie nur tun? Wenn sie nur noch die Möglichkeit bekam, die Hilfe des Grafen zu erbeten...
Majestätisch schritt Giulia die breite Treppe empor, so als würde sie sich verabschieden wollen. Doch was wurde aus ihr, Holly?
"Wir sprechen uns in ein paar Wochen noch mal. Im Keller, - oder sollte ich Kerker sagen? - findest Du sicherlich dunkle Gesellschaft. Wenn Du es Dir anders überlegst, kannst Du Dich ja bei der Wache melden."
Entsetzt erbebte Holly. Sie hatte erwartet, dass Giulia sie nun töten lassen würde. Aber wegsperren? Für Wochen? Sie hatte schon zuviel Lebenszeit an diese Frau vergeben, hatte sich schon einmal die Freiheit nehmen lassen. Hatte sie über ihr Leben verfügen lassen. Lieber würde sie sterben, als noch einmal eingesperrt zu sein, womöglich wieder unter Drogen gesetzt zu werden, um willig alles das tun, was Giulia von ihr verlangte.
Holly wirbelte kurz entschlossen herum, griff mit einer schnellen Bewegung die Pistole ihres Bewachers und zog sie aus seinem Hosenbund. Mit der freien Hand, versetzte sie dem überraschten Vampir einen Hieb vor die Brust, so dass dieser nach hinten stolperte. Es blieb ihr keine Zeit wirklich zu zielen, denn sie wusste, dass jede Sekunde der Vampiress Gelegenheit geben würde, auf sie zu reagieren. Einer Eingebung folgend schoss sie zweimal, weit über den Kopf Giulias hinweg zur Decke.
Ein dumpfes KLONG war zu hören, dann kreischte das Metall des Kerzenleuchters, der mit atemberaubender Geschwindigkeit zu Boden krachte, gleich einem mit Stahlspitzen bewehrten Fallgitter, verfolgt von einer wahren Lawine aus Schutt und Putz, und die Giulia und Mace unter sich begrub.
Zugleich pfiffen mehrere Stahlseile durch die Gegend, die den schweren Leuchter in der Waage gehalten hatten. Sie schlugen mit furchtbarer Wucht in den Boden ein, pures Glück, dass eines davon den Kopf des ihr nahe stehenden, völlig verdutzten Vampirs spaltete, und der sofort zu Staub zerfiel. Holly warf sich zur Seite und auf den Bauch, drückte das Gesicht nach unten auf die Marmorfliesen und schützte ihren Kopf mit den Armen, während die Bruchstücke auf sie niederprasselten wie ein Wolkenbruch.
Hustend und spuckend hob Holly Momente später den Kopf, erst vorsichtig, dann kämpfte sie sich auf ihre Knie und Hände hoch, schließlich auf die Füße, den Blick auf den tonnenschweren Kronleuchter gerichtet, der die Treppe heruntergerutscht war und dort eine Schneise der Verwüstung hinterlassen hatte. Von Giulia war nichts zu sehen außer einer Wolke grauen dichten Staubes, der sich langsam auf die Trümmer senkte. Giulias schwarzer Leibwächter hing in einer Stahlspitze fest, die durch seinen Oberkörper gedrungen war, und ihn buchstäblich an den Boden nagelte. Er zuckte im Todeskampf.
Langsam und keuchend trat Holly näher, die Halbautomatik noch in den Händen, das Gesicht unkenntlich geworden durch den Dreck, der an ihr klebte. Unter ihr, von dem Metall des Leuchters gefangen, lag der Hüne. Einen Moment sah sie ihm in die Augen, als sich seine Augäpfel langsam nach innen drehten und draußen vor dem Haus Stimmen laut wurden.
Stumm wandte sich Holly um, und verschwand aus dem Haus der Vampiress, noch nicht wirklich begreifend, dass sie noch lebte.
tbc: Ein Plan aus Hecken
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"Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben."
Dieser Beitrag wurde schon 4 mal editiert, zum letzten mal von Holly am 10.01.2010 20:27.
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07.01.2010 23:28 |
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